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Vor allem nach dem Siegtor gegen Mailand wurde im Frankfurter Fanblock gezündelt.

Eintracht-Fans

Zwietracht bei den Fans der Eintracht

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Die Fanszene der Eintracht diskutiert die Vorfälle in Mailand. 

Die Hoffnung stirbt zuletzt – jedenfalls scheint der drohende Zuschauerausschluss beim Europacup-Viertelfinale in Lissabon viele Eintracht-Fans nicht davon abzuhalten, Reisepläne zu schmieden. Wer am 11. April, dem Tag des Hinspiels, frühmorgens mit Ryanair in die portugiesische Hauptstadt fliegen will, muss dafür mehr als 280 Euro bezahlen. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor kostet der Flug weniger als 100 Euro. Die Nachfrage nach Reisen zum Spiel ist also vorhanden – und das, obwohl Eintracht-Justiziar Philipp Reschke am Sonntag erklärt hatte, dass es schwer werden dürfte, einen Fanausschluss durch die Uefa abzuwenden.

Drei Leuchtraketen waren am Donnerstag beim Spiel der Eintracht in Mailand aus der Frankfurter Fankurve abgeschossen worden. Eine landete inmitten Mailänder Zuschauer im Unterrang. Hinzu kamen mehrere Bengalos, die abgebrannt wurden. Das alles könnte dazu führen, dass die Uefa die Bewährung widerruft, die sie nach den Krawallen beim Eintracht-Spiel in Rom Ende vorigen Jahres verhängt hatte. Die Folge wäre, dass die Eintracht keine Karten für das Spiel in Lissabon bekäme. Die Entscheidung darüber fällt am 28. März.

Die Stellungnahme, wie sie beim Heimspiel der SGE gegen den 1. FC Nürnberg im Stadion hing.

Die Ultras reagierten auf die Vorfälle von Mailand am Sonntag mit einer kurzen Stellungnahme. Über den Einsatz der Raketen heißt es: „Das war scheiße und ist durch nichts – gar nichts – zu entschuldigen!“ Und weiter: „Wir übernehmen die Verantwortung dafür und ziehen daraus interne Konsequenzen.“

Der Text, der im Stadion hing und von vielen Fans positiv aufgenommen wurde, zeigt zweierlei. Zum einen: Der Abschuss der Leuchtraketen erfolgte gegen den Willen der führenden Ultras. Offenbar war eine kleine, sehr radikale Gruppe vorwiegend junger Fans dafür verantwortlich – und die älteren Anhänger konnten den Abschuss der Raketen nicht verhindern. Den Schützen wurde mittlerweile klar gemacht, dass sie sich mit der Aktion gegen die gesamte Fanszene gestellt haben.

Zum zweiten ergibt sich aus der Stellungnahme aber auch, dass die Ultras den Einsatz von Bengalos richtig fanden. Auch das Abbrennen dieser Fackeln alleine hätte zu einem Zuschauerausschluss führen können. Das nahmen die Fans in Kauf. Die Vorgabe ausgerechnet in Italien, dem Mutterland der Ultra-Bewegung, nicht wenigstens nach dem Eintracht-Tor zu zündeln, war für die Gruppe offenbar nicht akzeptabel.

Der Abschuss der Raketen indes führte nach FR-Informationen innerhalb der Fanszene zu massiven Verwerfungen. Zeitweise überlegten führende Ultras, sich aus der Gruppe zurückzuziehen. Für die Verantwortlichen der Eintracht wäre das eine Katastrophe gewesen, da sie zur einflussreichsten Fangruppierung dann keinen Kontakt mehr gehabt hätten. Doch Rücktritte gab es nicht, dafür einigten sich die Fans auf die Stellungnahme.

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