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Immer eng bewacht: Filip Kostic vor dem Leverkusener Aleksandar Dragovic.
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Immer eng bewacht: Filip Kostic vor dem Leverkusener Aleksandar Dragovic.

Filip Kostic

Die zu hohe Latte

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Filip Kostic hat momentan Mühe, seinen Maßstäben gerecht zu werden, Trainer Adi Hütter empfiehlt dem Serben, es nicht mit dem Kopf durch die Wand zu versuchen.

Filip Kostic hat ein Problem. Er hat in der Vergangenheit in Frankfurt einfach zu gut gespielt, er schoss Tore, bereitete noch mehr vor, zeigte atemraubende Sprints auf dem linken Flügel? Und dieses Niveau erwartet die Eintracht-Welt auch weiterhin von ihm. Trainer Adi Hütter, der den stillen Serben erst vom Außenstürmer zum linken Verteidiger umschulte und ihm damit einen ungeahnten Schub gab, weiß um die Bredouille, in der der 28-Jährige steckt. „Filip hat die Latte unglaublich hoch gelegt.“ So hoch, dass er aktuell nicht mehr richtig drüberkommt.

Tatsächlich ist es so, dass der Nationalspieler weiterhin ein ungemein wichtiger Spieler für Eintracht Frankfurt ist. Das merkte man überdeutlich, als er wegen eines Innenbandrisses im Knie vier Partien im Herbst versäumte. Es ist bei ihm ein Kritteln auf ziemlich hohem Niveau, auf Kostic möchte nach wie vor keiner verzichten. Und doch ist der Tempospieler noch nicht so ins Laufen gekommen wie früher. Das mag an der Verletzung liegen oder daran, dass mittlerweile die Gegner seine Seite oft doppeln, vielleicht ist es auch ungerecht, ihn weiterhin an seinen Weltklasseleistungen aus 2018 und 2019 zu messen. Da machte er mit seinen Soli, seiner Dynamik, seinem Durchsetzungsvermögen den Unterschied aus. Und weit über dem Durchschnitt liegt Kostic, mit Vertrag bis 2023 in Frankfurt ausgestattet, allemal.

Aber man legt bei einem Qualitätsspieler wie ihm eben höhere Maßstäbe an. Und auch Kostic spürt, dass es bislang noch nicht rund läuft. Man sieht es ihm an, an seiner Körpersprache, er gehört ja eher zu den sensibleren Gemütern. „Er hadert, kein Tor gemacht zu haben“, findet Coach Hütter. In der Tat ist dem Serben in zehn Spielen noch kein Treffer gelungen,obwohl es Möglichkeiten genug gegeben hatte, etwa in Wolfsburg oder gegen den FC Augsburg, als er „an einem Supertag mindestens zwei oder drei Tore“ hätte machen können, wie selbst Hütter sagt. Eine Torvorlage steht bisher nur zu Buche, die Freistoßflanke bei Union Berlin zum zwischenzeitlichen 2:2. Viel zu wenig eigentlich für seine Ansprüche. Kostic wolle den Erfolg erzwingen, sagt Hütter. „Aber mit dem Kopf durch die Wand ist oft nicht der richtige Weg.“ Hütter empfiehlt seinem Flügelspieler eine gewisse Lockerheit, damit er wieder jener für den Gegner so unangenehme Spieler wie einst wird. Unstrittig ist dennoch, dass Filip Kostic Samstagnachmittag (15.30 Uhr) bei Mainz 05 wieder über links marschieren wird. Geschont muss er ja nicht werden, am Dienstag im Pokal-Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen ist er wegen einer Roten Karte aus dem März 2020 noch gesperrt.

Selbst wenn Kostic momentan in einem kleinen Loch stecken sollte, „dann lösen wir das auf andere Weise“, sagt Hütter. Amin Younes kommt zusätzlich gerne über links, und mittlerweile beackert Erik Durm auch die lange verwaiste rechte Seite bei Eintracht Frankfurt sehr ordentlich. Ein echtes Problem sieht anders aus.

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