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Eintracht-Fans verurteilen Randale in Marseille – Mann äußert sich zu Hitler-Gruß

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Von: Georg Leppert

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Im Stadion von Olympique Marseille gab es schwere Ausschreitungen.
Im Stadion von Olympique Marseille gab es schwere Ausschreitungen. © dpa

Nach der Pyro-Schlacht äußert sich die Fanabteiltung der SGE. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen

Frankfurt - Nach den Ausschreitungen beim Champions-League-Spiel der Eintracht in Marseille hat die Fan- und Förderabteilung des Vereins deutliche Worte gefunden. „Allen Beteiligten muss klar sein, dass bei derartigen Exzessen alles aufs Spiel gesetzt wird, wofür Eintracht Frankfurt steht und was uns gemeinsam als Einheit so weit gebracht hat“, heißt es in einer Stellungnahme.

Fans von Olympique Marseille und Eintracht Frankfurt hatten sich während des Spiels in der vergangenen Woche massiv mit Pyrotechnik beschossen. Dabei wurde ein Frankfurter Anhänger schwer verletzt. Dass die meisten Attacken von den Franzosen ausgingen, lässt die Eintracht-Fanabteilung nicht als Entschuldigung gelten. „Es einfach ,mit gleicher Münze‘ heimzuzahlen, darf nicht unsere Antwort sein! Die Spirale sinnloser Gewalt darf nicht weitergedreht werden.“

Olympique Marseille - Eintracht Frankfurt: Fan äußern sich zu Hitler-Gruß - „kein politischer Hintergrund“

Zudem äußert sich die Fanabteilung zu den Hitlergrüßen, die in der Frankfurter Kurve gezeigt wurden. Der Vorfall „trifft uns ins Mark. Wer zu Eintracht Frankfurt gehören will, muss Nazismus und dessen Symboliken verachten.“ Das Verhalten der beiden Fans müsse und werde Konsequenzen haben, wobei die Aufarbeitung der Geschehnisse abzuwarten sei. Einer der beiden Männer, die auf einem Video zu sehen sind, hatte sich während des Spiels beim Fanbeauftragten der Eintracht gemeldet und erklärt, seine Geste habe keinen politischen und keinen antisemitischen Hintergrund. Wie der ausgestreckte Arm anders zu bewerten ist, blieb offen.

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Unterdessen hat auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt Ermittlungen wegen der Ausschreitungen aufgenommen. Oberstaatsanwältin Nadja Niesen bestätigte der FR am Dienstag einen entsprechenden Bericht des Hessischen Rundfunks. Anlass für die Ermittlungen, die gegen unbekannt geführt würden, sei das Abfeuern von Raketen.

Auch der Eintracht steht juristischer Ärger ins Haus. Wie Vorstandsmitglied und Justiziar Philipp Reschke am Montagabend in der HR-Sendung „Heimspiel“ erklärte, könnte der europäische Fußballverband Ende dieser oder Anfang nächster Woche eine Strafe für die Randale verkünden. Möglich ist ein Fanausschluss bei einem der nächsten Auswärtsspiele in der Champions League – oder sogar ein Geisterspiel im Waldstadion. (Georg Leppert)

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