Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zunge raus, Bein hoch, Ball unter Kontrolle. Alex Meier ( im Spiel gegen Udine) in seinem Element.
+
Zunge raus, Bein hoch, Ball unter Kontrolle. Alex Meier ( im Spiel gegen Udine) in seinem Element.

Alexander Meier

Eine Konstante und ein Neuer

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
    schließen

Eintracht-Profi Alexander Meier begegnet beim Gastspiel des HSV seiner Vergangenheit. Altintop kommt wohl für Gekas in die Mannschaft

Alexander Meier hat nach dem gestrigen Abschlusstraining noch ein paar zusätzliche Übungen absolviert. Er hat einige Sprints gemacht, ganz für sich alleine, er hat sich noch gedehnt und ganz am Ende, die meisten Eintracht-Kollegen waren schon in der Kabine, hat er sich von Markus Steinhöfer noch ein paar Flanken in den Strafraum schießen lassen, die er volley aufs Tor schoss. Das macht Alexander Meier oft, er braucht diese Zusatzschichten, um sich sicher zu fühlen. Doch vor dem heutigen Spiel der Frankfurter Eintracht gegen den Hamburger SV war ihm klar, dass er noch ein bisschen mehr machten sollte.

Das liegt natürlich daran, dass auch Meier, wie die ganze Mannschaft, nicht optimal in die Saison gestartet ist. Sein Spiel in Hannover hatte ebenso noch Luft nach oben wie das seiner Kollegen. Und zum zweiten legt er sich auch deswegen so ins Zeug, weil es gegen seinen alten Klub geht. Meier ist in der Nordheide geboren, in Buchholz, das liegt 20 Kilometer südlich von Hamburg, er hat für den HSV gespielt, ein paar Mal sogar in der Bundesliga, aber die Konkurrenz war dort zu stark. Meier, 27, spielt zwar schon seit 2004 bei der Eintracht, doch seine Wurzeln hat er nie geleugnet. Es ist kein Spiel wie jedes andere für ihn.

Der letzte Heimsieg gegen die Hanseaten liegt nun auch schon eine Weile zurück, am 15. September 2007 schlug die Eintracht den HSV mit 2:1 ? und beide Tore erzielte der Norddeutsche. Vor allem der Siegtreffer in der 87. Minute ist vielen noch in bester Erinnerung, Meier nahm den Ball, technisch ansprechend, mit dem Rücken zum Tor stehend volley, und die Kugel trudelte am verdutzten Torwart Frank Rost ins Netz. Inzwischen spielt Meier defensiver, mit Pirmin Schwegler auf der Sechs, deswegen kommt er nicht mehr so häufig zum Torschuss. Im defensiven Mittelfeld kommt Meier besser zur Geltung, da ist er mehr ins Spiel eingebunden, taucht nicht mehr so oft ab. Zudem ist seine Kopfballstärke in er Abwehr gefragt. In der vergangenen Runde war Meier mit zehn Treffer einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Bundesliga. Wird Meier diese Quote noch einmal erreichen?

Auf seinen Einsatz brennt auch Halil Altintop. Sehr wahrscheinlich wird er auch spielen, sehr wahrscheinlich nicht neben Ioannis Amanatidis, eher eine Position weiter hinten. Vieles spricht dafür, dass Trainer Michael Skibbe seine Formation gegenüber der Auftakt-Pleite auch taktisch verändert und auf ein 4-2-3-1-System umstellen wird. Amanatidis dürfte da der einzige Stürmer sein. Der Deutsch-Türke Altintop wird für Theofanis Gekas ins Team rücken, der in Hannover auf ganzer Linie enttäuschte, vor allem läuferisch deutlich zu wenig brachte. Immerhin hat ihn der neue griechische Nationaltrainer Fernando Santos ins Aufgebot für die EM-Qualifikationsspiele (Georgien und Kroatien) berufen.

Altintop war einigermaßen überrascht, dass er am vergangene Samstag lediglich auf der Ersatzbank hatte Platz nehmen müssen. Er hatte geglaubt, „Argumente für mich gesammelt“ zu haben; im Pokalspiel gegen Wilhelmshaven stand er in der Startformation. So wie in der kompletten Rückrunde. Altintop hat in der Vorbereitung darauf verzichtet, öffentlich für sich Werbung zu machen. Sein Motto lautete: „Lieber Klappe halten und Gas geben.“ Er fand zudem etwas Positives in der ersten Niederlage: Vielleicht sei es nicht verkehrt, gleich zu Beginn wachgerüttelt zu werden. Die Favoritenrolle am heutigen Samstag jedenfalls ist klar verteilt, die Eintracht hat sie nicht inne. Altintop gibt auch zu bedenken: „Wir müssen immer ans Limit gehen, um zu gewinnen.“ Zuletzt war das nicht der Fall.

Wenigstens ist Skibbe, der trotz eines bärenstarken HSV offensiv an die Sache herangehen will, einer Sorge ledig. Maik Franz hat seine Blessur am Oberschenkel so weit auskuriert, dass er spielen kann. Es wird für ihn genug Arbeit geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare