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Es läuft ganz gut für ihn in Hoffenheim: Mijat Gacinovic.
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Es läuft ganz gut für ihn in Hoffenheim: Mijat Gacinovic.

Ex-Eintracht-Profi Gacinovic

Ein Spitzel und ein Unruhestifter

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Ex-Eintrachtler Mijat Gacinovic ist mittlerweile Stammspieler in Hoffenheim, doch Andrej Kramaric ragt heraus.

Vor knapp drei Wochen machte ein ganz besonderer Schnüffler Halt im Frankfurter Stadtwald, einer, der sich dort bestens auskennt, der weiß, wo er die Infos über den hessischen Bundesligisten beschaffen kann, der sogar vordringen darf bis ins Heiligtum der Eintracht, bis in die Kabine. Mijat Gacinovic also, dieser Forrest Gump im Fußballergewand, der vor bald drei Jahren die Eintracht zum Pokalsieg rannte, betrachtete also das Spiel gegen Schalke 04, jene emotionale Achterbahnfahrt zwischen Ankunft (Luka Jovic) und Abschied (David Abraham). Und Gacinovic, immerhin fünf Jahre ein Eintracht-Angestellter, ließ es sich nicht nehmen, seine früheren Kameraden allesamt zu herzen. Irgendwie ist er immer noch ein halber Frankfurter geblieben, obwohl er seit Sommer ja eigentlich ein ganzer Hoffenheimer ist, der treue Mijat.

Und so empfindet er das morgige Spiel (15.30 Uhr) seiner TSG, bei der er im Sommer im Tausch mit Steven Zuber gelandet war, und seiner Eintracht natürlich als etwas ganz Besonderes. Er freue sich über den guten Lauf seines Ex-Klubs, „aber ich will gegen sie gewinnen.“ Nachdem Gacinovic in alten Jahr bei den Sinsheimern häufig als Einwechselspieler zum Einsatz kam, zählt er spätestens seit dem Jahreswechsel zum Stammpersonal. In allen Spielen 2021 stand er beim Anpfiff auf dem Feld. Trainer Sebastian Hoeneß versetzte ihn wegen anhaltender, größerer Verletzungsprobleme vom offensiven Mittelfeld auf die rechte Seite. Er löste die für ihn neue Aufgabe nicht immer fehlerfrei, vor allem in der Rückwärtsbewegung nicht, aber doch ordentlich. Lauffreudig wie eh und je flitzte er die Außenlinie entlang, allerdings ebenso ungefährlich vor des Gegners Kasten. Überhaupt gelang dem 25-Jährigen bisher nur ein Tor in der Europa League.

Ganz im Gegensatz zu Andrej Kramaric. Der Kroate, 29, gehört seit Jahren zu den treffsichersten Bundesliga-Angreifern. 13 Tore in 15 Einsätzen gelangen ihm bereits in dieser Runde, ein sehenswertes auch bei der Hinspielpleite in Frankfurt (1:2), und natürlich war er es, der die TSG am vergangenen Wochenende in München mit seiner Bude zumindest kurz am Punktgewinn beim großen FC Bayern schnuppern ließ (1:4).

Aus dem Team des Zwölften, der sich in der Wintertransferphase mit den Talenten Chris Richards (FC Bayern, 20 Jahre, Verteidiger) und Georginio Rutter (Stade Rennes, 18, Stürmer) verstärkte, sticht Kramaric heraus. Er ist der Musterschüler – zumindest auf dem Rasen. Abseits davon schert der Nationalspieler gerne aus, kann dann zum Unruhestifter werden.

Jüngst brachte er via kroatischer Sportzeitung „Sportske Novosti“ einen Vereinswechsel im Sommer ins Gespräch. „Nach der EM ist es möglich. Ich gehe in das letzte Jahr meines Vertrags, daher ist es viel einfacher, mit anderen Klubs zu verhandeln“, hieß es vom Stürmer, der schon vergangenen Sommer mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde.

Kramaric steht seit fünf Jahren in Hoffenheim unter Vertrag und scheint nun endgültig offen für einen Wechsel zu sein. Er habe zuletzt zum ersten Mal gedacht, „dass es vielleicht Zeit ist, die Umwelt zu verändern. In erster Linie, weil ich mit unserer Spielweise nicht zufrieden bin. In den vergangenen Spielzeiten war sie attraktiv und gut, in dieser sind wir nicht einmal nah dran.“

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