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So ein Europa-Feeling gibt es nur bei der Eintracht.
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So ein Europa-Feeling gibt es nur bei der Eintracht.

Stilleben

Eintracht Frankfurt in Europa – ein ganz besonderer Ohrwurm

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Wenn Eintracht Frankfurt in Europa spielt, is alles anders. Und es hilft sogar gegen ein ganz fieses Leiden.

Wissen Sie, was das Schöne an Europa ist? Natürlich. Das Zusammenwachsen der Nationen, die große Gemeinschaft. Das vereinte Kümmern um die Schwachen, auch außerhalb der europäischen Grenzen, denn überzeugte Europäer weiten ihren Blick natürlich auf die Probleme jener Weltregionen und jener Menschen, die vom Klima nicht so begünstigt sind wie wir. Also nicht so, wie wir bisher begünstigt waren. Vom Klima. Wer weiß, wie lange noch.

Bitte? Ob hier jetzt mal langsam Schluss sei mit dem Gesülze, Europa sei schließlich ein zerstrittener Haufen von Egoisten, die sich einen feuchten Kehricht um die Probleme in Afrika, Asien, Lateinamerika scheren? Und ob das hier eine Fußballkolumne sei oder eine Sozialmärchenstunde?

Eintracht Frankfurt in der Europa League

Na gut, Sie haben ja Recht. Das Schöne an Europa ist selbstverständlich die Europa League – und dass Eintracht Frankfurt daran teilnimmt. Haben Sie mal eine Saison Europa League verfolgt, ohne dass Eintracht Frankfurt teilnahm? Sehen Sie. Jaja, doch, die anderen spielen auch dann Fußball, wenn die Eintracht sich nicht qualifiziert. Wirklich. Es nimmt dann nur niemand zur Kenntnis. Einige Vereine kicken dann quasi unter Ausschuss der interessierten Öffentlichkeit gegeneinander, und am Ende gewinnt der FC Sevilla. Das ist die Europa League ohne die Eintracht.

Macht die Eintracht jedoch mit, reißen sich Fernsehsender und solche, die es werden wollen, um die Übertragungsrechte an dem Wettbewerb. Menschen betteln um Tickets. Reisen über den Kontinent bis in die entlegensten Winkel, die man immer in Vorderasien verortet hatte, wenn man ehrlich ist. Schütteln die Köpfe über Veranstalter, die Podiumsdiskussionen oder Konzerte oder Ausschusssitzungen oder sonst irgendwas auf einen Donnerstagabend legen. Auf einen Donnerstagabend! Leute, hallo? Da spielt doch die Eintracht!

Eintracht Frankfurt: Verliebt in Europa

Und da spielt sie vor allem: gut. Wenn sie auch sonst alles vergeigt – in Europa spielt die Eintracht gut. Es sei denn, jemand verbietet ihr fünf Minuten vor dem Anpfiff, die Fans reinzulassen. Okay. Ein paar Stunden vor dem Anpfiff. Dann hat die Eintracht keine Lust. Dann verliert sie auch mal in Europa. Aber sonst nicht. Oder nur höchst selten. Und voll ungern.

Europa und die Eintracht, die bekanntlich im Herzen von Europa wohnt: ein Traumpaar. Eine natürliche Verbindung. Eine gesättigte Lösung. Eine Symbiose. Dass dieser Verein erst einen europäischen Titel geholt hat, 1980, zwanzig Jahre nach dem äußerst knapp verlorenen Finale von Glasgow gegen Real Madrid (3:7), ist eigentlich nicht zu begreifen. Na gut, den La Coruña-Pokal wollen wir nicht vergessen, die wahrscheinlich längste Trophäe der Welt (1,50 Meter) errungen im kommenden August vor 50 Jahren. Ehrensache, dass das Eintracht-Museum dann einen Erinnerungsabend veranstalten wird.

Ach Europa. Abgesehen von all den schönen Begleiterscheinungen: Wenn Sie morgens aus Versehen den falschen Radiosender wählen, und es genügt schon eine Sekunde, um Ihnen einen fiesen Ohrwurm einzupflanzen, dann hilft – seit Jahren erprobt – das hier am allerbesten: „Europacuuup! Europacuuup! Europacup, Europacup in diesem Jahr!“ Probieren Sie’s aus. Es wirkt. (Von Thomas Stillbauer)

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