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Alte Geschichten

Es war einmal

Magath bei der Eintracht. Das 6:3 gegen Köln anno 2005. Das 2:2 zuletzt.

Aus und vorbei. Am Montag, 14.40 Uhr, war dann Schluss für Wolfgang Felix Magath bei Eintracht Frankfurt, es war der 27. Januar 2001. Der Trainer, der die Eintracht ein gutes halbes Jahr zuvor auf fast schon wundersame Weise vor dem Abstieg gerettet hatte, konnte, wie die Eintracht mitteilte, während eines Gesprächs mit AG-Vorstandschef Steven Jedlicki und den Aufsichtsratsmitgliedern Reinhard Gödel und Matthew Wheeler "keine Wege aus der Krise aufzeigen, hat aber eine absolute Machtfülle gefordert".

Vorausgegangen war ein desaströses 1:5 (Tor: Kryszalowicz) gegen den 1.FC Köln im ersten Spiel nach der Winterpause auf eigenem Platz. Magath war da schon nicht mehr wohlgelitten, gerade Präsident Peter Fischer war kein Freund des heutigen Schalke-Trainers. Aber auch die anderen Verantwortlichen waren von Magath abgerückt, spätestens nach einem Krisengespräch am Sonntag. "Wir hätten ihm noch Zeit gegeben, wenn er nicht so reagiert hätte wie in dieser Unterredung", sagte Aufsichtsrat Robin Fritz, "wenn Sie aber so aggressiv sind, ihre Gesprächspartner beschimpfen und Alleinherrschaft fordern, sorgen Sie selbst dafür, nicht mehr tragbar zu sein." Steven Jedlicki sagte, er habe Magaths Verhalten auch als persönliche Kränkung empfunden: "Dieses Gespräch hat mich umgestimmt. Der gute Dialog, von dem ich glaubte, dass wir ihn aufgebaut haben, war leider nicht mehr vorhanden. So muss ich sagen, dass ich mich auch getäuscht fühle." Magath selbst sagte damals, als ihn ein Journalist telefonisch erreichte: "Wissen Sie, wo die Eintracht wäre, wenn ich nicht gewesen wäre? Dann könnten Sie jetzt über die Kreisliga berichten." Manager Rolf Dohmen übernahm, dann übergab er an Friedel Rausch - und die Eintracht stieg ab.

Sahnehäubchen. "Im Rausch", titelte die Frankfurter Rundschau am 24. Oktober 2005. Die Eintracht hatte den 1.FC Köln aus dem Stadion geschossen, 6:3 (Tore: Amanatidis, Rehmer, Chris, Köhler, Meier, Cha) hieß es schlussendlich, die Frankfurter hatten eine famose Leistung auf den Rasen geworfen. Gerade im ersten Abschnitt. Die Eintracht spielte mit bemerkenswerter , ja unglaublichen Begeisterung, die einem fast den Atem raubte. Es war ein Spiel von ungeahnter Leichtigkeit und Schönheit, ein Spiel fast "wie im Rausch" (Benjamin Köhler), und manchmal fühlten sich einige an eine Epoche erinnert, in der die Herren Bein, Möller, Yeboah Sahnehäubchen-Fußball präsentierten. Es war ohnehin die Woche der Eintracht. Ein paar Tage später sollte sie erneut sechs Tore schießen, im DFB-Pokal gegen Schalke 04. 6:0. Ein Wahnsinn.

Glück im Unglück. Weit weniger spektakulär lief das letzte Aufeinandertreffen in Frankfurt. "Dass wir nicht gewonnen haben, tut richtig weh", sagte Heribert Bruchhagen. "Es wird nicht viele Spiele geben, in denen wir so überlegen sind." Es reichte nur zu einem 2:2 (Tore: Russ und Fenin), und die dezimierte Eintracht (Chris sah Rot), obzwar turmhoch überlegen in Halbzeit eins, hatte zum Schluss gar Glück: Manasseh Ishiaku schoss kurz vor Schluss am leeren Tor vorbei. (dur)

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