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Eintracht-Arbeit an der Defensive: „Hier setzen wir Trainingsreize“

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Von: Daniel Schmitt

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Eintracht-Trainer Oliver Glasner.
Eintracht-Trainer Oliver Glasner. © dpa

Die Eintracht feilt bis zum Jahresende vor allem am Abwehrverhalten, der Trainer Oliver Glasner erwartet derweil personell „keinen Riesenumbruch“ in der Winterpause.

Ein weltmeisterlicher Hauch bewegte sich am Montagnachmittag auch durch den Frankfurter Stadtwald, dort, wo sich die Spieler der Eintracht in einer seltsamen Zwischenphase dieser Saison befinden, da das nächste Pflichtspiel fast zwei Monate entfernt ist, sie aber gewillt sind, auch weiterhin ihre Körper in Schuss zu halten. Am Rande des Trainingsplatzes also standen sie, die WM-Fahrer des hessischen Bundesligisten: Djibril Sow, Daichi Kamada, Jesper Lindström. Nicht wahrhaftig natürlich, die Wüste Katars hält die Nationalkicker fest im Griff, aber zumindest ihre Fahrräder - gekennzeichnet auf den Rahmen mit Namen und heimischer Flagge, Schweiz, Japan, Dänemark. Die Kameraden borgten sich die Strampelgeräte kurzerhand aus.

Den Trainer Oliver Glasner scheint die WM in Katar dieser Tage nicht sonderlich zu jucken, er schaue sich jedenfalls nicht alle Spiele an, hatte er unlängst kundgetan, zu seinen Schützlingen in Katar aber hält er Kontakt.

Den deutschen Bankdrückern Mario Götze und Kevin Trapp habe er etwa mitgeteilt: „Seht ja zu, dass ihr ins Achtelfinale kommt, sonst wissen wir gar nicht, was wir mit euch machen sollen.“ Glasner lachte, als er dies sagte und meinte: Eine kurzfristige Eingliederung der Nationalspieler ins Frankfurter Teamtraining bis zur nahenden Weihnachtspause hält er eher nicht für eine kluge Idee.

Ansonsten tummelte sich am Montag eine ordentliche Anzahl an Fußballprofis auf dem Übungsareal, 17 Feldspieler und drei Torhüter, unter ihnen auch die Nachwuchskräfte Marcel Wenig, Mehdi Loune sowie Keeper Jannik Horz. Mit diesem Kader, zu dem der angeschlagene Eintracht-Kapitän Sebastian Rode für den Rest des Kalenderjahres nicht mehr gehören wird, um kein unnötiges Risiko einzugehen, will Glasner auch die noch anstehenden Testspiele am Freitag gegen den SV Sandhausen und eine Woche darauf bei Atalanta Bergamo angehen. Des Trainers Hauptaugenmerk dabei: das Defensivverhalten.

Eintracht Frankfurt: Buta macht guten Eindruck

„Darauf legen wir unsere Schwerpunkt, hier setzen wir die Trainingsreize“, sagt Oliver Glasner, wohlwissend, dass die Abwehrarbeit zum einen eine relativ große Schwachstelle in der ersten Saisonhälfte war und zum anderen mit Ausnahme des kroatischen Nationalspielers Kristijan Jakic alle Verteidiger gerade in Frankfurt zugegen sind. „Der taktische Bereich steht im Vordergrund, auch defensive Standardsituationen“, erklärt der Fußballlehrer.

Selbst Aurelio Buta, langzeitverletzter Sommerneuzugang aus Antwerpen, mischte am Montag mit im Training, auffällig gut sogar. Bei der knackigen Einheit mit Spielchen auf einem engen Feld trat der Rechtsverteidiger gleich mal als dreifacher Torschütze in Erscheinung. „Sein bestes Training bisher“, kommentierte der Coach. Sonderlich viele hat Buta aber ehrlicherweise auch noch nicht bestreiten können. Eine gewisse Dynamik bringt der 25-Jährige aber allemal mit.

Gerade für aus Verletzungen zurückgekehrte Profis wie Buta oder Touré sei die aktuelle Zeit wichtig, sie sollen Anschluss finden an den Rest, an die Stammkräfte, ebenso zum Beispiel wie die in der Hinrunde schwächelnden Stürmer Rafael Borré und Lucas Alario. „Sie werden in den Testspielen viel Spielzeit bekommen, sie sollen ihren Rhythmus finden“, sagt Glasner.

Und abschließend wurde der Coach noch gefragt, ob die Eintracht die erfolgreiche Truppe denn in der Wintertransferphase überhaupt beisammen behalten könne. Seine Antwort: „Ich erwarte keinen Riesenumbruch.“

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