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Ist dann mal weg: Adi Hütter hat in Mönchengladbach vielleicht wieder mehr zu lachen.
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Ist dann mal weg: Adi Hütter hat in Mönchengladbach vielleicht wieder mehr zu lachen.

Glosse

Eintracht Frankfurt und die Angst vor Geistertrainer Adi Hütter

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Eins hat diese Eintracht-Saison gezeigt: Der Ekel vor Geisterspielen ist geblieben, aber die Angst vor ihnen ist weg. Viel größer ist inzwischen die Angst vor Geistertrainern.

Frankfurt – Na gut. Zugegeben. Wir sind hier ja unter uns. Also: Voriges Jahr im März war dieser Redakteur der festen Überzeugung, dass Eintracht Frankfurt absteigen würde. Der Mann, der seit Jahren „Stillleben“ und anderen Quatsch über Eintracht Frankfurt schreibt und das SGE-Gen (also das SGen) von seinem Opa geerbt hat: Der ging davon aus, dass es ohne Fans kein Entrinnen gibt. Im leeren Stadion konnten die Adlerträger nur komplett abstürzen. Unweigerlich. Punkt.

Schon eine leere Montagsprotest-Fankurve gegen Union Berlin hatte für ein peinliches 1:2 genügt. Und ganz ohne Fans ging der Europacup flöten. Vor vollen Rängen: 4:1 gegen Salzburg. Vor leeren Rängen: 0:3 gegen Basel. Wie sollte sich das jemals ins Positive entwickeln? Nein, wenn nicht 2020, dann spätestens 2021 würde es heißen: Hallo Heidenheim, Servus Sandhausen.

Eintracht Frankfurt: Die Champions League als Fiebertraum

Was ja auch schön sein kann. Ein Trip nach Oberhausen beispielsweise, damals, 2005, zählt zu den angenehmsten Auswärtserlebnissen. Ein nettes kleines Stadion, ein ungefährdeter Sieg, eine leckere Wurst und ein gefeierter Du-Ri Cha, der am Ende doch noch sein Tor schießt. Es war nicht alles schlecht. Wir hatten ja nix.

Bekanntlich kam es dann unter Corona-Bedingungen doch ein wenig anders. Eintracht Frankfurt stieg im Mai 2020 nicht ab. Und nach einigen seltsamen 1:1-Ergebnissen, die es wohl billig im Sonderangebot gegeben hatte, lief es auch in der neuen Saison bald auf eine Platzierung weit entfernt von der Roten Laterne hinaus. Fast konnte man … ja, was war denn nun los … das sah ja beinahe aus wie … leuchtete da vorn nicht sogar die … Champions League? So wie einst gegen Real Madrid? Und konnten wir das etwa schaffen, ganz ohne die donnernde Unterstützung der Treusten, abgesehen von paar Hundert Unentwegten draußen vorm Stadion?

Eintracht Frankfurt: Ekel vor den Geisterspielen

Wie der Alptraum zuvor, das Abstiegsgespenst, so erwies sich auch der schillernde Champions-League-Traum als das, was er war: unwirklich eben. Aber man könnte glatt denken, der große Traum sei deutlich näher an der Realität gewesen als der Alptraum zuvor. Du hast das unfassbar Schöne zum Greifen nah. Bis dich jemand am Schlafittchen packt, auf den letzten fünf Zentimetern vom Erträumten wegreißt – und hämisch lachend tief in den Westen verschwindet.

Eins hat diese Saison gezeigt: Der Ekel vor Geisterspielen ist geblieben, aber die Angst vor ihnen ist weg. Viel größer ist inzwischen die Angst vor Geistertrainern. (Thomas Stillbauer)

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