1860 München will im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt die Sensation schaffen.
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1860 München will im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt die Sensation schaffen.

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DFB-Pokal: Gegner 1860 München in Bestform - und heiß auf Eintracht Frankfurt

  • Sascha Mehr
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Eintracht Frankfurt trifft im DFB-Pokal auf den TSV 1860 München. Der Drittligist ist in Bestform und will die SGE ärgern.

  • Eintracht Frankfurt trifft im DFB-Pokal auf 1860 München.
  • Die „Löwen" sind in starker Frühform und wollen eine Runde weiterkommen.
  • SGE muss Stürmer Sascha Mölders ausschalten.

Frankfurt/München - Das erste Pflichtspiel der neuen Saison steht für Eintracht Frankfurt kurz bevor. Im DFB-Pokal muss die Mannschaft von Trainer Adi Hütter in die bayerische Landeshauptstadt reisen und trifft im Grünwalder Stadion auf den TSV 1860 München. Es gibt sicherlich einfachere Lose in der ersten Hauptrunde des Pokals, auch wenn die SGE natürlich klarer Favorit ist gegen den Drittligisten.

Eintracht Frankfurt: Gegner 1860 München in starker Form

Nach fünf Wochen harter Vorbereitung auf die neue Saison präsentiert sich der Gegner von Eintracht Frankfurt bereits in starker Frühform. Im Finale des bayerischen Landespokals siegte 1860 München gegen den ranghöheren Zweitligisten Würzburger Kickers und sicherte sich damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den „Toto-Pokal“. Matchwinner bei den „Löwen“ war Torwart Marco Hiller, der im Elfmeterschießen zwei Strafstöße hielt. Den entscheidenden Elfmeter zum Sieg verwandelte dann Quirin Moll. Für den DFB-Pokal war 1860 München bereits vorher qualifiziert, da Gegner Würzburg als Aufsteiger in die 2. Liga automatisch an der 1. Hauptrunde teilnimmt.

„Es war ein ausgeglichenes Spiel, bei dem wir die besseren Torchancen auf unserer Seite hatten mit Mölders und Dressel. Da hätten wir schon in Führung gehen können. Wir haben es dann doch geschafft, dass wir über Greilinger ein Last-Minute-Jokertor geschossen haben. Dadurch konnten wir uns das Elfmeterschießen sichern, indem wir wussten, dass wir mit Marco Hiller einen extremen Fachmann für dieses Gebiet zwischen den Pfosten haben. Dass er natürlich gleich die ersten Beiden hält, war gut. Ich bin glücklich, dass wir zum ersten Mal für 1860 München den Toto-Pokal gewinnen konnten. Das ist ein toller Wettbewerb, weil jeder Verein dadurch die Chance hat, in den DFB-Pokal einzuziehen“, sagte Michael Köllner, Trainer von Eintracht Frankfurt-Gegner 1860 München, auf der Homepage des Vereins.

In der vergangenen Saison galt 1860 als heißer Abstiegskandidat. Der Kader war dünn besetzt und das Geld für Verstärkungen fehlte. Doch als Michael Köllner das Zepter übernahm, kletterten die „Löwen“ immer weiter nach oben und hätten beinahe noch in den Aufstiegskampf eingreifen können. In der Spielzeit 2020/21 wird der Verein im oberen Drittel der 3. Liga erwartet.

Eintracht Frankfurt: Viele Abgänge bei Gegner 1860 München

Im Sommer musste 1860 München die Abgänge von Aaron Berzel (Türkgücü München), Efkan Bekiroglu (Alanyaspor), Tim Rieder (1. FC Kaiserslautern) und Felix Weber (unbekannt) verkraften, die zu den Leistungsträgern im Kader gehörten. Bei den Neuzugängen setzt der Klub auf entwicklungsfähige Spieler, die reichlich Potenzial besitzen. Lediglich Salger, der aus Bielefeld kam, ist eine Ausnahme. Der 30-Jährige soll die junge Mannschaft führen.

Absolute Identifikationsfigur und Führungsspieler ist Stürmer Sascha Mölders, der zudem auch noch für die Tore zuständig ist. Der 35-Jährige wollte seine Karriere eigentlich im Sommer beenden, er verlängerte seinen auslaufenden Vertrag dann aber doch nochmal um ein Jahr. An Eintracht Frankfurt hat der Torjäger gute Erinnerungen. In seiner Zeit beim FC Augsburg lief er in fünf Partien gegen die SGE auf und musste nur eine Niederlage einstecken. Dem gegenüber stehen drei Siege und ein Remis. Mölders erzielte zudem einen Treffer. Auf ihn gilt es in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals besonders aufzupassen, damit Eintracht Frankfurt nicht gleich zu Beginn der Saison eine böse Überraschung erlebt. (smr)

Unterdessen gibt es Entwarnung bei Hinteregger, der sich im Länderspiel den Knöchel geprellt hatte. Der Verteidiger von Eintracht Frankfurt verschwendet keinen Gedanken daran, den Klub zu verlassen – vielmehr will er noch torgefährlicher werden.

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