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Kommt retour gegen seinen Ex-Klub: Martin Hinteregger. hübner
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Kommt retour gegen seinen Ex-Klub: Martin Hinteregger. hübner

SGE

Bundesliga: Schafft es die Eintracht gegen Augsburg zurück in die Spur?

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt ist gegen den FC Augsburg zum Siegen verdammt, will man am ganz großen Ziel festhalten.

Frankfurt - Es ist noch gar nicht so lange her, da sprach man bei Eintracht Frankfurt vom April als „Monat der Wahrheit“, weil der ansässige Bundesligaklub einige scheinbar schwierige Aufgaben zu schultern hatte. Im Blick standen da vor allem die Partien gegen Union Berlin, Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg, doch diese Spiele wurden allesamt mit einer erstaunlichen Souveränität gewonnen. An den FC Augsburg hat da ernsthaft keiner gedacht.

Eintracht Frankfurt trifft auf den FC Augsburg

Nun hat diese Begegnung heute Abend (20.30 Uhr) gegen den Tabellenelften aus Schwaben urplötzlich eine enorme Bedeutung erlangt. „Unumstritten“ sei, betonte der scheidende Eintracht-Trainer Adi Hütter vor seinem fünftletzten Pflichtspiel für die Eintracht, dass dies „ein sehr wichtiges Spiel ist“. Zugespitzt lässt sich sagen: Die Champions League steht auf dem Spiel. Alles andere als ein Sieg würde die großartigen Ambitionen von Eintracht Frankfurt aufs Heftigste gefährden. „Wenn wir oben bleiben wollen, sollten wir gewinnen“, findet der Coach. Zumal am kommenden Samstag das Auswärtsspiel beim ebenfalls lauernden Konkurrenten Bayer Leverkusen wartet - und da haben sich die Hessen in unschöner Regelmäßigkeit Packungen abgeholt.

Ein Erfolg über wackere und für die Eintracht immer unangenehm zu bespielende Augsburger wäre auch deshalb von Wichtigkeit, um in der letzten Woche nicht zu Unrecht aufgekommene Debatten um den Abschied von Hütter zu besänftigen, beenden könnte man sie wohl erst, wenn der Sprung in die Königsklasse geschafft würde. Und dass das jüngste Theater vielleicht doch einen gewissen Einfluss auf das vergeigte Spiel in Gladbach hatte, räumte Hütter am Montag dann doch ein: „Vielleicht war zu viel passiert in der letzten Woche“, sagte er, womöglich habe „der Fokus nicht zu 100 Prozent“ auf dieser Partie gelegen. Genau das hatten Hütter und der ebenfalls scheidende Sportvorstand Fredi Bobic am Wochenende noch vehement bestritten. Und vielleicht war auch das eine oder andere Interview, das der 51 Jahre alte Österreicher gegeben hatte („Ich freue mich für Marco Rose“), nicht gerade dazu geeignet, die empörte Frankfurter Fanseele zu beruhigen. Auch das räumte Hütter ein.

Eintracht Frankfurt hat noch Vorsprung vor Dortmund und Leverkusen

Ein Sieg gegen die Fuggerstädter würde also vieles leichter machen, zumal ja auch die beiden Widersacher Dortmund und Leverkusen schwere Hürden zu überwinden haben. Und: Noch immer hat Eintracht Frankfurt einen komfortablen Vorsprung (vier Punkte auf den BVB, sechs auf Bayer). Ein Pfund, mit dem sich wuchern lässt. Denn Vorsprünge sind auch deshalb angehäuft worden, um in schlechten Zeiten davon zu zehren. Ein Sieg gegen Augsburg würde auch die 0:4-Klatsche gegen Gladbach relativieren, ein Spiel verloren, na und, könnte man sagen. Der Druck vor dem Augsburg-Spiel auf die Mannschaft ist trotz alledem seit Samstag deutlich gestiegen.

Hütter, der nicht viel von Aktionismus hält und in den letzten Tagen Einzelgespräche geführt hat, erwartet heute „eine gute Reaktion“ von der Mannschaft. „Wir werden ein ganz anderes Gesicht präsentieren.“ Dass das Gladbach-Spiel dem Team womöglich einen Knacks versetzt haben könnte, glaubt er nicht, dazu „haben wir zu viele starke Charaktere“. Ohnehin habe er an Mentalität und Willen nichts auszusetzen, dass die Spieler wegen seines Abschieds enttäuscht seien, könne er verstehen. „Es wäre schlimmer, wenn sie sagten: Gottseidank geht er.“

Eintracht Frankfurt: Hütter ordnet Niederlage in Gladbach ein

Adi Hütter ist in diesen Tagen, da Gefahr droht, innerhalb einer Woche alles zu verspielen, bemüht darum, die Schlappe in Gladbach richtig einzuordnen. Es sei erst die vierte Niederlage in 29 Spielen gewesen, zudem habe man aus vier schweren Spielen gegen Union, Dortmund, Wolfsburg und Gladbach neun Zähler geholt. Und am Niederrhein habe man schlicht „fürchterlich“ Fußball gespielt und sei schlechter gewesen, aber es sei halt nur eine Niederlage. „Manchmal redet man viel zu viel.“

Taten verlangt der Coach vielmehr, und ein intelligentes Spiel gegen den FC Augsburg. „Kontrolliert drauflos spielen, aber mit Hirn“, fordert der Österreicher, der sicher an der Doppelspitze Silva/Jovic festhalten wird, aber auch personelle Umbauten - angesichts von drei Spielen binnen sieben Tagen - vornehmen wird. Martin Hinteregger dürfte gegen seinen Ex-Klub nach knapp sechs Wochen in die Startelf rücken, auch Makoto Hasebe und Amin Younes scharren mit den Hufen und dürften zum Einsatz kommen.

Die Losung für den Schlussspurt mit Blick auf Historisches hat Hütter aber längst ausgegeben: „Wir lassen uns das nicht mehr aus der Hand nehmen.“

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