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Die Spieler von Eintracht Frankfurt beim Training.
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Die Spieler von Eintracht Frankfurt bereiten sich auf den Saisonstart vor.

SGE

Eintracht Frankfurt: Kader-Gerüst soll bis zum Saisonauftakt noch verstärkt werden

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Eintracht Frankfurt fühlt sich gewappnet für den Saisonstart, obwohl am Kader noch gefeilt wird. Was passiert mit Amin Younes?

Frankfurt – Viele Spieler, wenig Raum. Eine Ausgangslage, im Grunde geschaffen für einen Mann wie Amin Younes, für einen Gefühlsfußballer, einen Schnicker, der für seine Dribbelkünste kaum mehr Platz als auf einem Bierdeckel braucht. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, zeigte der deutsche Nationalspieler in Diensten von Eintracht Frankfurt am Dienstagnachmittag, was er so alles mit der Pille vollführen kann. Die ersten vier Tore im Trainingsspielchen auf jenem beengten Feld: zwei Treffer und zwei Vorlagen von Younes. Klasse.

Unbestritten sind sie ohnehin die fußballerischen Fähigkeiten von Amin Younes, für einen aufstrebenden Klub wie die Eintracht sind sie von überdurchschnittlicher Qualität. Dennoch halten sich seit Wochen hartnäckig die Gerüchte um einen möglichen Vereinswechsels des Offensivpielers. Laut Sky soll sein Ziel mittlerweile nicht mehr Dubai, sondern Saudi-Arabien sein, obwohl Younes noch per Leihe für die aktuelle Saison an die Eintracht gebunden ist und per Vertragsoption (2,5 Millionen Euro) anschließend fest verpflichtet werden kann.

Eintracht Frankfurt: Jens Petter Hauge weiter im Gespräch

Younes, dessen Berater am Dienstag in Frankfurt weilte, soll sich bei den Eintracht-Bossen mit seiner Forderung nach mehr Gehalt für Unmut gesorgt haben, auch wusste er in den bisherigen Testkicks noch nicht mit allzu großem Eifer zu glänzen. Als möglicher Ersatzmann wird schon länger der offensiv flexibel einsetzbare Norweger Jens Petter Hauge vom AC Mailand gehandelt. Ausgang offen in diesem Potpourri an Spekulationen.

Alles in allem aber haben der sich nicht aus der Ruhe bringen lassende Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Oliver Glasner bisher gut gewerkelt. Fünf Tage vor dem Pflichtspielstart, dem Erstrundenduell im DFB-Pokal bei Waldhof Mannheim, steht das Gerüst der Eintracht-Mannschaft, und es ist ein stabiles. Angefangen mit Kevin Trapp im Tor, vor ihm verteidigend in einer Dreierreihe die aus der vergangenen Rückrunde bewährten Tuta, Martin Hinteregger und Evan Ndicka. In der Defensive gibt es also wenig Anlass zu Experimenten.

Eintracht Frankfurt: Djibril Sow will „Großartiges“ erreichen

Kniffliger wird es für Glasner schon im Mittelfeld, wenngleich er dort offenbar favorisierte Lösungen gefunden hat. Im Zentrum dürften gegen Waldhof der Altmeister Makoto Hasebe und der EM-Fahrer Djibril Sow das Spiel orchestrieren. Der gerade zum Kapitän auserkorene Sebastian Rode ist nach einer verletzungsbedingt sehr durchwachsenen Vorbereitung vorerst hintendran. Am Dienstag nahm er ebenso wie der zuletzt angeschlagene Jesper Lindström immerhin wieder am Teamtraining teil. Zudem: Ajdin Hrustic, die Überraschung der bisherigen fünf Wochen unter Glasner, sitzt daheim in Corona-Quarantäne.

Gerade Sow, der am Samstag erstmals im Einsatz war nach seiner Rückkehr aus dem Sommerurlaub, präsentiert sich sofort in prächtiger Form. Als „fantastisch“ stufte Trainer Glasner dessen Leistung gegen die Franzosen aus Saint-Étienne ein.

Ohnehin passt der laufstarke und einigermaßen schnelle Zentrumsspieler zum auf Laufstärke und Schnelligkeit basierenden Spielstil des Fußballlehrers. „Er ist ein Trainer, der mich weiterbringen kann, der sehr detailliert arbeitet“ sagt Sow und nimmt sich für die anstehende Bundesligarunde viel vor. „Ich will Großartiges mit Eintracht Frankfurt erreichen.“ Was genau? Wenn man, wie vergangenen Saison, so knapp scheitere am großen Ziel, also der Champions-League-Qualifikation, erklärt der Schweizer, dann „will man es im nächsten Jahr packen.“

Eintracht Frankfurt: Vinicius im Gespräch

Doch eines nach dem anderen: Neben Sow und Hasebe wird am Sonntag in Mannheim erstmal auf dem rechten Flügel sehr sicher Danny da Costa auflaufen, der Rückkehrer hat das Duell gegen die letztjährige Stammkraft Erik Durm vorerst für sich entschieden, auf links darf Neuzugang Christopher Lenz den letztmals im DFB-Pokal gesperrten Filip Kostic vertreten.

Komplex wird es bei der Abteilung Attacke: Dort haben Daichi Kamada als Zulieferer und der gut ins Eintracht-Abenteuer gestartete Neuzugang Rafael Borré als Abnehmer ihre Plätze zurzeit sicher. Zudem scheint Aymen Barkok trotz wechselhafter Leistungen bei Glasner gute Karten auf Startelfeinsätze zu haben. Neuzugang Lindström, zuletzt angeschlagen, und Younes, zuletzt aufmüpfig, werden sich vorerst wohl gedulden müssen.

Eintracht Frankfurt: Ali Akman soll verliehen werden

Klar bleibt aber: Vorne wird sich personell in den kommenden Tagen und Wochen noch etwas tun. Wichtigstes Transferziel der Eintracht bleibt ein großgewachsener Mittelstürmer. In Portugal ploppte nun die dazu passende Meldung auf, wonach Stürmer Carlos Vinicius, 26, von Benfica Lissabon ein Kandidat für eine Leihe zu den Hessen sei. Vergangene Saison war der Brasilianer an Tottenham Hotspur in der Premier League ausgeliehen und erzielte als Ersatzmann von Harry Kane zehn Tore in 22 Einsätzen. Der 1,90-Meter-Brocken gehört der Berateragentur Gestifute an, die auch den Frankfurter Ex-Knipser André Silva auf dessen Karriereweg begleitet.

Den Klub verlassen sollen dagegen fünf junge Spieler. Nachdem in der vergangenen Woche bereits Rodrigo Zalazar, Dejan Joveljic und Nils Stendera für Verhandlungen mit anderen Klubs von der Eintracht freigestellt wurden, übte auch Ali Akman am Dienstagnachmittag nicht mehr mit dem Team. Der 19-jährige Stürmer soll verliehen werden. Ähnliches gilt für Defensivmann Fynn Otto.

Kurzum: Ein stabiles Gerüst ist vorhanden, einzelne Stützen aber werden noch ausgetauscht. (Daniel Schmitt)

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