Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gern gesehen beim FSV: Horst „Schotte“ Trimhold.
+
Gern gesehen beim FSV: Horst „Schotte“ Trimhold.

Frankfurter Fußball-Fans trauern

Zum Tod von Horst „Schotte“ Trimhold: Spielmacher und Menschenfreund

  • Jörg Hanau
    VonJörg Hanau
    schließen

Die Frankfurter Fußballlegende Horst „Schotte“ Trimhold, ehemaliger Eintracht-Profi und Ehrenspielführer des FSV, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Nachruf auf eine Frohnatur.

Sein Lachen war ansteckend, sein Geiz verpasste ihm einen unverwechselbaren Spitznamen: Horst Trimhold, den alle nur „Schotte“ nannten, ist in Hanau im Alter von 80 Jahren gestorben.

„Er hatte immer einen Spruch auf den Lippen“

Trimhold gehörte zu den ganz Großen des Frankfurter Fußballs, spielte in den Sechziger- und Siebzigerjahren als Profi für die Eintracht und den FSV - er bestritt ein Länderspiel gegen Jugoslawien. Der Ehrenspielführer des FSV schoss die Schwarzblauen 1972 zur deutschen Amateurmeisterschaft und führte die Bornheimer 1975 in die zweite Liga. „Mit ihm geht ein Stück Geschichte, die ganze FSV-Familie trauert um ihn“, sagt FSV-Präsident Michael Görner und erinnert sich: „Der ‚Schotte‘ war immer lustig und hatte stets einen Spruch auf den Lippen. Ich habe ihn nie klagen hören.“ Auch nicht, als es ihm gesundheitlich nicht mehr so gut ging. Bei einer Herz-OP erlitt Trimhold 2012 einen Schlaganfall. Viele Operationen folgten, begleitet von einer zunehmenden Demenz.

Drei Tafeln Schokolade für die Kameraden - ein echter Schotte eben

Dennoch war Trimhold, der bereits als 18-Jähriger bei seinem Heimatverein Schwarz-Weiß Essen einen Profivertrag unterschrieb und später für Borussia Dortmund kickte, immer ein positiver Geist. Der brillante Techniker, ein echter Zehner, konnte Menschen begeistern, mitreißen. Heute würde man ihn wohl einen Menschenfänger nennen. Für die Fußballfans aber ist und bleibt er schlicht „der Schotte“. Die Erklärung für seinen Spitznamen gab er selbst. In Essen „bekam ich damals 160 Mark im Monat, die aber seit acht Wochen nicht ausbezahlt wurden.“ Deshalb verweigerte er seinen Einstand. Erst nach dem DFB-Pokalsieg 1959 spendete er „drei Tafeln Schokolade für die Kameraden“. Ein echter Schotte eben, erzählte er stets voller Stolz und einem spitzbübischen Lächeln.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare