Filip Kostic (li.) feiert Doppetorschützen Andre Silva.
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Filip Kostic (li.) feiert Doppetorschützen Andre Silva.

Klassenbuch

Eintracht Frankfurt macht alles klar - Das Klassenbuch

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Ein Sieg in seinem 500. Spiel als Cheftrainer: Adi Hütter hatte Grund zur Freude mit seiner Eintracht. Die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Die letzten Restzweifel am Liga-Verbleib hat Eintracht Frankfurt mit dem höchsten Bundesliga-Auswärtssieg in dieser Saison beseitigt. Mit 4:1 bleiben die Hessen über die Hertha Sieger. Das Klassenbuch.

Gut dabei

André Silva: Eine Klasse für sich, traf per Hacke zum 2:1 und per Spannstoß zum 4:1. Schon zehn Treffer jetzt, sechs nach der Corona-Pause, 14 insgesamt. Tadellos.

Daichia Kamada: Seine Vorarbeit zum 2:1 war zum Zungeschnalzen. Wackelte drei Berliner auf dem Bierdeckel aus und legte mustergültig ab zu Silva. Großes Kino. Auch sonst spielfreudig, kaum zu stoppen. Einfach gut.

Danny da Costa: Wieso nur durfte er so lange nicht spielen? Mit Druck nach vorne, scharfe, schnittige Flanken, schon nach wenigen Minuten einmal gefährlich vorne. Bereitete das 3:1 vor, erstaunliche Vorstellung.

Dominik Kohr: Wird immer wertvoller, in dieser Verfassung aus dem Team gar nicht wegzudenken. Fleißig, hart, unerbittlich, und auch mit Impulsen in der Offensive. Runde Sache.

Evan Ndicka: Einmal wackelte er gegen Ibisevic, aber nur einmal. Ansonsten total ruhig und abgeklärt, immer Herr der Lage. Und; Mit dem vorentscheidenden 3:1, ein perfekter Linksschuss.

David Abraham: Alter schützt vor Leistung nicht. Der Kapitän ließ mal gar nichts anbrennen, kochte die Berliner mit Zweikampfhärte und Schnelligkeit ab.

Ganz okay

Bas Dost: Musste viel einstecken, bekam einiges auf die Socken. Ließ sich nicht entmutigen, natürlich nicht, nicht mit 31 und so viel Erfahrung und dieser Statur. Machte den wichtigen Ausgleich akrobatisch, das war nicht so einfach. Ansonsten ohne durchschlagende Aktionen.

Eintracht Frankfurt siegt gegen Hertha BSC: Drei Punkte aus der Wundertüte dank Daichi Kamada und Andre Silva

Kevin Trapp: Hielt zwei, drei Bälle sicher, die er halten musste. Kaum geprüft. Mit guter Ausstrahlung, ein Rückhalt.

Makoto Hasebe: Eigentlich mit einer guten, reifen Darbietung,, aber seine persönliche Fehlerkette vor dem 0:1 schmälert den Gesamteindruck. Spielte da erst einen Fehlpass, anschließend gleich zweimal zu unentschlossen. Zack, 0:1. Dumm gelaufen.

So lala

Djibril Sow: Im ersten Abschnitt mit einigen merkwürdigen Aktionen, fiel einmal in aussichtsreicher Position vor Hertha-Keeper Jarstein einfach um. Nicht sehr präzise in seinen Zuspielen. Steigerte sich, bekam häufiger einen Fuß dazwischen, mit seiner Laufstärke im zweiten Abschnitt als Abfangjäger nicht unwichtig.

Lucas Torro: Solider Dienst als Abräumer, ohne nennenswert in Erscheinung zu treten. Zur Halbzeit einer offensiveren Grundordnung zum Opfer gefallen. Passiert.

Filip Kostic: Komischer Auftritt, schlampig, ungenau, mit Mängeln in der Ballverarbeitung. Kennt man so nicht. Nicht bissig genug. Läuft seiner Form hinterher.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Sonderlob

Stefan Ilsanker: Kam, um den Sieg über die Zeit zu schaukeln, nutzte aber die paar Minuten, um eine Duftmarke zu setzen: Mit einem Traumpass zu Silva vor dem 4:1. Geht doch.

Zu spät gekommen

Jonathan de Guzman, Timothy Chandler, Mijat Gacinovic (dur)

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