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Ruud van Nistelrooy
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Ruud van Nistelrooy

Van Nistelrooy

Ehrgeiziger Oldie

Van Nistelrooy erlebt in Hamburg gerade seinen zweiten Frühling. Erst traf er dreimal im DFB-Pokal gegen den Torgelower SV Greif, dann folgte ein Doppelpack beim 2:1-Erfolg gegen Schalke.

Es war kurz vor Schluss, als der alte Mann mit dem Bart den Jungs noch einmal zeigte, was er so drauf hat. Der HSV fuhr einen Konter, Ruud van Nistelrooy hatte sich den Ball erkämpft, irgendwo im Mittelfeld, und weil er so frei war, zog er mit dem Ball am Fuß los. Immer näher kam er dem Frankfurter Tor, erst im letzten Moment konnte ihn Maik Franz mit seiner beste Aktion im ganzen Spiel bremsen.

In der vergangenen Runde wäre der 34-jährige Niederländer nie und nimmer diesen weiten Weg gegangen. Fand zumindest sein neuer Trainer Armin Veh. Der spendete seinen Stürmer nach der Partie in Frankfurt verbal mächtig Beifall.

Van Nistelrooy stehe jetzt richtig im Saft, er habe erstmals seit Jahren die komplette siebeneinhalbwöchige Vorbereitung mitgemacht, und es sei gut für den Stürmer und für den HSV, dass er nicht bei der WM in Südafrika war. „Wir sehen das jetzt. Ruud ist ja schon ein bisschen älter, aber immer noch sehr ehrgeizig. Er ist ein Gewinn für die Bundesliga und zeigt ein fast unheimlich hohes Niveau.“ Dies mache auch den Unterschied zu jenen Spielern aus, die nur ein oder zwei Jahre gut spielen und dann in der Versenkung verschwinden. Van Nistelrooy habe eine Weltkarriere hinter sich, sei aber einer, der sich im Training noch reinknie und Extraschichten fahre. „Das ist vorbildlich.“

Ruud van Nistelrooy, „Van the Man“, wie er bei Manchester United getauft wurde, war in Frankfurt ein ständiger Unruheherd. Solche Spieler, sagte der Frankfurter Trainer Michael Skibbe, und meinte damit den Angreifer und den Brasilianer Zé Roberto, auch schon 36, „sind an guten Tagen Weltklasse und sonst knapp hinter Weltklasse.“

Action mit Köpfchen

Van Nistelrooy erlebt in Hamburg gerade seinen zweiten Frühling. Erst traf er dreimal im DFB-Pokal gegen den Torgelower SV Greif, dann folgte ein Doppelpack beim 2:1-Erfolg gegen Schalke, am Samstag stellte er mit seinem Treffer zum 2:1 (81.) die Weichen auf Sieg. Reaktionsschnell ging van Nistelrooy in die Knie und köpfte die scharf getretene Ecke von Zé Roberto im Fünfmeterraum ins Tor. „Ich weiß gar nicht, wie ich das gemacht habe, aber auf einmal war der Ball drin. Aber das ist meine Aufgabe.“ Insgesamt hatte van Nistelrooy 35 Ballkontakte, er schoss fünfmal aufs Tor, meist gefährlich. Der Traumstart mit sechs Punkten aus zwei Spielen war damit perfekt.

Vor der Partie hatte Frankfurts junger Torwart Ralf Fährmann sich und der Eintracht-Abwehr noch Mut machen wollen. Fährmann sagte, van Nistelrooy „habe auch nur zwei Beine“. Das mag stimmen, aber sie sind immer noch schnell genug, für manchen gar zu schnell. Und im Zweifelsfall spielt ein Ruud van Nistelrooy halt mit Köpfchen. ( kil/dur )

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