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Präsentiert sich bisher sehr stabil: der Frankfurter Verteidiger Tuta (links). dpa
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Präsentiert sich bisher sehr stabil: der Frankfurter Verteidiger Tuta (links). dpa

SGE

Eintracht-Aufsteiger Tuta: „Champions League wäre wie ein Titel“

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Eintracht-Profi Tuta über seinen persönlichen Aufstieg, den Traum von der Champions League, den Einfluss von Ben Manga auf seine Karriere und Martin Hinteregger als Hubschrauberpilot.

Frankfurt - Seit mehr als zwei Jahren steht Lucas Melo, 21, genannt Tuta, bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag, nach dem Winterabgang von David Abraham hat er sich in der Dreierabwehrkette als Stammkraft etabliert. Tuta, verheiratet, scheint glücklich im Hessenland, der Brasilianer lebt seinen Traum vom Profidasein in Europa, und die deutsche Sprache beherrscht er mittlerweile auch recht manierlich.

Er lerne viel, sagt er am Mittwoch bei einer virtuellen Presserunde, und schiebt hinterher: „Ich spreche ein bisschen Deutsch“. Fluchen sei dabei überhaupt kein Problem, so Tuta: „Scheiße!“ Er lacht in die Kamera. Ansonsten beantwortet er die Fragen der Reporter:innen lieber in seiner Muttersprache, die Übersetzung folgt von Dolmetscher Stéphane Gödde. Dabei spricht Tuta über...

Eintracht Frankfurt: Tuta nimmt Stellung zum Saisonendspurt

...den gerade beendeten Kurzurlaub vor dem Saisonendspurt: Es war natürlich schwierig, wegen Corona etwas zu unternehmen. Aber ich habe viel Zeit mit meiner Frau verbracht, wir haben kleine Spaziergänge gemacht, solche Sachen halt.

...seine persönliches Fazit der bisherigen Saison: Ich glaube, dass die gesamte Saison für mich sehr zufriedenstellend verlaufen ist. Ich habe Geduld bewahrt, hart gearbeitet, und ich wusste, dass meine Chance kommen würde. Und dann kam sie ja auch, weil David Abraham nach Argentinien gegangen ist.

...den Kontakt zu Ex-Kapitän Abraham: Er verfolgt natürlich unsere Spiele und kommentiert das Geschehen. Mir gibt er ab und an Feedback und sagt, dass ich genauso weitermachen soll. Aber natürlich soll er jetzt auch mal sein Leben genießen (lacht).

...den Eindruck, dass ihn auf dem Platz trotz seiner jungen Jahre wenig aus der Ruhe bringen kann: Um ehrlich zu sein, versuche ich das nach außen nur so darzustellen. Natürlich mache ich mir auch meine Gedanken, habe ein Innenleben, Emotionen, eine positive Anspannung. Ich versuche, dies nur nicht nach außen zu tragen und mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren.

Eintracht Frankfurt: Tuta will unbedingt spielen

...seine kleine Leistungsdelle in den vergangenen Spielen und den Bankplatz gegen Leverkusen: Jeder Spieler muss auf alle Eventualitäten gefasst sein. Gegen Leverkusen war es die Entscheidung des Trainers, wir haben uns ausgetauscht und es war für mich in Ordnung. Es war eine harte, intensive Woche mit drei Spielen, da wollte er auch rotieren und jedem Spieler das Vertrauen schenken. Natürlich biete ich mich weiterhin an und möchte gerne spielen.

...das Heimspiel am Sonntag gegen Mainz: Wir wollen drei Punkte holen, das ist völlig klar, aber wir wollen auch spielerisch überzeugen und dann erfolgreich die Saison abschließen.

...eine mögliche Qualifikation für die Champions League: Junge brasilianische Fußballer träumen fast immer davon, nach Europa zu gehen, um dort in den großen Wettbewerben zu spielen. Zum Glück habe ich viele meiner Träume schon erreicht: Ich spiele in Europa regelmäßig bei einem großen Verein. Die Krönung unserer Saison wäre natürlich die Champions League, das wäre wie ein Titel.

...die Punkte, in denen er sich verbessern kann: In puncto Aggressivität, auch im Stellungsspiel geht auf jeden Fall noch etwas, vielleicht auch bei Kopfballduellen. Man muss immer kritikfähig sein und an seinen Schwächen arbeiten.

Eintracht Frankfurt: Tuta über seinen Wechsel zur SGE

...den Einfluss des Frankfurter Kaderplaners Ben Manga auf seinen Wechsel zur Eintracht: Er war damals der Ansprechpartner Nummer eins, der Brückenbauer für meinen Wechsel. Er hatte mich schon zwei Jahre im Vorfeld begleitet, und mir einen Eindruck vermittelt, was in Frankfurt auf mich zukommen wird. Auch heute noch haben wir einen regen Austausch, er gibt mir Rückmeldungen zu meinem Spiel.

...seinen Teamkollegen und angehenden Hubschrauberpiloten Martin Hinteregger, dessen Flugkünste er vor einigen Monaten selbst live bestaunen konnte: Beim Start ist ein wenig Angst dabei gewesen. Aber es war neben Hinti auch ein Profipilot an Bord, wir waren nicht auf uns allein gestellt. Sobald wir im Hubschrauber saßen, gab es kein Zurück mehr. Es war eine super Erfahrung, und ich bin mir sicher: Hinti ist auf dem besten Weg, ein großer Hubschrauberpilot zu werden (lacht).

Aufgezeichnet von Daniel Schmitt

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