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Steht auf rechts in direkter Konkurrenz zu seinen guten Kumpels Timothy Chandler und Danny da Costa: Erik Durm.
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Steht auf rechts in direkter Konkurrenz zu seinen guten Kumpels Timothy Chandler und Danny da Costa: Erik Durm.

SGE

Erik Durm bei Eintracht Frankfurt: „Sehe mich nicht als offensiven Außenbahnspieler“

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht-Profi Erik Durm sieht sich in der Defensive besser aufgehoben und will das eigene Tor schützen.

Frankfurt - Das mit dem Toreschießen ist so eine Sache, man kann es offenbar verlernen. Erik Durm zum Beispiel, rechter Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt und, ehe man es vergisst, Weltmeister von 2014 (ohne gespielt zu haben), will daran am liebsten gar nicht erinnert werden. „Ich bin keiner, der bis zur Torauslinie marschiert, zehn Tore schießt und 15 Assists liefert“, sagt er.

Dabei war der mittlerweile 29-Jährige einmal Rechtsaußen, in der A-Jugend sogar torgefährlich. Für den 1. FC Saarbrücken ist er mal Torschützenkönig in der Regionalliga geworden, beim FSV Mainz 05 vor zehn Jahren kam er in 25 Spielen auf stolze 16 Treffer. So ganz fremd kann ihm dieses Gefühl also nicht sein, es liegt halt nur schon lange zurück, „war in der Jugend“, sagt er.

Erik Durm will das Tor von Eintracht Frankfurt schützen

Heute sieht Erik Durm sein Job-Profil in erster (und zweiter) Linie darin, „unser Tor zu schützen“. Er empfindet sich als Defensivspieler, als einer, der für Sicherheit und Stabilität sorgt. Sein Augenmerk ist nach hinten gerichtet, die Zahlen sagen nichts anderes: In seiner gesamten Profikarriere, die nach Stationen bei Borussia Dortmund, Huddersfield in England und Eintracht Frankfurt auch schon elf Jahre geht, hat er fünf Tore markiert, fünf. Das letzte (und einzige für die Hessen) übrigens in jenem beeindruckenden Wildwest-Spiel gegen den VfL Wolfsburg (4:3) mit dem aktuellen Eintracht-Trainer Oliver Glasner auf der anderen Seite.

Erik Durm weiß natürlich, dass er offensiv nicht halb so gefährlich ist wie auf der anderen Seite Filip Kostic. Er wolle künftig versuchen, ebenfalls „offensiv anzukurbeln“, sagt Durm, er erklärt aber auch, er werde die Position am rechten Flügel nicht viel anders interpretieren können als in der gerade abgelaufenen Runde: „Ihr werdet keinen anderen Erik Durm sehen“, sagt er am Donnerstag nach einer Trainingseinheit, die in erster Linie der Verbesserung der Fähigkeiten im Fußballtennis galt. „Ich sehe mich nicht als offensiven Außenbahnspieler.“

Erik Durm bei Eintracht Frankfurt: „Bin kein Kostic“

Insofern findet er etwaige Vergleiche mit Filip Kostic auch nicht unfair, der dynamische Serbe sei ein anderer Spielertyp als er, „ein Ausnahmespieler, wir sind froh, ihn zu haben“. So wie Kostic freilich werde er nie spielen können. Durm ist klug genug, sich auf seine Stärken zu besinnen und nicht Dinge zu probieren, die er weniger gut kann.

Das kann ihn freilich den Platz im Team kosten am rechten Flügel. Timothy Chandler, Almamy Touré (derzeit verletzt), vor allem aber Danny da Costa scharren mit den Hufen, stehen in unmittelbarer Konkurrenz zum zweifachen Familienvater. Davor ist Durm nicht bange, Konkurrenz ist gut fürs Geschäft, außerdem „habe ich mit Timmy und Danny zwei Freunde für diese Position. Der bessere von uns soll spielen und die anderen unterstützen ihn.“

Erik Durm benötigte bei Eintracht Frankfurt einen langen Anlauf

Ohnehin hält Erik Durm, der bei Eintracht Frankfurt einen langen Anlauf benötigte, um sich in die Mannschaft zu spielen, große Stücke auf den aktuellen Kader. Die Mannschaft sei so gut wie die aus der vergangenen Saison, „wenn nicht sogar besser“, sagt der 29-Jährige.

Trotz des Abgangs des 28-Tore-Mannes André Silva „sind wir mindestens ebenbürdig“. Man habe „ein paar gute Jungs dazu bekommen.“ Jesper Lindström zum Beispiel, doch der konnte gestern beim Training nur leichte Laufübungen absolvieren, zudem fehlten Sebastian Rode (Kniereizung), Filip Kostic (Erkältung) und Ajdin Hrustic (Corona).

Erik Durm möchte noch keine großen Saisonziele formulieren

Große Saisonziele möchte Erik Durm noch nicht formulieren, das sei Sache der Chefs. Aber vorne sollte Eintracht Frankfurt schon mitspielen, selbst wenn die Dreifachbelastung sicherlich an den Kräften zerren wird. Gerade auf die Spiele in der Europa League freut sich der gebürtige Pirmasenser. Er jedenfalls gehe „optimistisch“ in die Runde, auch weil der neue Coach Glasner zwar nicht „megagroß“ viel geändert hätte, aber doch sehr auf die Details achtet. „Er ist sehr, sehr kommunikativ, erklärt genau, was, wie und warum wir was machen sollen“. Und er habe einen genauen Plan, wie Eintracht Frankfurt die kommenden Aufgaben schulten soll. Auf Tore von Erik Durm baut er eher nicht. (Thomas Kilchenstein)

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