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Eigentlich der Arbeitsplatz der meisten Mitarbeiter: Die Frankfurter Arena. dpa

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Gehaltsverzicht: Eintracht macht Einschnitte auf allen Ebenen

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Große Teile der Mitarbeiterschaft beim hessischen Bundesligisten sind in Kurzarbeit. Baldwerden auch Spieler, Vorstände und Trainer folgen. Der Beitrag soll beachtlich sein.

Frankfurt - Längst haben Spieler von Eintracht Frankfurt ihre Bereitschaft erklärt, dem Klub in dieser schwierigen Corona-Zeit helfen zu wollen. Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell. Bald auf Teile des Gehalts zu verzichten, wie es bei anderen Bundesligisten bereits von den Profikickern gemacht wird, sei teamintern natürlich besprochen worden, verriet zum Beispiel Danny da Costa dem Magazin „11 Freunde“: „Wenn wir den Mitarbeitern über einen Gehaltsverzicht helfen können, dann würden wir das auch umsetzen. Da gibt es keine zwei Meinungen.“ Ähnlich wie da Costa äußerten sich auch andere Spieler.

Für Axel Hellmann ist ein derartiges Szenario ebenfalls unausweichlich, wenngleich der Eintracht-Vorstand gestern gegenüber dem HR noch keine Fakten schuf: „Für jeden ist klar, dass diese Krise einschneidend sein wird. Auch für das wirtschaftliche Gebilde eines Klubs. Das ist von Anfang an den Spielern und Mitarbeitern klar gewesen.“ Erst habe der Verein verschiedene Szenarien einer Fortsetzung der Saison durchgerechnet, dann sei intern Klartext geredet worden, „und alle sind zur Erkenntnis gekommen, dass es nur geht, wenn alle verzichten.“ Zu Details wolle er sich „in dieser Woche noch nicht“ äußern, so Hellmann: „Sie können davon ausgehen, dass alle in diesem Betrieb ihren Beitrag leisten werden, durch die Krise zu kommen.“

Wie bereits berichtet, befinden sich große Teile der Mitarbeiterschaft seit dem 1. April in Kurzarbeit. Die Eintracht stockt den Anteil der Arbeitsagentur von 60 Prozent oder 67 Prozent (für Mitarbeiter mit Kindern) zwischen 20 und 30 Prozent auf. Wie die FR nun aus Mitarbeiterkreisen erfuhr, können viele diesen Schritt nachvollziehen, sie zeigen sich solidarisch mit ihrem Arbeitgeber, da ihnen der Klub am Herzen liegt. Andere wiederum können nicht nachvollziehen, dass sie als Mitarbeiter bereits Abstriche machen müssen, die Großverdiener wie Spieler, Vorstände oder Trainer bisher aber nicht. Nach FR-Informationen soll genau dieser Schritt in naher Zukunft vollzogen werden – und dann auch in einem verhältnismäßig beträchtlichem Rahmen. dani

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