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Der echte Karim Matmour

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Von: Thomas Kilchenstein

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Karim Matmour will durchstarten.
Karim Matmour will durchstarten. © rhode

Eintracht-Flügelspieler Matmour hat sich im neuen Jahr viel vorgenommen und will sich einen Platz in der ersten Elf sichern

Er meint es ernst und ist ganz überrascht, warum das etwas Besonderes sein soll. Man fühle sich frischer, die Beine würden nicht so schnell müde, man sei schneller wieder erholt, sagt er.

Bisher meist Joker

Matmour, im Sommer aus Gladbach für die rechte Seite geholt, aber vornehmlich als Joker eingesetzt, will fit sein, er hat sich für die Rückrunde viel vorgenommen, und wie es momentan aussieht, stehen seine Chancen auf einen Platz in der ersten Elf nicht so schlecht. „Ich spüre, langsam kommt die Energie zurück.“

Karim Matmour macht die Vorbereitung in Katar Spaß, „es ist wichtig, keinen Tag zu verpassen“, sagt er.

Seit zwei Jahren hat er auf eine richtige Vorbereitung verzichten müssen, zuletzt, schon bei Eintracht Frankfurt, hat ihn eine Nasen-Operation behindert. „Das hat mehr Kraft gekostet als gedacht.“ Im Jahr davor war er bei der WM in Südafrika dabei mit Algerien, das sich ja bekanntlich in denkwürdigen Spielen gegen Ägypten durchgesetzt hat. Das sei damals wie Krieg gewesen, hat Matmour mal erzählt, wer das seinerzeit in Ägypten durchgestanden habe, mit Steinhagel gegen den Mannschaftsbus, Beschimpfungen, Einschüchterungsversuchen und ähnlichem, den könne wenig mehr erschüttern.

"Fühle mich richtig wohl"

Zum diesjährigen Afrika-Cup 2012 hat sich Algerien nicht qualifizieren können, Matmour kann sich also voll und ganz auf seine Aufgabe in Frankfurt konzentrieren. „Jetzt fühle ich mich richtig wohl“, sagt er. „In der Hinrunde hat man nicht den echten Karim gesehen. Ich kann viel, viel mehr, als ich gezeigt habe.“

15-mal hat er gespielt, eher selten von Anfang an. Einen Namen hat er sich als Joker gemacht, alle drei Tore, die er erzielte, fielen in den letzten Minuten und brachten den Hessen fünf Punkte. Aber natürlich ist Matmour mit dieser Rolle nicht zufrieden, „ich möchte öfter spielen“.

Anspruch auf Stammplatz

Und dass er es ernst meint mit seinen Ansprüchen auf einen Stammplatz, hat er im ersten Testspiel in Katar gegen die Olympiaauswahl bewiesen: Da gehörte er mit langen Sprints am Flügel zu den auffälligsten Spielern. Er weiß: „Im Fußball entscheiden Kleinigkeiten. Dass es in der zweiten Liga so eng an der Spitze würde, hätte ich nicht gedacht. Deshalb müssen wir mehr arbeiten als die anderen Mannschaften. Denn wir wollen nicht nur aufsteigen, sondern auch Meister werden.“

Dabei zählt Matmour die Eintracht zu den Top-Adressen, „das ist der beste Kader, in dem ich je gespielt habe“. Und der 26-Jährige hat drei Jahre beim SC Freiburg und drei Jahre in Gladbach gespielt. Die Borussia übrigens, die jetzt die Bundesliga aufmischt, sei individuell auch nicht viel besser besetzt als die Eintracht. Nur ist Gladbach im letzten Jahr erstklassig geblieben, unter anderem dank der Torvorlage des freundlichen Karim Matmour beim 1:0-Sieg der Gladbacher in Frankfurt.

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