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Aymen Barkok

Eintracht Frankfurt: Aymen Barkok - Ausgebremst zur Unzeit

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Ausgerechnet der durchgestartete Eintracht-Profi Barkok fällt nach positivem Corona-Test aus.

  • Aymen Barkok war bei Eintracht Frankfurt auf dem Weg zum Stammspieler.
  • Jetzt fällt der Offensivspieler wegen eines postiven Corona-Befunds erst mal aus.
  • Trainer Adi Hütter ist auf der Suche nach Alternativen.

Es gibt ja selten einen geeigneten Zeitpunkt, wenn ein Spieler einem Klub nicht zur Verfügung steht. Aber im Falle des jetzt positiv auf Covid-19 getesteten Fußballers Aymen Barkok wiegt der Ausfall für Eintracht Frankfurt und für den 22-Jährigen besonders schwer. Denn Barkok, der Junge aus der Frankfurter Nordweststadt, war gerade richtig gut in Schuss, war, wie Sportdirektor Bruno Hübner am Dienstag am Rande des Trainings beim Bundesligisten sagte, just „vom Einwechselspieler zum Stammspieler“ gewachsen. „Das ist total ärgerlich, total hart, für uns und für Aymen.“

Auf ihn muss die Eintracht verzichten: Aymen Barkok (links).

Eintracht Frankfurt: Zweiter Covid-19-Fall in kurzer Zeit

Barkok hatte am trainingsfreien Montag über Kopfschmerzen geklagt, der vorsichtshalber sofort durchgeführte PCR-Test ergab einen positiven Befund. Der offensive Mittelfeldspieler hat sich daraufhin in Quarantäne begeben und fällt für die Auswärtspartie am Samstag bei Union Berlin definitiv aus. Da Barkok laut Mitteilung der Eintracht-Pressestelle „aufgrund einer privaten Verpflichtung“ vom Sonntagstraining freigestellt gewesen sei, habe er „keinen Kontakt zum Team“ gehabt, so dass für den Rest der Mannschaft kein erhöhtes Infektionsrisiko bestanden habe. Am Freitag vor dem Leipzig-Spiel war Barkok noch negativ getestet worden. Es ist binnen kurzem der zweite Covid-19-Fall bei Eintracht Frankfurt, auch Amin Younes war positiv getestet worden. Er hatte sich laut Hübner bei seinen Eltern angesteckt und musste 14 Tage in Quarantäne. Der Neuzugang soll am Donnerstag wieder ins Training einsteigen, sollten seine beiden Tests in dieser Woche negativ ausfallen.

Aymen Barkok bekommt Lob von Trainer Adi Hütter

Wo sich Aymen Barkok angesteckt haben könnte, teilte der Klub nicht mit. Der gebürtige Frankfurter war während der Länderspielpause mit der Auswahl Marokkos auf Dienstreise, sein Land spielte zwei Qualifikationsspiele um den Afrika-Cup gegen die Zentralafrikanische Republik; in beiden Partien, die Marokko mit 4:1 und 2:0 gewann, stand Barkok auf dem Rasen.

Der Ausfall des Dribblers trifft die Hessen insofern, weil sich Barkok, wie Trainer Adi Hütter am Dienstag im Anschluss an das im vereinseigenen Fernsehen live übertragene Training sagte, „in einer sehr, sehr guten Verfassung“ präsentiere. „Er fehlt uns als erfrischendes Element, er fehlt uns mit seiner Unbekümmertheit“, stellte der Fußballlehrer heraus. Barkoks Unberechenbarkeit, seine Fähigkeit, einen Gegenspieler auszudribbeln, hat der Eintracht gut getan. Endlich musste das Frankfurter Spiel nicht mehr so linkslastig sein, lag nicht alle Last auf den Schultern eines Filip Kostic.

Eintracht Frankfurt: Sebastian Rode trainiert wieder

Dazu kommt, dass es Barkok war, der am Samstag gegen RB Leipzig erstmals seit Dezember 2016 wieder ein Tor für die Eintracht erzielte: In 50 Bundesligapartien hat der 22-Jährige bislang drei Tore geschossen, in dieser Saison zudem zwei Vorlagen geliefert.

Und der schnelle Mann schien durch seine starken Leistungen endlich die Probleme auf dem rechten Flügel gelöst zu haben, zumindest fürs erste. Zuletzt hatte die Eintracht mit der Besetzung dieser Seite nicht so viel Glück, alle Kandidaten erwiesen sich als wenig durchschlagskräftig, sei es Danny da Costa, der seinen Stammplatz dort schon länger eingebüßt hat, sei es Almamy Touré, der Wankelmütige, oder Timothy Chandler. Barkok, der nach zweijähriger Leihe an Fortuna Düsseldorf als gereifter, erwachsener Spieler im Sommer zurückgekommen war, habe durch seine „positiven Impulse“ der Mannschaft sehr geholfen, lobte Sportdirektor Hübner.

Eintracht Frankfurt: Wer ersetzt Aymen Barkok?

Nun wird sich Trainer Adi Hütter Gedanken machen müssen, wer Barkok in Berlin ersetzt. Amin Younes wäre eine Möglichkeit, allerdings dürfte er, der ohnehin körperliche Defizite aufzuholen hat, nach seiner zweiwöchigen Trainingspause keine Option für die Startelf sein. Steven Zuber, der Filip Kostic auf links mehr schlecht als recht vertreten hatte, wäre ebenso ein Kandidat, wenn das Hütter nicht eigentlich ausgeschlossen hätte. Blieben Touré, da Costa oder Chandler, die allesamt derzeit nicht allerbeste Karten beim Trainer haben.

Ohnehin stellt sich die Frage, mit welcher taktischen Ausrichtung die Eintracht in Köpenick antreten könnte in einem Spiel, das „beinhart“ wird, wie Hütter glaubt. Kehrt er zur Dreierkette und zwei Angreifern zurück? Dann könnte sogar Erik Durm den rechten Flügel alleine beackern. Oder probiert es der Coach erneut mit der etwas stabileren Leipzig-Variante? Immerhin: Sebastian Rode hat seine Gesäßmuskelblessur überwunden und ist wieder im Training. Kein schlechter Zeitpunkt.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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