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Jonny Evans (l) von Leicester City und Sebastien Haller von West Ham United in Aktion.

SGE

Haller, Willems und Co.: So läuft die Saison für die SGE-Abgänge

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Einige Akteure haben Eintracht Frankfurt vor der laufenden Saison  verlassen. So läuft es für sie bei ihren neuen Vereinen.

  • Eintracht Frankfurt mit einigen Abgängen im Sommer
  • Entwicklung bei neuen Vereinen ganz unterschiedlich
  • Einige Spieler überzeugen bei neuem Arbeitgeber

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hatte nach der Saison 2018/19 einige Abgänge zu verzeichnen. Wir geben einen Überblick, wie die aktuelle Saison für die Ex-SGE-Spieler bei ihren neuen Vereinen läuft.

Luka Jovic (Real Madrid): Der Traum vom Wechsel zum spanischen Top-Club ist für Jovic mittlerweile zum Alptraum geworden. Zu keiner Zeit konnte er an seine bei Eintracht Frankfurt gezeigten Leistungen anknüpfen und gilt bei Fans und Medien bereits als teurer Fehleinkauf. In den letzten drei Spielen stand der Serbe nicht einmal mehr im Kader von Real Madrid. Vieles deutet auf eine Trennung im Sommer hin, sollte beim Stürmer nicht plötzlich doch noch eine Leistungsexplosion stattfinden. Interesse zeigt der italienische Verein SSC Neapel.

Eintracht Frankfurt: Ante Rebic überzeugt in Mailand

Ante Rebic (AC Mailand): Ähnlich wie bei Luka Jovic, hatte auch sein ehemaliger Sturmpartner Rebic einen schlechten Start bei seinem neuen Verein, dem AC Mailand. In der Hinrunde kam er ausschließlich auf Kurzeinsätze und absolvierte keine Partie über die vollen 90 Minuten. Seit Beginn des neuen Jahres dreht der Kroate aber mächtig auf und wirkt wie ausgewechselt. In acht Serie A-Spielen gelangen ihm beeindruckende sechs Treffer. Ante Rebic ist angekommen in Mailand und mittlerweile eine feste Größe beim Traditionsclub.

Sebastien Haller (West Ham United): Der Franzose wollte zu einem Top-Club nach England wechseln - es wurde aber nur West Ham United. Mit den „Hammers“ kämpft Haller um den Klassenerhalt in der Premier League. Für den Angreifer selbst läuft es dagegen sehr ordentlich. Sieben Treffer in einem schwachen Team zu erzielen ist aller Ehren wert. Ob Sebastien Haller auch in der kommenden Spielzeit bei West Ham United spielen wird, bleibt abzuwarten. Der Stürmer hat bekanntlich höhere Ansprüche, als gegen den Abstieg zu kämpfen.

Max Besuschkow (Jahn Regensburg): Der Mittelfeldspieler hatte bei Eintracht Frankfurt keine Perspektive mehr und versuchte sein Glück eine Liga tiefer. Beim Jahn ist Besuschkow unumstrittener Stammspieler und erzielte bereits vier Treffer. Der Wechsel in die 2. Liga hat sich für den 22-Jährigen ausgezahlt.

Eintracht Frankfurt: Falette in Istanbul nur auf der Bank

Simon Falette (Fenerbahce Istanbul): Wegen mangelnder Spielpraxis zog es den Innenverteidiger in der Winterpause in die Türkei. In der Liga kam Falette auf einen einzigen Einsatz, die restlichen Spiele saß er 90 Minuten auf der Bank. Zumindest im türkischen Pokal durfte der Franzose mitwirken. Zufrieden sein dürfte er mit seinem Start in Istanbul aber keinesfalls.

Branimir Hrgota (Greuther Fürth): Bei Eintracht Frankfurt war kein Platz mehr im Kader für den Schweden, also schloss er sich der SpVgg. Greuther Fürth an und macht das, wofür ihn der Zweitligist holte: Tore schießen. In 23 Spielen erzielte er neun Treffer und bereitete weitere vier vor. Hrgota ist Leistungsträger und Führungsspieler bei den Franken. Der 27-Jährige scheint endlich bei dem für ihn passenden Verein angekommen zu sein.

Rodrigo Zalazar (Korona Kielce): Nach seinem Wechsel aus Spanien zur SGE wurde er direkt nach Polen weiterverliehen, ohne auch nur eine Minute für Eintracht Frankfurt auf dem Platz gestanden zu haben. Bei Kielce sollte der U20-Nationalspieler Spielpraxis sammeln, doch das durfte er zunächst ausschließlich bei der Reservemannschaft. Erst Seit Anfang März scheint er richtig angekommen zu sein bei den Profis. In den letzten zwei von drei Partien stand er in der Startelf.

Marc Stendera (Hannover 96): Das Urgestein von Eintracht Frankfurt verließ seinen Stammverein, um in der zweiten Liga auf mehr Einsätze zu kommen. Sein Start in Niedersachsen verlief vielversprechend, doch das letzte Spiel über 90 Minuten absolvierte der Mittelfeldspieler Mitte Oktober. Seitdem wurde er entweder ein- oder ausgewechselt. Die letzten beiden Spiele saß er die komplette Spielzeit auf der Bank. 

Eintracht Frankfurt: Blum Leistungsträger in Bochum

Danny Blum (VfL Bochum): Für den Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison bereits nach Spanien verliehen war, erwies sich der Wechsel nach Bochum als echter Glücksfall. In 25 Spielen erzielte er neun Treffer und bereitete elf Tore vor. Beim VfL ist er unangefochtener Stammspieler und Führungsperson. Danny Blum ist nicht mehr wegzudenken aus Bochum. 

Jetro Willems (Newcastle United): Der Niederländer schlug in England ein und wurde von Beginn an zum Stammspieler bei den „Magpies“. Sein Highlight der Saison war sicherlich sein spektakuläres Traumtor gegen Manchester City. Der auf Leihbasis in Newcastle spielende Willems zog sich Mitte Januar aber eine Horrorverletzung zu: Kreuzbandriss. Die Saison ist für ihn gelaufen und es ist unklar, ob die Engländer die vereinbarte Kaufoption ziehen werden, oder ob der Abwehrspieler zurück zu Eintracht Frankfurt muss.

Tuta (KV Kortrijk): In der belgischen ersten Liga zeigte der 20-Jährige Innenverteidiger starke Leistungen und hat sich nach leichten Anpassungsschwierigkeiten einen Stammplatz erkämpft. Seit Mitte November verpasste er keine Minute in Pflichtspielen und konnte kürzlich sogar sein erstes Saisontor erzielen.

Von Sascha Mehr

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