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Pellegrino Matarazzo ist als Trainer des VfB Stuttgart erfolgreich. Imago images
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Pellegrino Matarazzo ist als Trainer des VfB Stuttgart erfolgreich. Imago images

Eintrracht-Gegner VfB Stuttgart

Die Talentschmiede

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der Gegner von Eintracht Frankfurt: Der VfB Stuttgart setzt unter Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportvorstand Sven Mislintat konsequent auf junge Spieler - auch am Sonntag?

Pellegrino Matarazzo sieht entspannt aus hinter seiner Brille. Der Saisonstart ist seiner Mannschaft zwar nicht ganz geglückt, ein Sieg gegen Fürth, zwei Niederlagen in Leipzig und gegen Freiburg, aber der Trainer des VfB Stuttgart ist nach 20 erfolgreichen Monaten im Amt längst so etabliert, dass er sich deshalb nicht um den Schlaf bringt. Sonntag bei Eintracht Frankfurt, sagt der studierte Mann, der auf der Welt schon ziemlich weit herumgekommen ist, erwarte er ein „energiegeladenes Spiel. Denn er weiß: „Die Frankfurter haben ein bisschen Feuer unterm Arsch.“

Der VfB hat mächtig aufgeholt zur Eintracht seit dem von Matarazzo und Sportchef Sven Mislintat organisierten Wiederaufstieg 2020. