Da greifst du dir doch an den Kopf: Simon Falette kann es nicht glauben, Eintracht Frankfurt verliert gegen Bayern München.
+
Simon Falette soll die Eintracht verlassen.

Wechselspiele bei der Eintracht

Eintracht: Hrustic meldet sich zu Wort - Falette nach Hannover?

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
    schließen

Einer will kommen, ein anderer gehen, manch einer kann sich nicht entscheiden: Die Wechselspiele bei Eintracht Frankfurt.

Auf doch eher ungewöhnliche Art und Weise hat der umgarnte Offensivspieler Ajdin Hrustic das Interesse der Frankfurter Eintracht an ihm bestätigt und gleichzeitig einen ernsthaften Konkurrenten ins Gespräch gebracht. Der 24 Jahre alte Profi des FC Groningen kam nämlich auf die gute Idee, der anerkannten australischen Digitalplattform „The World Game“ ein kleines Interview zu geben, in dem der Australier mit bosnischen Wurzeln frank und frei über seine Zukunft plauderte. Die liegt ihm zufolge nicht mehr in den Niederlanden, sondern im benachbarten Deutschland. „Ich bin bereit für eine neue Herausforderung, und die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt“, sagte Hrustic und verriet, dass er auch beim 1. FC Köln hoch im Kurs steht. „Es wird einer der beiden Vereine“, befand der Rechtsaußen mit dem linken Fuß. „Wir sprechen von zwei großartigen Klubs. Eine solche Entscheidung treffen zu müssen, ist ein tolles Problem.“

Die Ablöse wird auf rund eine Million Euro taxiert, Hrustic ist in Groningen noch ein Jahr gebunden, dem holländischen Verein hat er aber klar mitgeteilt, dass er gehen möchte und das auch tun wird. „Außer Groningen akzeptiert das Angebot nicht. Man weiß im Fußball nie. Ich hoffe aber auf eine schnelle Einigung.“ In Frankfurt haben sie das öffentlichen Vorpreschen des Spielers, der mit der nicht allzu dringlichen Empfehlung von fünf Toren in 66 Ligaspielen wirbt, mit einiger Verwunderung zur Kenntnis genommen.

Trotzdem würden die Hessen den dreifachen australischen Nationalspieler gerne holen, gelten als Favorit im Rennen. Das finanzielle Risiko ist überschaubar, und Wunderdinge erwartet niemand vom früheren Schalker Jugendspieler. Er würde Zeit zur Eingewöhnung bekommen und behutsam aufgebaut werden, er ist keiner für das Soforthilfe-Programm. Die Eintracht-Verantwortlichen sehen den technisch guten, aber nicht sonderlich schnellen Akteur übrigens eher zentral im Mittelfeld als auf den Außen. In Köln hätte Hrustic sicher größere Chancen, schnell auf Einsätze zu kommen. In der Offensive sind die Rheinländer dünn besetzt, FC-Manager Horst Heldt kennt den Freistoßspezialisten noch aus seiner Schalker Zeit. „Es ist nicht so, dass ich den Namen noch nie gehört habe“, sagte Heldt grinsend.

Eintracht-Verteidiger Simon Falette wird was finden

Einen anderen zieht es weg aus Frankfurt, der Franzose Simon Falette will den Klub unbedingt verlassen, und die Eintracht würde ihm keinen Stein in den Weg rollen. Der erfahrene 28-Jährige wird mit ziemlicher Sicherheit einen Verein finden, denn der Innenverteidiger hat seine Befähigung auf sehr ordentlichem Niveau bereits nachgewiesen, auf ihn ist Verlass.

Fenerbahce Istanbul, wohin er Anfang des Jahres verliehen wurde, ist weiterhin interessiert, sondiert aber noch den Markt. Der im Team beliebte Falette würde gerne in die Türkei zurückkehren, seine Familie lebt weiterhin in Istanbul, aber das Geschäft ist hart und unwägbar, und wenn es nicht klappen sollte, dann zieht der Nationalspieler Guineas eben weiter.

Vielleicht nach Hannover? Beim Zweitligisten steht der Linksfuß weit oben auf der Prioritätenliste, gilt als Wunschkandidat der Niedersachsen. Doch ob Falette, vor drei Jahren für drei Millionen Euro gekommen, dazu bereit ist? Er sieht sich ganz klar als Erstligaspieler.

Daichi Kamada soll hingegen noch lange in Frankfurt bleiben, zögert aber mit der Verlängerung seines Vertrages. Sein Landsmann Makoto Hasebe kennt das Potenzial des Kollegen, er ist aber sehr wohl streng mit seinem sportlichen Ziehsohn. Denn in seinen Auge habe Kamada auch in der vergangenen Saison „nicht konstant genug gespielt“, erst wenn er seine guten Leistungen über ein Jahr bestätigen könne, solle er sich Gedanken über eine Zukunft bei einem größeren Verein machen. „Wenn er hier bleibt, wäre es die beste Entscheidung für ihn. Ich denke, dass er bald unterschreibt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare