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Eintracht Frankfurt trifft in der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League auf den FC Flora Tallinn aus Estland.

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Eintracht-EL-Quali: Der mögliche nächste Gegner ist ausgelost

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Eintracht Frankfurt trifft in der 2. Quali-Runde auf Flora Tallinn aus Estland. Sollten die Hessen diese Runde überstehen, wird es knifflig.

Frankfurt/Tallinn - Nun steht er endlich fest, der erste Pflichtspielgegner der Frankfurter Eintracht. In der 2. Runde der Qualifikation zur Europa League geht es gegen den FC Flora Tallinn aus Estland. Der Club setzte sich souverän gegen Radnicki Nis aus Serbien durch. Nach einem 2:0 im Hinspiel reichte den Esten ein 2:2-Remis im Rückspiel.

Estland also. Das Land im Baltikum belegt aktuell Platz 50 in der 5-Jahreswertung der UEFA (von insgesamt 55 Verbänden). Eine erfolgreiche Europapokal-Bilanz in der jüngeren Vergangenheit sieht wohl deutlich anders aus. Der FC Flora ist seit vielen Jahren Dauergast in den Qualifikationen zur Europa League und sogar zur Champions League. Einen Erfolg gab es für das Team bei insgesamt 27 Teilnahmen aber nur zweimal: Diese Spielzeit gegen Radnicki Nis und in der Saison 2006/07, als Lyn Oslo aus dem Wettbewerb geworfen wurde.

Eintracht Frankfurt: Gegner Tallinn dominiert heimische Liga

In der heimischen Liga ist Flora Tallinn seit vielen Jahren an der Spitze. Die estnische Premium Liga, die 1992 gegründet wurde, konnte der Club bereits zwölfmal gewinnen.

Das Stadion liegt mitten in der Hauptstadt Estlands und bietet Platz für 15.000 Zuschauer. Die A. Le Coq Arena ist nach einer estnischen Brauerei bekannt, einem Sponsor des Vereins. Da das Stadion auch das größte des Landes ist, bestreitet die Nationalmannschaft hier ihre Heimspiele. Die Elf von Jogi Löw wird dort kommendes Jahr zu Gast sein, in der Qualifikation zur EM 2020.

Eintracht Frankfurt: Erik Sorga ist der Star von Flora Tallinn

In der Mannschaft spielen fast ausschließlich einheimische Spieler - lediglich zwei Legionäre stehen im Kader. Star des Teams ist Offensivspieler Erik Sorga, der aus der eigenen Talentschmiede kommt und in der aktuellen Saison eine starke Torquote aufweist. In 19 Spielen gelangen ihm 20 Treffer - beeindruckend. Der 20-Jährige gilt als großes Talent und debütierte bereits für die Nationalmannschaft seines Landes. Neben ihm ist noch Herol Riiberg zu nennen, der auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kommt und ebenfalls aus der Nachwuchsabteilung von Flora Tallinn stammt.

Die Eintracht und seine Fans dürfen sich auf einen exotischen Gegner, eine schöne Stadt und ein schmuckes Stadion freuen. Tallinn ist gegen die SGE aber krasser Außenseiter und alles andere als ein klarer Erfolg der Adler wäre eine faustdicke Überraschung.

Möglicher nächster Gegner ist gelost

Eintracht Frankfurt könnte auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League vor einer kniffligen Aufgabe stehen. Sollte sich der Halbfinalist der Vorsaison in der 2. Qualifikationsrunde gegen den estnischen Rekordmeister Flora Tallinn (25. Juli/1. August) durchsetzen, wäre der Gegner in der 3. Qualifikationsrunde (8./15. August) der ungarische Vizemeister FC Fehervar oder der FC Vaduz aus Liechtenstein.

Das ergab die Auslosung am Montag in Nyon. Fehervar wäre dabei das deutlich unangenehmere Los. Der dreimalige ungarische Champion hatte sich in der Vorsaison nur Rekordmeister Ferencvaros Budapest geschlagen geben müssen. Unter anderem steht der langjährige Bundesligaprofi und Ex-Frankfurter Szabolcs Huszti beim FC Fehervar unter Vertrag. 

Das Ziel der Hessen, die im zurückliegenden Wettbewerb erst im Elfmeterschießen am späteren Cup-Gewinner FC Chelsea gescheitert waren, ist erneut der Einzug in die Gruppenphase. Dafür müssten nach der 3. Runde aber auch noch die Play-offs überstanden werden. Der Fokus liegt aktuell aber ohnehin nur auf dem Hinspiel am Donnerstag in Tallinn. "Wenn man nicht 100-prozentig in das Spiel geht, kann man auch mal auf die Schnauze fallen", warnte Neuzugang Dominik Kohr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). 

Außenbahnspieler Danny da Costa versprach aber, dass man sich "keine Sorgen" machen müsse, dass das Team von Trainer Adi Hütter den Außenseiter unterschätzen werde. In der Champions-League-Qualifikation steigt Vorjahreshalbfinalist Ajax Amsterdam ein. Der niederländische Meister trifft in der 3. Runde auf PAOK Saloniki aus Griechenland. Alle vier deutschen Teams sind automatisch für die Gruppenphase qualifiziert.

von Sascha Mehr

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