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Marco Fabian wird nicht mehr gebraucht bei Eintracht Frankfurt.

Eintracht Frankfurt

Fabian steht kurz vor Wechsel in die USA

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Der SGE-Profi wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Vertrag bei Philadelphia Union unterschreiben.

Einmal durfte Marco Fabian in dieser Saison doch noch in einem Pflichtspiel für Eintracht Frankfurt gegen den Ball treten. Am dritten Spieltag war das, da schickte ihn Trainer Adi Hütter 63 Minuten lang im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund auf den Rasen – auf Rechtsaußen mühte sich der Mexikaner sichtbar, er lief, rackerte, aber ihm gelang so gut wie nichts im September des vergangenen Jahres. Ein Eindruck, der bezeichnend für die ganze Spielzeit des Mexikaners ist.

Fabian, ein fröhlicher Mensch, einer, der für gute Stimmung innerhalb des Teams sorgt, auch wenn er nicht voll mitmischen darf auf dem Rasen, dieser technisch begabte Mittelfeldspieler hat es leistungsmäßig einfach nicht mehr ganz gepackt. Adi Hütter vertraut schon seit längerem anderen Profis. Entsprechend ist es nur allzu logisch, dass der 29-Jährige, der 2016 für 3,7 Millionen Euro aus Guadalajara kam, schon bald in einem neuen Trikot auflaufen wird. Fabian steht kurz vor einem Wechsel in die US-amerikanische Profiliga MLS. Der Mexikaner wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Vertrag bei Philadelphia Union unterschreiben. Schon im Wintertrainingslager in den USA hatten der Mittelfeldspieler und auch der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic offen von einer baldigen Trennung gesprochen. Klubs aus Fabians mexikanischer Heimat sowie aus China sollen Interesse gezeigt haben, der Rechtsfuß entschied sich nun für ein Engagement in Nordamerika. Die Saison in den USA startet erst Anfang März, das Transferfenster ist noch bis zum 7. Mai geöffnet. Der Spielmacher hat sich bereits von seinen Teamkollegen verabschiedet und wird dieser Tage beim Klub des ehemaligen Eintracht-Torhüters Oka Nikolov in Philadelphia erwartet. Eine hohe Ablöse wird es für die Eintracht nicht geben, sie dürfte im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen.

Die Trennung freilich wird auch vom Klub begrüßt. Ein Ergänzungsspieler weniger, der den Verein Gehalt kostet. Zur Erinnerung: Schon im vergangenen Sommer sollte Fabian gehen, wurde in die Trainingsgruppe zwei abgeschoben, war sich dann mit Besiktas Istanbul einig, ehe der Wechsel in letzter Minute platzte. Also blieb der 42-fache Nationalspieler doch, betonte immer wieder, seine Chance suchen, für Einsätze kämpfen zu wollen. Bloß: Es gelang ihm nicht. Nach genau 50 Pflichtspielen für die Eintracht, acht Toren und sieben Vorlagen ist das Kapitel Fabian in Frankfurt beendet.

Auch Allan Souza wird den Klub wohl ziemlich bald verlassen. Der Dauerreservist, der in der Hinrunde nur auf vier Einsätze kam, zuletzt von einer Knieverletzung ausgebremst wurde und spätestens nach der Verpflichtung von Sebastian Rode keine Chance mehr auf Einsatzminuten hat, wird wohl in seine Heimat Brasilien zurückkehren. Fluminense soll Interesse am 21-Jährigen haben, der Leihvertrag der Eintracht mit dem FC Liverpool würde dann aufgelöst werden.

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