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Ein zweikampfintensives Spiel, auch für Amin Younes, hier gegen die Freiburger Philipp Lienhart (li.) und Christian Günter.  jan hübner
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Ein zweikampfintensives Spiel, auch für Amin Younes, hier gegen die Freiburger Philipp Lienhart (li.) und Christian Günter. jan hübner

2:2 in Freiburg

Eintracht bissig zum Remis

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Eintracht Frankfurt holt ein 2:2 in Freiburg und ist zufrieden mit der Hinrunde.

Die Frankfurter Eintracht hat ihre Erfolgsserie ausgebaut, das sechste Spiel in Folge nicht verloren und eine sehr ordentliche Hinrunde mit einem Remis im Schwarzwald abgerundet. Am Mittwochabend trennte sie sich in einem bissigen, intensiven und wogenden Kampfspiel mit 2:2 (1:1) vom SC Freiburg. Es war ein gerechtes Resultat, das die Eintracht-Entourage positiv gestimmt die Heimreise antreten ließ. „Gegen einen Gegner wie Freiburg, der so einen Lauf hat, können wir sehr zufrieden sein“, sagte Abwehrchef Martin Hinteregger: „Wir bringen gute, stabile Leistungen. Alles gut.“

14 von 18 Punkte haben die Hessen zuletzt geholt, eine Bilanz, auf die sich aufbauen lässt. Die Hinrunde sei generell top, findet Hinteregger. „Das ist absolut gut, wir haben 27 Punkte, das ist Eintracht Frankfurt noch nicht so oft gelungen. Wir sind voll dabei im Kampf um die Europapokalplätze.“ Kann man so sagen.

Coach Adi Hütter vertraute zunächst einmal dem bewährten Spielsystem mit zwei Zehnern und einer Spitze, stellte also nachvollziehbarerweise den Gedanken des Kollektivs über den der Individualität. Will sagen: Luka Jovic, den der Fußballlehrer selbst als „absoluten Weltklassestürmer“ adelte und der erst am vergangenen Spieltag gegen den FC Schalke 04 mit einem Doppelpack für den 3:1-Sieg und ein traumhaftes Comeback sorgte, blieb zunächst nur die Rolle als Reservist. Der von Real Madrid entliehene Toptorjäger hat noch ein wenig Defizite in puncto Fitness, und Trainer Hütter ist, wie er vor dem Anpfiff sagte, auch nicht unglücklich, „solch einen Klassespieler auf der Bank zu haben“.

Zudem gönnte der Coach seinem Rechtsverteidiger Erik Durm nach zehn Pflichtspieleinsätzen in Folge mal eine Verschnaufpause und gewährte dem zeitweise ein wenig in Ungnade gefallenen Almamy Touré wieder eine Bewährungschance. Touré, so viel vornweg, spielte solide.

Das Fehlen des serbischen Nationalstürmers Jovic machte sich anfangs nicht im Entferntesten bemerkbar, die Eintracht demonstrierte ihr durch vier Siege in Serie errungenes Selbstvertrauen, bestimmte die Partie spielerisch leicht. Djibril Sow spielte einen tiefen Pass auf Amin Younes, der den tumb daherkommenden Freiburger Verteidiger Manuel Gulde mit einer einfachen Körpertäuschung ins Leere laufen ließ und einschob. 1:0 nach sechs Minuten. Planmäßig, nennt man das wohl.

Die Eintracht blieb zunächst einmal Chef im Ring, doch die ersatzgeschwächten Breisgauer rackerten sich Meter um Meter ins Spiel zurück, die Hessen verloren so ein bisschen ihre fußballerische Linie, ließen sich in direkte Duelle verwickeln, die sie zumeist nicht gewannen. „Wir hatten zu viele Ballverluste“, monierte Marathonmann Sow.

Die Freiburger glänzten gewiss nicht, aber warfen all ihre hinlänglich bekannten Tugenden aufs Feld. Der Ausgleich lag zwar dennoch nicht unbedingt in der Luft, fiel aber trotzdem: Nach einem langen Schlag ließ sich Abwehrchef Hinteregger aus der Deckung locken, kam aber nicht ins Kopfballduell, Evan Ndicka verlor den Zweikampf gegen Ermedin Demirovic und der freistehende Roland Sallai lupfte den Ball an Schlussmann Kevin Trapp hinweg ins Netz (32.). Der Ausgleich, den sich der SC durch Hartnäckigkeit verdient hatte. „Freiburg hat sehr einfachen, aber guten Fußball gespielt, mit sehr vielen langen Bällen. So viele Kopfballduelle hatte ich lange nicht mehr“, sagte Hinteregger.

Was nichts daran ändert, dass die Platzherren eine Prise Fortune hatten, nicht mit einem abermaligen Rückstand in die Kabine gegangen zu sein. André Silva scheiterte nach einem Tänzchen an Torwart Florian Müller (39.), beim anschließenden Eckball war es wieder der Freiburger Keeper, der einen Kopfstoß aus spitzem Winkel von Hinteregger aus dem Eck kratzte. Auch nach dem Wechsel waren die Frankfurter dem 2:1 nahe, doch der für den schwachen und schon verwarnten Aymen Barkok eingewechselte Daichi Kamada verdaddelte freistehend (46.).

Die Breisgauer aber fighteten zurück und kauften den Gästen so ein bisschen den Schneid ab. Nach einer doppelt unglücklichen Kopfballabwehr von Hasebe und Ndicka gelangte der Ball zu Nils Petersen, der den Ball, wie immer gegen die Eintracht, ins Tor beförderte (63.). Es war schon sein achter Treffer im 14. Duell mit der Eintracht, in den letzten vier Duellen gegen die Frankfurter traf er immer. Rekordverdächtig.

Die Eintracht aber kam zurück ins Spiel, was nicht absehbar war – und auch nicht am eingewechselten Jovic lag. Vielmehr war es der Japaner Kamada, der im Strafraum an die Kugel gelangte, abzog – und Keven Schlotterbeck zu einem Eigentor animierte (75.). Beim 2:2 sollte es letztlich bleiben, obwohl die Eintracht nach dem Ausgleich wieder besser ins Spiel fand. In einem eher unruhigen Spiel war es freilich ein gerechtes Resultat.

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