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Ordentliches Debüt: Steven Zuber.
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Ordentliches Debüt: Steven Zuber.

Freundschaftsspiel gegen Eindhoven

Die Fingerzeige nach dem Testspiel-Sieg der Eintracht: Zuber und Kamada - das funktioniert

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt gewinnt 2:1 beim PSV Eindhoven, und Trainer Adi Hütter freut sich nicht nur über Zugang Steven Zuber.

  • Eintracht Frankfurt siegt im Test gegen die PSV Eindhoven mit 2:1
  • SGE-Coach Adi Hütter freut sich über Neuzugang Steven Zuber
  • Das Spiel liefert ein paar Fingerzeige für die Eintracht

Eindhoven - Es hat nicht besonders lange gedauert, ehe der Frankfurter Zugang Steven Zuber zum Fan eines neuen Mitspielers avancierte. Die zuweilen außergewöhnlichen Fähigkeiten des Daichi Kamada hatten es dem 29-Jährigen recht schnell angetan. „Es ist schön, einen Spieler auf dem Platz zu haben, der sehr intelligent ist, sehr gute Bewegungen hat und sich immer im gefährlichen Raum bewegt“, bedeutete Zuber nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg der Eintracht beim niederländischen Erstligisten PSV Eindhoven anerkennend. „Wenn man so einen Spieler dabei hat, hilft es nicht nur mir, sondern der gesamten Mannschaft.“ Gut erkannt, Herr Zuber.

Zuber und Kamada bei Eintracht Frankfurt: Das funktioniert

Der Schweizer Zuber und der Japaner Kamada sind nun nicht unbedingt das neue Traumduo der Eintracht, das werden sie wahrscheinlich auch nicht werden, aber beide harmonierten auf den ersten Metern ihrer noch frischen Zusammenarbeit auffällig gut, beide sind ja Fußballer im klassischen Sinne, also eher solche, die den Ball gekonnt verarbeiten und nicht nur tumb dagegen treten können.

Vielleicht war es daher kein Zufall, dass beide Akteure in nett anzuschauender Co-Produktion die Führung für den Bundesligisten herausspielten. Zuber, am linken Flügel aktiv, steckte den Ball klug weiter in den Strafraum, wo Kamada mit einer seiner typischen Körpertäuschungen seinen Widersacher abschüttelte und mit einem wuchtigen, noch ein wenig abgefälschten Rechtsschuss unter die Latte traf (55.). Es war ein schönes Tor, das den Wert der quirligen Offensivkraft verdeutlichtete. Ohne Kamada schrumpft das kreative Potenzial der Eintracht auf ein ungesundes Maß. Bei der anvisierten und von Kamada selbst angestrebten Vertragsverlängerung ist dennoch Geduld gefragt, weil sein Agent bekanntlich das große Geschäft wittert.

Hütter lobt Eintracht-Neuzugang Zuber überschwänglich

Steven Zuber ist zumindest in diesem Punkt einen Schritt weiter, seine Zukunft liegt in Frankfurt, und der Schweizer Internationale hat sich sehr manierlich eingeführt bei seinem neuen Arbeitgeber, in seinem ersten Spiel einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen. Der aus Hoffenheim gekommene Mittelfeldmann habe einen „sehr guten“ Auftritt hingelegt, übertrieb der Frankfurter Trainer Adi Hütter etwas. „Er hat das Tor wunderbar aufgelegt, ist sehr ballsicher und hat Spielintelligenz.“ Er hat gewiss nicht das Tempo und die fast schon beispiellose Dynamik eines Filip Kostic, aber ist ein guter Fußballer, der sich zu behaupten weiß, eine gewisse Ruhe am Ball hat und Lösungen findet, was ihn auch für eine Aufgabe befähigt, die nicht nur am Flügel liegt. Man könnte ihn sich auf einer Halbposition im Mittelfeld ganz gut vorstellen. Zuber erweitert auf jeden Fall das Spektrum auf einem ordentlichen Niveau.

