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Die UEFA hat eine Choreo beim Spiel Eintracht Frankfurt gegen Salzburg verboten.

Verbot der Choreo

Eintracht-Vorstand Hellmann kritisiert das Choreographie-Verbot der Uefa

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  • Thomas Kilchenstein
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Die Fans von Eintracht Frankfurt dürfen im Spiel gegen Salzburg ihre geplante Choreographie nicht zeigen. Das sagt Eintracht-Vorstand Axel Hellmann dazu.

  • Die Fans von Eintracht Frankfurt dürfen im Spiel gegen Salzburg ihre geplante Choreographie nicht zeigen
  • Stadt Frankfurt, Polizei und Feuerwehr hatten zuvor grünes Licht für die Choreo gegeben
  • SGE-Vorstand Axel Hellmann kritisiert die Entscheidung der Uefa vor dem Spiel deutlich

Der Frankfurter Vorstand Axel Hellmann hat unmittelbar vor dem Sechzehntelfinalhinspiel gegen den FC Salzburg „deutliche Kritik“ an der Entscheidung der Uefa geübt, die geplante Choreographie der Eintracht-Fans unter anderem mit 20 000 Wunderkerzen zu verbieten. „Das ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagte Hellmann. „Handelsübliche Wunderkerzen sind keine Pyrotechnik.“

Eintracht Frankfurt: SGE-Vorstand Hellmann versteht Verbot der Uefa nicht

Das Verbot der Uefa könne er auch deswegen nicht verstehen, weil die nationalen Sicherheitsorgane, nämlich Stadt Frankfurt, Polizei und Feuerwehr, grünes Licht für das Spektakel vor dem Anpfiff gegeben hatten. Damit hat sich der europäische Verband über die Entscheidung der hessischen Behörden gesetzt. Das verwunderte und ärgerte den Funktionär, er verwies auf Praktiken etwa beim Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt in der Europa League bei Lazio Rom, als Anhänger, aber auch Offizielle der Eintracht unter den Auflagen der nationalen Behörden hatten „leiden müssen“. Damals sah die Uefa keine Veranlassung, einzugreifen.

Eintracht Frankfurt hatte am Mittwoch bereits einen geharnischten Brief an die Uefa geschrieben, in dem noch einmal das Unverständnis der Frankfurter über diese einsame Entscheidung formuliert worden war.

Eintracht Frankfurt: Mögliche Probleme im zukünftigen Zusammenspiel mit den Fans

Eintracht Frankfurt sieht durch diesen Beschluss Probleme im zukünftigen Zusammenspiel mit den Fans aufkommen. Dabei gehe es um Glaubwürdigkeit. Man versuche, mit den Anhängern in einem konstruktiven Dialog zu bleiben, ermahne sie, den regelkonformen Weg einzuschlagen - und dann „stehen wir als Klub nach solch einer Entscheidung ohne Hosen und Strümpfe da“, sagte Hellmann. Dieses Uefa-Urteil gehe an „Sinn und Zweck der Regeln“ vorbei.

Hellmann brachte die deutliche Kritik an, obwohl der ganze Abend unter dem Eindruck der entsetzlichen Ereignisse von Hanau stand. Eintracht Frankfurt und der FC Salzburg trugen im Spiel einen Trauerflor, vorher gab es eine Schweigeminute. Auch andere deutsche Klubs gedachten vor ihren Begegnungen der Toten von Hanau. „Das ist ein bewegender Tag. Hanau ist eine Hochburg von Eintracht-Fans, auch mit Migrationshintergrund“, sagte Axel Hellmann, der es als „überragend“ empfand, dass die Initiative der Eintracht, einen Trauerflor zu tragen, beim Gegner aus Österreich und anderen deutschen Klubs Nachhall gefunden hatte.

Von Ingo Durstewitz und Thomas Kilchenstein

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