West Ham United muss noch einen Teil der Ablöse für Sebastien Haller an Eintracht Frankfurt zahlen
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West Ham United muss noch einen Teil der Ablöse für Sebastien Haller an Eintracht Frankfurt zahlen.

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Ärger um fehlende Haller-Millionen: Eintracht Frankfurt und West Ham noch immer ohne Einigung

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Eintracht Frankfurt wartet noch immer auf die fehlenden Millionen im Haller-Deal. Eine Einigung gibt es zwischen den beiden Klubs weiterhin nicht.

  • Eintracht Frankfurt wartet auf die fehlenden Haller-Millionen
  • Keine Einigung zwischen West Ham United und der SGE
  • Wann kommt der nächste Neuzugang?

Frankfurt/London - In der vorletzten Saison war Sebastien Haller einer der Leistungsträger bei Eintracht Frankfurt. Als Teil der sogenannten „Büffelherde“ sorgte er national und international für Aufsehen und scheiterte mit der SGE nur knapp am FC Chelsea, auf dem Weg ins Finale der Europa League. Nach der erfolgreichen Spielzeit wollte sich der Stürmer verändern. Ihn zog es in die Premier League - aber nicht etwa zu einem Spitzenverein, wie damals einige vermuteten, sondern zu West Ham United.

Der Klub aus London ist in der englischen Liga eher eine graue Maus und kämpft Jahr für Jahr gegen den Abstieg in die Zweitklassigkeit. Die „Hammers" ließen sich den Transfer von Sebastien Haller 50 Mio. Euro kosten. Eine Summe, bei der die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt einem Wechsel des Mittelstürmers zustimmten.

Eintracht Frankfurt schaltete die Fifa ein

Einen Teil der Transfersumme musste West Ham direkt an Eintracht Frankfurt überweisen, der Rest nach und nach in Raten. Diese Ratenzahlungen gingen aber nicht zum ausgemachten Zeitpunkt bei der SGE ein und so schaltete der Bundesligist die Fifa ein. „Wir können bestätigen, dass wir eine Forderung des deutschen Clubs Eintracht Frankfurt erhalten haben“, bestätigte ein Sprecher des Weltfußballverbands gegenüber der englischen „Times“ Anfang Juli.

Grund für die ausgebliebenen Zahlungen an Eintracht Frankfurt waren die leeren Kassen beim englischen Klub. Durch die Corona-Krise geriet der Klub in finanzielle Nöte und konnte die Summe nicht aufbringen. Nun berichtet der britische „Telegraph“, dass sich Eintracht Frankfurt und West Ham United über die weiteren Abläufe, was die Summe der Raten und den Zeitpunkt der Fälligkeit betrifft, ausgetauscht haben und zu einer Lösung gekommen sind. Der Weltverband Fifa bestätigte dem „Telegraph“ angeblich sogar eine Einigung der beiden Parteien.

Nach FR-Informationen sind diese Informationen aber falsch. Es gibt weiter keine Einigung zwischen den beiden Klubs.

Für Eintracht Frankfurt ist die Überweisung der fehlenden Haller-Millionen durchaus wichtig, denn Fredi Bobic sucht auf dem Transfermarkt nach Verstärkungen für den Kader. Die durch die Corona-Krise leeren Kassen könnten dadurch wieder etwas gefüllt werden und die SGE mit diesen Einnahmen auf Einkaufstour gehen.

Eintracht Frankfurt: Wird das Geld in Neuzugänge investiert?

Dass es eine lange und harte Transferphase wird, war Fredi Bobic vor einiger Zeit schon bewusst. Bislang hat die SGE Ragnar Ache und Steven Zuber verpflichtet. Ache, Angreifer und deutscher U21-Nationalspieler, kam von Sparta Rotterdam an den Main und soll die Flexibilität im Sturm erhöhen. Steven Zuber, Nationalspieler der Schweiz, wurde von der TSG 1899 Hoffenheim losgeeist und kam im Tausch mit Mijat Gacinovic zu Eintracht Frankfurt.

Es bleibt spannend, wer noch als Neuzugang bei Eintracht Frankfurt aufschlagen wird. Die Verhandlungen mit Ajdin Hrustic vom FC Groningen scheinen weit fortgeschritten zu sein. Der Offensivspieler hat neben der SGE aber noch eine weitere Option. „Ich bin bereit für eine neue Herausforderung, und die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt“, sagte der Australier in einem Interview mit „The World Game“. Dabei soll es sich um Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln handeln: „Wir sprechen hier über zwei großartige Klubs mit tollen Stadien und eine riesigen Fan-Basis. Dass ich zwischen diesen beiden Klubs wählen darf, ist ein Problem, das ich gerne habe.“ (smr)

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