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Jetro Willems im Zweikampf mit dem Hoffenheimer Stefan Posch.
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Jetro Willems im Zweikampf mit dem Hoffenheimer Stefan Posch.

Nach Unentschieden in Hoffenheim

"Ein Sieg wäre verdient gewesen"

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
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In allerletzter Minute kassiert Eintracht Frankfurt den Ausgleich zum 1:1 bei der TSG Hoffenheim. Im letzten Spiel zu Hause gegen Bremen hatte die Eintracht in der letzten Minute noch getroffen.

Es hat nicht viel gefehlt und Eintracht Frankfurt wäre am 12. Spieltag auf einen erstaunlichen dritten Platz geklettert, ein paar Augenblicke länger nur hätten die Hessen durchhalten müssen. Die Eintracht führte 1:0 in Sinsheim, durch ein schönes Tor, das Kevin-Prince Boateng bereits nach 13 Minuten erzielt hatte, und eigentlich sah alles danach aus, als könnten die Gäste die Partie über die Zeit retten.

Dazu waren die harmlosen Hoffenheimer nicht zwingend genug, sie waren zwar drückend überlegen, aber wenig zielstrebig, im Grunde hatten sie kaum eine Tormöglichkeit. Allenfalls mit Distanzschüssen wollten sie ans Ziel kommen, doch die wurden allesamt eine sichere Beute von Torwart Lukas Hradecky. „Wir haben bis auf das Tor nichts zugelassen“, sagte Trainer Niko Kovac später.

Allerdings hatte die Eintracht im zweiten Abschnitt viel zu wenig getan, um für Entlastung zu sorgen. Die Hessen hatten ganze 30 Prozent Ballbesitz, sie verlegten sich fast ausschließlich aufs Abwehren, taten so gut wie nichts mehr für das Spiel. „Die Eintracht hat mit viel Personal und Mann und Maus gut verteidigt“, musste selbst TSG-Trainer Julian Nagelsmann einräumen. Bis zur Nachspielzeit.

Der Treffer, den Mark Uth nach feiner Vorarbeit von Serge Gnabry erzielte, sorgte aus Frankfurter Sicht aus zwei Gründen für Ärger: Zum einen, weil „mit dem letzten Atemzug“ (Sportdirektor Bruno Hübner) noch zwei Punkte flöten gingen, zum anderen, weil sich die Eintracht benachteiligt fühlte: Vor dem Treffer soll Luka Jovic den Hoffenheimer Nico Schulz gefoult haben, was nicht der Fall war; dazu verlegte die TSG den Tatort gut 15 Meter weiter nach vorne. Sie verschaffte sich damit einen Vorteil, zudem war die Frankfurter Defensive in dieser Szene dann nicht gut gestaffelt. „Das soll aber keine Ausrede sein“, sagte Kovac. Grundsätzlich sagte er: „In diesen drei Minuten Nachspielzeit darf nichts mehr passieren. In diesen drei Minuten darf der Ball überhaupt nicht mehr auf dem Spielfeld sein. Da wird normalerweise gar kein Fußball mehr gespielt“, monierte der Fußballlehrer.

Kovac bemängelt fehlende Cleverness

Er bemängelte fehlende Cleverness. „Das müssen wir lernen.“ Vor allem schafften es die Frankfurter nicht, die Bälle in der Spitze fest zu machen und nachzurücken. Zudem waren sie viel zu passiv. Dessen ungeachtet kann Eintracht Frankfurt mit dem Remis gut leben, „ich bleibe bescheiden und demütig“, sagte Kovac. Immerhin hat die Erfolgsserie gehalten, die Eintracht bleibt auch im sechsten Spiel in Folge unbesiegt. Und erstmals seit vier Spielen erzielten die Frankfurter gar ein Tor gegen TSG Hoffenheim.

Und doch wäre mehr drin gewesen. „Hätten wir das 2:0 gemacht, wäre der Drops gelutscht“, sagte Kovac. Chancen waren da: Marc Stendera und Mijat Gacinovic in der ersten, Ante Rebic zweimal in der zweite Halbzeit hatten auch die Gelegenheiten dazu. „Ein Sieg wäre verdient gewesen, nicht wegen des Ballbesitzes, sondern wegen der besseren Torchancen“, fand Kovac. Hoffenheim war vor dem Ausgleich genau einmal gefährlich geworden, und da half Lukas Hradecky entscheidend mit. Seinen Pass fing Mark Uth ab, doch seine Hereingabe schob Sandro Wagner freistehend an den Außenpfosten (41.).

Mit 19 Punkten nicht unzufrieden

Gerade im ersten Abschnitt machte die Eintracht ein richtig gutes Spiel. Sie ließ ideenlose Hoffenheimer kaum ins Spiel kommen, stand defensiv sehr massiert und machte der TSG das Leben schwer. Marc Stendera machte neben Boateng ein ausgesprochen starkes Spiel, auch Carlos Salcedo und David Abraham standen bombensicher in der Dreierkette. Lediglich die Konter wurden „nicht sauber zu Ende gespielt“, monierte Vorstand Fredi Bobic. Mit den 19 Punkten sei er nicht unzufrieden, „21 wären besser gewesen“.

In der Liga gleicht sich vieles oft aus: Nachdem die Eintracht dreimal in letzter Minute noch den Siegtreffer erzielen konnte, musste sie dieses Mal einen ärgerlichen lucky punch hinnehmen.

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