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Zur Zeit hauptsächlich Training: Vaclav Kadlec bietet sich weiter an.
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Zur Zeit hauptsächlich Training: Vaclav Kadlec bietet sich weiter an.

Vaclav Kadlec

Der dritte Mann

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht-Stürmer Vaclav Kadlec will sich trotz schwieriger Zeiten trotz vieler Anfragen von anderen Clubs bei den Hessen durchsetzen. Der Tscheche gibt nicht auf.

Es soll Lizenzspieler mit einem gültigen Arbeitsvertrag bei Eintracht Frankfurt geben, die weit weniger begehrt sind als Vaclav Kadlec. Für den tschechischen Stürmer waren dem hessischen Bundesligisten in der winterlichen Transferperiode Anfragen am laufenden Band ins Haus geflattert. Das ging beim Hamburger SV, Sparta Prag und dem 1. FC Kaiserslautern los und endete irgendwann beim SC Paderborn. Und es gab noch einige Interessenten mehr, die nicht ans Licht der Öffentlichkeit sickerten. Doch alle Buhler und Nebenbuhler gingen leer aus, die Eintracht beschied alle Anfragen abschlägig.

Dabei kommt der 22-Jährige bei Cheftrainer Thomas Schaaf nicht so wirklich zum Zug. Der Coach würde den Angreifer wohl auch ziehen lassen, doch es gab in den höchsten Gremien der Eintracht große Bedenken, den flinken Offensivmann abzugeben. Dafür gibt es Gründe, nachvollziehbare Gründe.

Das fängt damit an, dass es im Aufgebot keinen nominellen Stürmer mehr gibt, der einspringen könnte, wenn sich Haris Seferovic oder Alex Meier verletzen sollten. Und: Kadlec hat in der Vorbereitung richtig Gas gegeben hat, da war ihm deutlich anzumerken, dass er um seine Chance kämpft und nicht die Flinte ins Korn wirft. Er trainierte gut und spielte in den Testspielen sehr ordentlich, versuchte zumindest alles, um sich anzubieten, auch wenn nicht alles klappte.

Kadlec hat Qualitäten

Das tadellose Verhalten des Profis ist schon eine Erwähnung wert, denn der frühere Sparta-Prag-Stürmer weiß ja nur zu gut, dass er in vorderster Linie weder an Haris Seferovic noch an Alex Meier vorbei kommt. Auch die offensiven Flügel sind besetzt, und da ist er nicht mal erster Nachrücker, falls einer der etablierten Kräfte (Stefan Aigner rechts, Takashi Inui links) ausfallen sollte. Dann würden zunächst Lucas Piazon oder auch Sonny Kittel die Lücke schließen. Er ist, wenn man so will, der dritte Mann.

Doch Kadlec, der Königstransfer vor eineinhalb Jahren mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro, fightet weiter, er hat  unbestrittene Qualitäten. Er bringt vieles mit, was ein Topstürmer haben muss: Schnelligkeit, Instinkt, Technik und Torriecher. Natürlich hat er Defizite: Er muss körperlich zu- und sein Phlegma ablegen. Zudem muss sich der Einzelgänger besser integrieren, er ist noch immer ziemlich isoliert im Mannschaftskreis. Und trotzdem muss man ihn eigentlich stärken. Denn Kadlec hat etwas, etwas  Spezielles, das man vielleicht nicht auf den ersten Blick erkennt.

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