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Eintracht Frankfurt besiegt Union Berlin: Die Spieler in der Einzelkritik

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Von: Daniel Schmitt

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Glückliche Frankfurter: Jesper Lindström (rechts) feiert Sahnetor zum 2:0, Luca Pellegrini macht mit.
Glückliche Frankfurter: Jesper Lindström (rechts) feiert Sahnetor zum 2:0, Luca Pellegrini macht mit. © dpa

Eintracht Frankfurt bezwingt den bisherigen Tabellenführer Union Berlin völlig verdient mit 2:0 - eine reife Leistung. Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Mario Götze: Kippte häufig ab auf die linke Abwehrseite, leitete von dort die Angriffe ein, um kurz drauf weiter vorne wieder an den Ball zu kommen. Stets anspielbar, viel unterwegs, hatte auf engstem Raum immer Lösungen parat. Schoss dazu das frühe 1:0. Später ausgewechselt, hatte sich leicht vertreten im Rasen, soll nicht schlimm sein.

Jesper Lindström: Brauchte ein wenig, um ins Spiel zu kommen. Schoss einmal aufs lange Eck (30.), dann einen Freistoß in die Mauer (36.), ehe ihm kurz vor der Pause ein Traumtor gelang (42.). Erkämpfte sich da erst den Ball, ließ einen Berliner stehen, dann noch einen zweiten und schob zum 2:0 klug ins kurze Eck ein. Wunderschöne Bude, er wusste das, schaute sich seinen Treffer prompt auf dem Videowürfel in der Wiederholung an. Auch in Hälfte zwei sehr fleißig.

Eintracht Frankfurt gewinnt gegen Union Berlin: Die Einzelkritik

Luca Pellegrini: Beste Leistung im Eintracht-Trikot. Offensiv auffällig, schoss häufig aufs Tor, einmal sogar gegen die Latte (36.), dazu defensiv stabil. Bekam für eine gelungene Grätsche reichlich Sonderapplaus, kostete ihn nur kurzzeitig das Haarband auf dem Haupt – ließ sich mühelos richten. Scheint seine körperlichen Defizite in der Bundesligapause wettgemacht zu haben.

Makoto Hasebe: Dritter Startelfeinsatz der Saison, dritter Eintracht-Sieg – könnte ein Zusammenhang bestehen, möchte man meinen. Stabilisiert das ganze Team. Umsichtig, abgezockt gegen die größeren und schnelleren Berliner Angreifer.

SGE besiegt Union Berlin: Die Spieler der Eintracht in der Einzelkritik

Randal Kolo Muani: Machte seinen Trainer elf Minuten lang verrückt, Oliver Glasner schrie und schrie, weil der Stürmer die Gegenspieler nicht früh genug attackierte, bis plötzlich Applaus aufbrandete. Schüttelte in Minute zwölf zwei Berliner ab und legte auf für 1:0-Schütze Götze. Sein fünfter Assist der Saison, ligaweiter Bestwert. Auch danach kaum zu halten, nicht mal von zwei, drei Gegenspielern, dribbelte sie aus, büffelte mit langen Schritten an ihnen vorbei. Und sah Gelb-Rot. Foulte zweimal, sah zweimal Gelb, regeltechnisch vertretbar, aber hart. Ein letzte Ermahnung wäre die bessere Schiri-Entscheidung gewesen.

Kevin Trapp: Schöne Flugeinlagen des Torhüters, segelte mehrfach seitwärts durch seinen Kasten bei Versuchen von Haberer (28.) und Skarke (79.). Sicherer Rückhalt. Ist für Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche nicht umsonst „der beste deutsche Torhüter“.

Ganz okay

Evan Ndicka: Nervte den Berliner Becker, den bisher erfolgreichsten Torschützen der Liga, mit konsequentem Körpereinsatz und konzentrierter Zweikampfführung. Behielt (fast) immer die Oberhand.

Tuta: Konzentriert, zweikampfstark, ähnlich wie Ndicka. Alles paletti.

Eintracht mit verdientem Sieg gegen Union Berlin: Die Spieler in der Einzelkritik

Daichi Kamada: Für den geschonten Sow auf der Sechs, tat dem Spielfluss an diesem Tage keinen Abbruch, im Gegenteil. Ist halt ein feiner Fußballer, kontrollierte mit den Kollegen Rode und Götze das Zentrum des Spiels. Erledigte zudem seine Defensivaufgaben fleißig.

Wie Eintracht Frankfurt das anspruchsvolle Restprogramm angehen sollte und weshalb im Winter kein Spieler gehen wird – weder Kamada noch Lindström oder Ndicka.

Sebastian Rode: Guter Stratege, rannte nicht immer mit nach vorne, sicherte auch mal ab, richtig so, waren genug Offensive auf dem Feld. Gewohnt hartnäckig in den Zweikämpfen, dazu spielfreudig.

Djibril Sow: Wurde eine knappe Stunde lang geschont, der Dauerspieler, durfte zuletzt ja auch fürs Nationalteam ran. Integrierte sich sofort, logisch, gehört er sonst immer dazu.

Ansgar Knauff: Von links wieder nach rechts beordert, ein Klacks für ihn. Gehörte nicht zu den ganz auffälligen Frankfurtern, spielte dennoch solide. Vernünftiger Mix zwischen Angriff und Abwehr.

So lala

Kein Eintrag.

Schwächelnd

Kein Eintrag.

Zu spät gekommen

Christopher Lenz, Eric Dina Ebimbe, Rafael Borré . (dani)

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