Coach Hütter wies zufrieden darauf hin, dass er rund drei Wochen vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal nahezu alle Positionen doppelt besetzt habe, ohne einen signifikanten Qualitätsverlust verbuchen zu müssen. In Wahrheit gibt es noch Unterschiede zwischen den Akteuren, aber die Diskrepanz ist nicht so groß, was im Sinne eines gesunden Konkurrenzkampfes nicht unwichtig ist. Verletzungen oder Formtiefs lassen sich besser kompensieren, wenn das Niveau in etwa nivelliert ist. Hütter schickte gegen die von Ex-Bundesligatrainer Roger Schmidt angeleiteten Holländer zwei komplette Teams ins Rennen, nur Erik Durm durfte lediglich eine Viertelstunde spielen. Ein deutlicher Fingerzeig.

Eintracht Frankfurt im Test gegen Eindhoven: Solide, aber mehr auch nicht

Der Test in Eindhoven war zum jetzigen Zeitpunkt absolut in Ordnung, die Mannschaft, das lässt sich schon sagen, ist intakt und willig. Ob das dann reichen wird, in der Bundesliga durchzustarten, lässt sich noch nicht seriös beantworten. Dafür ist es viel zu früh, zumal sich der Kader noch verändern, es einige Ab- und Zugänge geben wird – nicht sofort, aber bestimmt in einigen Wochen.

Das Spiel der Eintracht war im Großen und Ganzen solide, die Abwehr stand sicher, hat nicht viel zugelassen, das war gut und ist im Sinne des Grundgedanken, die doch arg löchrige Defensive zu stärken. Im Spiel mit dem Ball offenbarte das Team altbekannte Schwächen. Die Kugel wurde zu schnell hergeschenkt, der insgesamt zufriedene Fußballlehrer monierte moderat, „zu viele leichte Abspielfehler nach vorne“ gesehen zu haben.

Gerade Djibril Sow zeigte erneut eine durchwachsene Vorstellung mit einigen unverständlichen Fehlpässen, ganz vorne war es Hüne Bas Dost, der nicht auf Touren kam und fast wie ein Fremdkörper wirkte. Bei Rückkehrer Aymen Barkok wechselte „Licht und Schatten“, wie Hütter sagte. Mal mache er gute Sachen, mal seien „die Abspiele zu schlampig“. Insgesamt aber habe das Eigengewächs „Potenzial“.

Verteidiger Tuta zeigte eine anständige Leistung, „er hat die Zweikämpfe gut bestritten“, fand der Coach. Und ganz vorne mühte sich Neuzugang Ragnar Ache. Der Stürmer wurde hart attackiert, war aber, wie Hütter zu Recht urteilte, „unglücklich in gewissen Situationen“. Prognose: Wird noch Zeit brauchen.

Eintracht Frankfurt kann sich auf Torschütze Hinteregger verlassen

Der ansonsten unaufgeregte Verteidiger Almamy Touré streute mal wieder eine Unachtsamkeit in sein Spiel, die dazu führte, dass Cody Gakpo für PSV zum Ausgleich traf (63.). Ein Treffer, bei dem Frederik Rönnow im Eintracht-Kasten nicht die beste Figur machte. Der Stellvertreter von Kevin Trapp ist ohnehin auf der Suche nach einem neuen Klub, er will sich mit dem Status als Nummer zwei nicht mehr zufriedengeben.

Konkret ist ein Wechsel noch nicht, die Frankfurter Verantwortlichen kalkulieren aber mit einem späteren Abgang des Dänen. Das wiederum würde bedeuten, dass die Eintracht zwei neue Torhüter holen müsste, Felix Wiedwald, die Nummer drei, ist ja schon jetzt in die Trainingsgruppe 2 verbannt worden.

Verlässliches gibt es auch: Martin Hinteregger, die Abwehrkante, ist sich und seiner Treffsicherheit treu geblieben. Der Österreicher stellte mit einem verwandelten Freistoß den Sieg sicher (68.). Ein Spezialist ist er nur bedingt. „War mein zweites Freistoßtor“, sagte er – das andere hatte er irgendwann mal im Training erzielt.

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