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Ali Akman (Mitte) und Rodrigo Zalazar (rechts) verlassen Eintracht Frankfurt.
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Ali Akman (Mitte) und Rodrigo Zalazar (rechts) verlassen Eintracht Frankfurt.

SGE

Junges Trio verlässt Eintracht Frankfurt auf Leihbasis

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Zalazar, Akman und Otto verlassen Eintracht Frankfurt. Trainer Oliver Glasner sah kaum Chancen auf Spielzeit für die Nachwuchsspieler.

Frankurt - Selbstverständlich versuchen sie auch im Mannschaftskreis zu ergründen, woran sich manch Reporter schon seit einigen Jahren probiert, das Geheimnis des junggebliebenen Alten zu lüften. Sie haben dann sicher auch schon von dessen Badetechnik gelesen, dem täglichen Abendhüpfer in die warme Wanne, 20 Minuten etwa, das soll die Muskulatur entspannen. Aber kann das wirklich alles sein? Djibril Sow, 24, hat sich da noch ein anderes Rezept abgeschaut vom 37 Jahre alten Liga-Methusalem Makoto Hasebe. Er trinkt neuerdings Tee.

Eintracht Frankfurt: Sow trinkt viel Tee

„Hase trinkt viel Tee, also habe ich jetzt auch damit angefangen“, so Sow. Schaden könne das ja keinesfalls, und irgendwo muss es ja herkommen, dass Hasebe diese „unglaublichen Läufe“ im Mittelfeld noch immer machen könne. Sow weiter, fast ehrfurchtsvoll: „Ich weiß einfach nicht, wie er das macht. Wir haben 20-Jährige im Kader, die nach jedem Training bei der Behandlung sind.“ Nur eben der Hase nicht.

Der hat seine Routine über die mittlerweile 19 Karrierejahre stets verfeinert: Sieben Uhr aufstehen, frühstücken, zwei Stunden vorm eigentlichen Training ans Stadion fahren, dehnen und kräftigen, rausgehen aufs Feld. Hinterher Massagen, Essen, Baden und pünktlich um halb Elf ins Bett. „So mache ich das fast jeden Tag“, sagt Hasebe, denn alleine das Teetrinken reiche nun mal nicht aus, sondern: „Ich gebe mein Leben für den Fußball.“ Ein guter Rat.

Djibril Sow und Makoto Hasebe werden am Sonntag (15.30 Uhr) beim Erstrundenduell im DFB-Pokal in Mannheim das zentrale Duo im Mittelfeld von Eintracht Frankfurt bilden. Kapitän Sebastian Rode musste gestern erneut einen Trainingstag aussetzen, auch er ist ansonsten natürlich ein Kandidat für einen der beiden Posten auf der Sechser-Position vor der Abwehr. Ajdin Hrustic wird ebenfalls fehlen, er hatte sich mit Corona infiziert und befindet sich in Quarantäne. Und Rodrigo Zalazar schließt sich, wie berichtet, auf Leihbasis dem Zweitligisten Schalke 04 an. Zusätzlich vereinbarten die Klubs eine verpflichtende Kaufoption. Die Eintracht erhält insgesamt bis zu drei Millionen Euro und sicherte sich zudem ein Rückkaufrecht.

Eintracht Frankfurt: „Manchmal war es zu wild“

„Rodrigo bringt ein hervorragendes Gesamtpaket mit“, lobt der Schalker Sportchef Rouven Schröder seine neueste Errungenschaft. Zalazar, der die Nummer 10 erhält, zeichne ein aggressives Verhalten in den Zweikämpfen und ein hohes taktisches Verständnis aus. Letzteres sah Eintracht-Trainer Oliver Glasner ein wenig anders, die Spielweise des 21-Jährigen soll ihm zu wild und zu positionsuntreu gewesen sein.

Etwas, das bei Oliver Glasner jedoch gefordert ist. Das betont auch Djibril Sow: „Er ist ein Trainer, der wert darauf legt, dass wir im richtigen Moment alle zusammen die Läufe machen. Wenn wir zusammen pressen, hat es der Gegner schwer, dann sind wir sehr unangenehm.“ Auch er selbst, der Dauerläufer und Kilometerfresser, müsse sich da jetzt ab und an mal bremsen. Weniger ist in diesem Fall mehr. „Manchmal war ich vielleicht zu wild.“ Es gehe darum, den richtigen Moment abzupassen, stets als Einheit zu agieren, um defensiv möglichst wenig anfällig zu werden. Künftig seien daher von ihm keine Kilometerrekorde mehr zu erwarten, eher Sprintrekorde wie er schmunzelnd anmerkt. Und Sow hat sich noch viel mehr vorgenommen für die neue Runde.

Das Verspielen der Champions-League-Teilnahme habe anfangs genagt an ihm, sagt Sow, jetzt aber sei es „eine Motivation, es diese Saison zu schaffen.“ Er wolle „etwas Großartiges“ mit der Eintracht erreichen. Der Vater einer kleinen Tochter geht in seine dritte Saison bei den Hessen, bisher galt er als sportlicher Ziehsohn von Ex-Trainer Adi Hütter. Da der Österreicher nun in Gladbach coacht, „wird auch Last von meinem Rücken genommen“, findet Sow: „Die Leute können nun nicht mehr sagen, dass ich nur wegen dieses einen Trainers spielen würde.“

Eintracht Frankfurt: Trio verlässt den Verein

Von solchen Gedanken hat sich Makoto Hasebe längst freigemacht. Er will einfach so oft auf dem Platz stehen, wie es nur irgendwie geht. 41 Pflichtspiele sind es mindestens für die europäisch geforderten Hessen in dieser Saison - wie viele Partien er sich davon zutraut, wurde Hasebe gefragt. „Ich will mir kein Limit setzen.“ Aber, „zwei Spiele in einer Woche, das schaffe ich.“ Auch aus Sicht des Japaners könne in Frankfurt womöglich wieder über Champions-League-Chancen gesprochen werden, „wir haben Qualität“, bescheiden solle man aber schon bleiben und erstmal gut in die Saison starten.

Nicht mehr dabei werden dann zwei Jungprofis sein: Defensivspieler Fynn Otto, 19 Jahre alt, schließt sich für eine Saison dem Drittligisten Hallescher FC an, Stürmer Ali Akman, 19, ebenso lang dem niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen.

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