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Torwartpech

Dumm gelaufen

Ralf Fährmann hat sich abermals nicht empfehlen können: Vier Spiele, vier Niederlage, zudem mit drei Gegentoren im Schnitt.

Ralf Fährmann, 196 Zentimeter groß, blickte den Reporter von oben herab denn doch ein wenig verdutzt an. Die eigentlich recht banale Frage lautete, ob es an ihm, dem Torwächter der Eintracht, nage, dass seine bisherigen Auftritt im Frankfurter Dress nun nicht gerade unter einem günstigen Stern standen. Fährmann guckte entgeistert und entgegnete: „Die Frage verstehe ich jetzt nicht.“

Nun ja: Seine ganz persönliche Bilanz liest sich nun nicht gerade wie eine Bewerbung zum Stammkeeper: Vier Spiele, vier Niederlage, zudem mit drei Gegentoren im Schnitt (0:4 in Leverkusen, 1:2 gegen Hoffenheim, 1:3 in Wolfsburg, 1:3 gegen Hamburg). Fährmann, 21, kommentierte ganz kühl: „Was soll ich machen? Ich kann es nicht ändern.“

Fährmann kann einem fast schon ein wenig leid tun, jedes Mal, wenn er die Chance erhält, für Oka Nikolov einzuspringen und Pluspunkte zu sammeln, geht der Schuss nach hinten los. Das Kuriose: In drei der vier Spielen war der vor einem Jahr mit reichlich Vorschusslorbeeren aus Schalke gekommene Schlussmann an den Niederlagen schuldlos, da hielt er, was zu halten war (das war meist nicht viel), und der Rest war eben drin. Nur in Wolfsburg beim Saisonfinale der abgelaufenen Spielzeit sah er insgesamt schlecht aus.

Sein Auftritt nun gegen den HSV war irgendwie typisch. Nur einmal, bei einem Schuss von Ruud van Nistelrooy, konnte er sich auszeichnen, ansonsten musste er kaum eingreifen ? aber trotzdem drei Tore schlucken. Bei hohen Bällen wirkte er nicht so ganz sicher, und zwei Gegentore nach Eckbällen sprechen auch nicht unbedingt für einen Torwart, auch wenn er beide Male schuldlos war. Er selbst wusste nur zu gut, dass er sich abermals nicht nachhaltig hat empfehlen können. Sein schräges Resümee: „Ich weiß nicht, ob ich alles richtig gemacht habe, aber einen Fehler habe ich nicht gemacht.“ Das ist wohl zu wenig, um eine Wachablösung herbeizuführen.

So langsam läuft dem Talent die Zeit davon, keiner vermag seriös zu beurteilen, wie gut er wirklich ist. Fakt ist: Er hat sich erneut nicht durchsetzen können gegen Oldie Nikolov, der gewiss nicht zu den Besten seiner Zunft zählt. Nikolov wird nach seinem Faserriss womöglich gegen Gladbach ins Tor zurückkehren. Fährmann hat keine Argumente geliefert, Trainer Michael Skibbe zum Umdenken zu bewegen. (dur/kil)

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