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Eintracht wie aus einem Guss

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Von: Ingo Durstewitz

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Gleich mal wieder ein Doppelpack: Randal Kolo Muani.
Gleich mal wieder ein Doppelpack: Randal Kolo Muani. © IMAGO/Laci Perenyi

Eintracht trotzt den sintflutartigen Regenfällen am Golf, präsentiert sich in beachtlicher Frühform und schlägt RB Leipzig verdient mit 4:2 - Kolo Muani trifft doppelt, US-Boy überzeugt.

Auch sintflutartige Regenfälle, die Straßen in Dubai in kleine Flüsse verwandelten, konnten Eintracht Frankfurt nicht aufhalten. Der Bundesligist aus dem Hessischen besiegte im Rahmen des Trainingslagers am Persischen Golf den Ligakonkurrenten RB Leipzig verdient mit 4:2 (1:2). Die erste Partie im neuen Jahr, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand und als internes Trainingsspiel deklariert war, hatte mit fünfzehnminütiger Verspätung begonnen, weil die Eintracht nicht rechtzeitig im 90 Minuten entfernt liegenden Abu Dhabi ankam – die Straßen waren, siehe oben, geflutet. Die Frankfurter spielten dennoch wie aus einem Guss.

Als es dann endlich losging auf dem Trainingsgelände der Sachsen, übernahmen die Frankfurter gleich das Kommando. Nach einem feinen Freistoßtrick brachte Jesper Lindström die Eintracht in Führung (7.). Der wuselige Neuzugang Paxten Aaronson war gefoult worden. Der US-Amerikaner, 19 Jahre erst jung, macht in seinem ersten Spiel für seinen neuen Klub gleich eine gute Figur, war sehr belebend, schnell auf den Beinen und mit einem guten Gefühl für den Raum unterwegs. Natürlich sollte man den ersten Eindruck nicht überbewerten, aber für den Anfang war das sehr manierlich. Auch seine körperlichen Nachteile machte der Youngster durch kluge Bewegungen wett. Vielversprechend.

Coach Oliver Glasner hatte Rückkehrer Makoto Hasebe auf die zentrale Position in der Dreierabwehrkette beordert, und vorne stürmte Lucas Alario als einzige Spitze. Der Argentinier zeigte eine eher unauffällige Leistung, köpfte nur einmal aufs Tor. Erfolglos.

Die Leipziger schlugen aber noch im ersten Durchgang zurück. Ex-Eintracht-Stürmer André Silva war es, der zwei Unachtsamkeiten in der Deckung der Hessen ausnutzte, 1:1 nach 35 Minuten, 1:2 nach 45 Minuten – Spiel gedreht. Bei beiden Gegentoren sah Torwart Kevin Trapp zumindest ein bisschen unglücklich aus.

Im zweiten Abschnitt wechselte Trainer Glasner komplett durch, und gerade die Offensivreihe mit Mario Götze, Rafael Borré und natürlich Randal Kolo Muani stellte die Leipziger vor unlösbare Probleme. Das Trio, ergänzt durch den ebenfalls frech aufspielenden Ansgar Knauff, wirbelte den aktuellen Bundesligadritten ganz schön durcheinander. Zufall war es daher nicht, dass Borré nach 70 Minuten mit einem Schlenzer in den Winkel ausglich.

Nur eine Minute später traf der Kolumbianer zwar nur den Pfosten, doch den Abpraller beförderte Mario Götze zu Kolo Muani, der die Führung erzielte. Den Schlusspunkt setzte erneut der furiose französische Vizeweltmeister, der eine Vorarbeit von Knauff zum 4:2-Endstand nutzte (84.). Eintracht Frankfurt, man muss das so konstatieren, befindet sich im noch jungen Jahr 2023 in erstaunlicher Frühform.

So spielte die Eintracht: Trapp (46. Ramaj) – Tuta (46. Toué), Hasebe (46. Smolcic), Ndicka (46. Chandler) – Ebimbe (46. Knauff), Kamada (46. Rode/85. Loune), Sow (46. Jakic), Lenz (46. Pellegrini/67. Buta) – Lindström (46. Götze), Aaronson (46. Borré), Alario (46. Kolo Muani).

Tore: 1:0 Lindström (7.), 1:1 Silva (35.), 1:2 Silva (45.), 2:2 Borré (70.), 3:2 Kolo Muani (71.), 4:2 Kolo Muani (84.).

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