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Da ist der Ball mal wieder im Netz: Martin Hinteregger (links) und Torwart Kevin Trapp sind enttäuscht.
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Da ist der Ball mal wieder im Netz: Martin Hinteregger (links) und Torwart Kevin Trapp sind enttäuscht.

SGE

Eintracht Frankfurt: Abwehr vom Einsturz bedroht

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Die Abwehr von Eintracht Frankfurt wackelt im Spiel bei Borussia Dortmund bedenklich – allen voran Martin Hinteregger.

Nach dem verhunzten Auftakt von Dortmund hat der unverwüstliche Eisenbieger Stefan Ilsanker eine doch recht eigenwillige Interpretation des Geschehens zum Besten gegeben. „Mannschaftstaktisch haben wir es ganz gut gemacht“, befand der Eintracht-Innenverteidiger nach dem 2:5 (1:3) in Westfalen und sorgte für Stirnrunzeln bei den Zuhörern. Alldieweil: Den Frankfurter Auftritt, gerade im ersten Abschnitt, mit „gut“ oder auch nur „ganz gut“ zu beschreiben, geht an der Realität ein gutes Stückchen vorbei. Immerhin, das vergaß der 32-Jährige nicht zu erwähnen, seien es die individuellen Fehler gewesen, „die uns das Genick gebrochen haben“. Das ist ein Teil der Wahrheit.

Stefan Ilsanker selbst durfte nach 45 Minuten unter die Brause, auch der Österreicher ging im Dortmunder Angriffswirbel um den unwiderstehlichen Sturmtank Erling Haaland unter, obwohl er sich anfangs noch mit einigen mannhaften Grätschen achtbar aus der Affäre zog. Doch spätestens nach einer guten halben Stunde leistete der für den wackeligen Tuta aufgebotene Verteidiger dann auch seinen Beitrag zum Frankfurter Fehlerfestival. Sein tumbes Luftloch nutzte der gedanklich viel schnellere Haaland, um Ilsanker zu düpieren und sich auf den Weg zum 3:1 zu machen. „Hinti und ich sind beide zu zögerlich, keiner geht hin – und dann ist er weg.“ So kann man es sagen.

Eintracht Frankfurt: „Das ist tödlich“

Am wackeren Ilsanker lag es natürlich nicht alleine, dass die Eintracht-Abwehr einem Torso glich, doch sein Bock vor dem 1:3 steht irgendwie stellvertretend für die vielen Unzulänglichkeiten, mit denen die Eintracht ihren turmhoch überlegenen Opponenten zum Toreschießen einlud. Allein drei Treffer machten die Frankfurter quasi selbst. „Das ist gegen Borussia Dortmund tödlich“, sagte Sportvorstand Markus Krösche. Trainer Oliver Glasner flankierte: „Wir müssen unsere Kompaktheit verbessern. In unserer defensiven Struktur werden wir sehr viele Schwerpunkte setzen.“ Besser ist das.

Evan Ndicka machte den Anfang, der Franzose vertändelte den Ball im Mittelfeld, Sekunden später zappelte er erstmals im Netz. Vor dem 1:5 war es Danny da Costa, der einen hanebüchenen Fehlpass spielte. Auch Torwart Kevin Trapp war kein Stabilisator, beim 1:2 rutschte ihm der Ball über den Schlappen, auch sonst verhinderte er nichts, was er an einem sehr guten Tag vielleicht hätte verhindern können. Von seiner Slapstickeinlage, die um Haaresbreite zum 1:4 geführt hätte, mal ganz abgesehen.

Insgesamt wirkt das Konstrukt nicht sattelfest, nicht homogen, sondern höchst anfällig und einsturzgefährdet. Das defensive Mittelfeld hechelte nur hinterher, die Deckung dilettierte. Abwehrchef Martin Hinteregger ist in dieser Form ein klarer Kandidat für die Ersatzbank. Der 28-Jährige scheint gedanklich und körperlich gar nicht auf der Höhe, wirkt seltsam teilnahmslos und uninspiriert. Hinti on fire? Das war einmal.

Es gibt nicht wenige, die glauben, dass Hinteregger an zu vielen Nebenschauplätzen präsent ist, und damit sind nicht nur Buchvorstellungen oder Ehrenbürgerfestivitäten gemeint. Der kernige Mann sollte seinen Fokus schnellstens wieder ausschließlich auf seinen Beruf legen.

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