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Hofft in der Rückserie auf mehr Einsätze: Sebastian Jung.
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Hofft in der Rückserie auf mehr Einsätze: Sebastian Jung.

Sebastian Jung

Durchstarten von rechts hinten

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Zum zweiten Mal in in dieser Saison steht Sebastian Jung in der Eintracht-Startelf. Von Ingo Durstewitz

Es ist nicht bekannt, dass der Valznerweiher im schönen Frankenland besonders hoch liegen soll. Und doch ist die Luft dort unten in Nürnberg dünn. Verdammt dünn. Glaubt zumindest der Frankfurter Michael Skibbe zu wissen. "Der Club ist auf der Suche nach seiner letzten Chance", sagt der Eintracht-Trainer. Zwölf Punkte haben die Nürnberger gesammelt nach 18 Spielen- Platz 17 die logische Konsequenz. Am Samstag nun peilen die Franken, natürlich, die volle Punktzahl an, doch die Frankfurter wollen den Spielverderber mimen. "Wir wollen verhindern, dass da noch Punkte hinzukommen", sagt Skibbe. Mit einer besonders ausgeprägten Antipathie dem Club gegenüber hat diese Haltung freilich nichts zu tun.

Die Eintracht geht gestärkt in die Partie, 27 Punkte, Platz sieben, so weit vorne war sie seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr. Sportlich könnte es kaum besser laufen. Und da ficht es den Fußballlehrer auch nicht weiter an, dass er sein Team ganz zart umbauen muss. Für den gelbgesperrten Innenverteidiger Chris kommt Sebastian Jung in die Mannschaft, der 19-Jährige wird rechts hinten auflaufen, für ihn rückt Maik Franz in den zentralen Deckungsverbund. Wenn der Rücken hält. Denn Franz klagt über Beschwerden an der Lendenwirbelsäule, das Abschlusstraining beendete er vorzeitig. "Heute wäre es nicht gegangen", sagte Franz am Freitag. "Aber ich will unbedingt spielen." Auch Pirmin Schwegler machte früher Feierabend. Den Schweizer behindert ein Bluterguss im linken Oberschenkel, die Muskulatur ist verhärtet. "Es besteht die Gefahr, dass was reißt", sagt Schwegler. "Ich denke aber, dass es im Spiel hält. 60 Minuten mindestens." Trainer Skibbe vertraut auf beide, der 44-Jährige verzichtete sogar darauf, einen zusätzlichen Spieler mit nach Nürnberg zu nehmen.

Jung wird spielen. Der Rechtsverteidiger war in der Vorrunde nicht wie erhofft zum Zug gekommen. Nur zwei Liga-Einsätze, nur ein Spiel über 90 Minuten stehen zu Buche, in Hoffenheim zeigte der 19-Jährige indes gleich, was in ihm steckt. Da spielte das beim 1. FC Königstein entdeckte Talent eine blitzsaubere Partie, agierte souverän, abgeklärt. Dass der so hoch veranlagte und von vielen als Rohdiamant gepriesene Spieler so wenig Einsatzzeit hatte, konnte nicht jeder nachvollziehen. Zwischendurch war gar spekuliert worden, dass er ausgeliehen werden würde. Doch davon ist keine Rede mehr; Skibbe stellt dem pfeilschnellen Eigengewächs mehr Spielpraxis in Aussicht. Durch die Ausfälle von Aleksandar Vasoski und Zlatan Bajramovic sei die Wahrscheinlichkeit gestiegen ist, "dass er häufiger zum Einsatz kommt" (Skibbe).

Jung will es nun wissen, er will durchstarten, nachdem er sich in der Hinserie nicht ins Bockshorn hat jagen lassen. "Klar war ich enttäuscht, die Runde ist nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Und natürlich macht man sich Gedanken", sagt er. "Aber ich bin hier groß geworden, und ich will mich hier durchsetzen." Nun in Nürnberg will er angreifen. Von hinten rechts.

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