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Will's nochmal wissen: Alex Meier.
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Will's nochmal wissen: Alex Meier.

Eintracht Frankfurt

Eine Zukunft für den Fußballgott

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Alexander Meier kann sich eine Zukunft bei Eintracht Frankfurt gut vorstellen - und auch der Klub scheint nicht abgeneigt zu sein.

Alexander Meier erholt sich zurzeit in Miami von einer aufreibenden Spielzeit, die ihn und den ganzen Verein nervlich ziemlich belastete. Meier, dienstältester Spieler der Hessen, konnte im Endspurt nicht mehr so wie er wollte, was ihn zusätzlich mitnahm. Eine Knieverletzung samt Operation hatte ihn lange außer Gefecht gesetzt, in den entscheidenden Spielen gegen den 1. FC Nürnberg spielte er zwar mit, aber das war nicht der alte Meier, konnte er ja nicht sein nach der langen Zwangspause.

Das Knie aber, das sagte er vor der Abreise in die Staaten, fühle sich gut an, sehr gut, er habe überhaupt keine Probleme mehr. Wenn es so bleibe, dann würde er gerne noch ein paar Jährchen professionell Fußball spielen. Am liebsten in Frankfurt. Alex Meier ist jetzt 33 Jahre alt, im Januar wird er 34, seit 2004 trägt er das Trikot mit dem Adler auf der Brust, Frankfurt ist für den Norddeutschen Heimat geworden. In der Bundesliga, das sagte er vor Jahren schon, könne er sich nicht vorstellen, noch mal für einen anderen Verein zu spielen.

Sein Vertrag bei der Eintracht läuft noch ein Jahr, gerne würde er noch ein Jährchen dranhängen. Die Möglichkeit dazu besteht. Und mittlerweile scheint es auch fast sicher, dass er den Klub nicht mehr wechseln wird, obwohl er die Möglichkeit dazu hat. Im Winter schon kam ein ganz und gar unverschämtes Angebot aus China hineingeflattert, da ist der Lange mit so vielen Millionen Euro geködert worden, dass wohl nur die allerwenigsten Mensch an ein „Nein“ auch nur einen Gedanken verschwendet hätten. Alex Meier hatte mal ganz kurz und zaghaft angefragt beim damaligen Trainer Armin Veh. Nach einer Minute war die Angelegenheit erledigt. Meier blieb, weil er auch gar nicht so richtig weg wollte. Das ist jetzt nicht anders.

Fredi Bobic, der neue Sportvorstand, hatte schon bei seiner Vorstellung gesagt, dass der Klub „Gesichter wie Alex Meier oder Marco Russ“ brauche. Und mittlerweile hat es erste Gespräche mit Meier gegeben, „super, positive Gespräche“, wie Bobic findet. „Er fühlt sich hier wohl“, sagte der Sportchef bei Sky. „Wir haben darüber gesprochen, wie die Zukunft aussehen soll und wie die Zukunft nach seiner Karriere aussehen soll. Wir möchten auch in Zukunft miteinander arbeiten.“

Lesen Sie bitte weiter auf der nächsten Seite.

Meier selbst hatte erst kürzlich betont, dass er es sich sehr gut vorstellen könne, auch dann in Frankfurt zu bleiben, wenn er die Fußballschuhe nicht mehr tagtäglich schnüren muss. Die Trainerscheine wolle er auf alle Fälle machen, obwohl er gar nicht wissen, ob der Job etwas für ihn sei. Bei der Spielersichtung und -bewertung traue er sich auf jeden Fall einiges zu. Meier hat ein gutes Auge für die Fähigkeiten und Qualitäten anderer Spieler, bei Neuzugängen braucht er meistens nur drei, vier Trainingseinheiten, um zu erkennen, ob einer das Zeug dazu hat, dem Team zu helfen, es wirklich zu verstärken oder alsbald wieder in der Versenkung zu verschwinden wird. Bisher hat er sich nur ein einziges Mal getäuscht – in zwölf Jahren in Frankfurt. Zunächst will er seinem Herzensverein aber noch auf dem Rasen helfen, mit seinen Toren natürlich.

Fredi Bobic hat natürlich nicht nur mit Alexander Meier Gespräche geführt, die Sportliche Leitung um Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner ist zurzeit bienenfleißig und legt ein hohes Tempo vor. Da geht es um die aktuellen Spieler, aber auch um potenzielle Neuzugänge. Beide stehen auch im intensiven Dialog mit Trainer Niko Kovac. Das Ganze läuft im Verborgenen.

Die Kunst für die Eintracht wird natürlich sein, aus den begrenzten finanziellen Mitteln das Optimum herauszuholen und die individuelle Qualität der Profis richtig einzuschätzen. Daran haperte es in der Vorsaison bekanntlich, als die gefühlte Leistungsstärke des Teams nicht der wahren Leistungsstärke entsprach. Der Umbau wird nicht radikal sein, aber schon deutlich spürbar. Sechs, sieben, acht neue Spieler könnten es sehr wohl werden. „Ein Stück weit wird sich das Gesicht der Mannschaft verändern“, kündigte Bobic an.

Das ist sehr wahrscheinlich auch notwendig.

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