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Eintracht: Ex-Talent kämpft im Ausland um Spielzeit - „SGE-Abgang kein Schritt zurück“

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Von: Sascha Mehr

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Yannick Brugger, einst Profi bei Eintracht Frankfurt.
Yannick Brugger, einst Profi bei Eintracht Frankfurt. © GEPA pictures/ Philipp Brem/Imago

Ein ehemaliges Talent von Eintracht Frankfurt sucht sein Glück in Österreich und sieht den Abgang bei der SGE nicht als Rückschritt.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt sicherte sich im Sommer 2018 die Dienste von Yannick Brugger, der ablösefrei vom FC Bayern München an den Main kam. Der Innenverteidiger galt als großes Talent, das den Sprung aus der Jugend in die Bundesliga schaffen kann. Direkt nach dem Wechsel an den Main der Schock: Kreuzbandriss. Brugger fiel die gesamte Saison aus und musste sich durch die Reha zurückkämpfen. In seinem zweiten Jahr bei Eintracht Frankfurt wurde er dann aber zur festen Größe in der U19 des Klubs und verpasste lediglich ein einziges Spiel seiner Mannschaft.

Die Leistungen von Yannick Brugger in der U19 überzeugten die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt, denn der Innenverteidiger bekam seinen ersten Profivertrag. Der nächste Schreckmoment ereignete sich aber bereits in der ersten Vorbereitung mit der Bundesligamannschaft. Brugger zog sich eine Außenband- und Kapselverletzung zu und fiel mehrere Wochen aus. Zwar zeigte der Abwehrspieler nach seiner Rückkehr auf den Rasen ansprechende Leistungen im Training, für einen Bundesligaeinsatz reichte es aber nicht.

Eintracht Frankfurt: Vertrag von Brugger wurde nicht verlängert

Sein Vertrag wurde im vergangenen Sommer nicht verlängert bei Eintracht Frankfurt und Yannick Brugger zog weiter nach Österreich. Dort schloss er sich dem FC Admira Wacker Mödling an, wo er kurz zuvor in einem Probetraining überzeugte. Einen Stammplatz konnte sich der 21-Jährige aber auch in der Alpenrepublik noch nicht sichern. Von 20 möglichen Ligaspielen stand er achtmal in der Anfangsformation.

„Vom Fußball her unterscheidet sich’s nicht. Es spielen trotzdem elf gegen elf. Das Drumherum ist in Deutschland natürlich mehr. Aber da ich mein ganzes Leben in Deutschland war und auch bei großen Clubs wie Bayern und Frankfurt gespielt habe, war der Schritt nach Österreich kein Schritt zurück. Mir ging es darum, das Gelernte, was ich bisher mitnehmen konnte, am Platz umzusetzen. Deswegen fühle ich mich sehr wohl hier. Mein Ziel ist es jedes Spiel zu machen und auf so viele Einsatzzeiten wie möglich zu kommen. Ich habe es in der eigenen Hand und muss meine Leistung jede Woche selbst bestätigen. Deswegen gilt es weiter hart an mir zu arbeiten, dann sollte der Rest von allein kommen“, sagte Brugger in einem Interview auf der Webseite seines neuen Klubs.

Eintracht Frankfurt: Yannick Brugger lobt Trainer- und Funktionsteam

Lob gab es von Brugger an das Trainer- und Funktionsteam von Eintracht Frankfurt, bei der Frage nach seiner imposanten Statur und ob es gute Gene sind oder das Resultat von eiserner Disziplin ist. „Es ist eine Mischung aus meiner Disziplin und der harten Arbeit. Das kam auch erst bei meiner Reha nach dem Kreuzbandriss. Ich habe gemerkt, dass ich einfach stärker werden muss, damit solche Sache nicht mehr passieren. Letztes Jahr wurde ich von Martin Spohrer in Frankfurt gefördert und gefordert. Da habe ich echt einige Zeit damit verbracht an meinem Körper und an meinem Optimum zu arbeiten. Ich fühle mich wohl, so wie’s jetzt ist und das tut mir gut“, so der 21-Jährige.

Unterdessen steckt Eintracht Frankfurt in einer Krise. Ein Spieler bekommt aber auch jetzt keine Chance, sich zu zeigen. Verlässt er die SGE im Sommer? Außerdem schaut die SGE mit Hochspannung auf die Auslosung des Achtelfinales der Europa League. Wer wird der nächste Gegner? (smr)

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