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Trapp in Topform, Kostic scheitert - Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik

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Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

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Eintracht Frankfurt macht den Bayern lange das Leben schwer, zu etwas Zählbaren reicht es allerdings nicht. Die Eintracht-Profis im Klassenbuch.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt unterliegt dem FC Bayern München im Topspiel der Fußball-Bundesliga am Samstagabend denkbar knapp mit 0:1. Die Spieler der SGE in der Einzelkritik:

Eintracht Frankfurt gegen Bayern München: Gut dabei

Kevin Trapp: Gegen die Bayern läuft er zu großer Form auf, musste er auch dieses Mal tun. Lieferte sich fast ein Privatduell mit Robert Lewandowski, wehrte ein halbes Dutzend bester Möglichkeiten ab, warf sich in die Schüsse ohne Rücksicht auf Verluste. Einmal schwer am Kopf getroffen aus Nahdistanz, steckte er weg. Ein echter Kapitän.

Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: Ganz okay

Martin Hinteregger: Findet langsam wieder zur Form zurück, haute sich dazwischen, resolut in den Zweikämpfen. Konnte das 0:1 durch Leroy Sané nicht verhindern, da kam er ein paar Schritte zu spät.

Evan Ndicka: Rettete einmal per Kopf artistisch auf der Linie (53.), hatte Serge Gnabry gut im Griff. Zweikampfstark, verbiss sich in die Duelle, gewann auch die meisten (71 Prozent) und hatte die meisten Ballkontakte (65) aller Frankfurter Profis.

Verbissen, aber erfolglos gekämpft: Borré im Duell mit Hernandez. Foto: AFP
Verbissen, aber erfolglos gekämpft: Borré im Duell mit Hernandez. © AFP

Tuta: Räumte vieles ab, stellte hier noch mal einen Fuß rein, bekam dort sein Bein in den Pass. Kämpfte aufopferungsvoll, teilweise frech am Ball. Rückte vor dem 0:1 zu früh raus, öffnete damit die Gasse für den Pass von Joshua Kimmich. Das war nicht gut. Trotzdem bescheinigte ihm Trainer Oliver Glasner, eine „phantastische Leistung“ gezeigt zu haben.

Eintracht Frankfurt gegen Bayern München - Die Einzelkritik: So lala

Djibril Sow: Musste furchtbar viele Löcher stopfen, schaffte er natürlich nicht. Lief von Pontius zu Pilatus, oft umsonst und vergebens. Im zweiten Abschnitt auch mal öfter mit dem Ball am Fuß.

Jesper Lindström: Undankbare Aufgabe, als Spitze gegen den Schrank Süle zu spielen. Lief viel, versuchte einiges, vor allem dank seiner Schnelligkeit. An der größten Chance durch Kostic direkt beteiligt, legte prima auf.

Ajdin Hrustic: Anfangs sehr zerfahren, unstet, stocherte oft nur nach dem Ball, ohne klare Linie. Steigerte sich enorm im zweiten Abschnitt, da inszenierte er einige der wenigen Angriffe.

Danny da Costa: Hatte einen sehr schweren Stand gegen den flinken Kingsley Coman, sah oft die Hacken des Franzosen. Gab aber nie auf. Auch er in der zweiten Halbzeit mutiger, ohne zu glänzen.

Rafael Borré: Kam eine halbe Stunde vor Schluss, brachte noch mal ein bisschen frischen Wind, ohne viel zu bewirken.

Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik: Schwächelnd gegen Bayern München

Filip Kostic: Vergab die beste und einzige klare Chance schon nach sechs Minuten. Spielte irgendwie gehemmt, spielte ab, wenn er hätte schießen können. Kam nicht so wirklich ins Laufen, hinkt seiner überragenden Form hinterher.

Ansgar Knauff: Erster Einsatz von Anfang an, ausgerechnet gegen die Bayern. Versuchte einiges dank seines Tempos, konnte sich aber nie entscheidend durchsetzen. Heizte einmal das Publikum an, seine auffälligste Leistung.

Christopher Lenz: Keine gute Partie. Spielte eine Menge Bälle direkt in die Füße der Bayern, gerade in der ersten Halbzeit, egal ob in Bedrängnis oder nicht. Schoss in der zweiten Halbzeit einmal uninspiriert aufs Tor. Das war’s.

Zu spät gekommen

Jens Petter Hauge, Daichi Kamada, Sam Lammers (kil/dur)

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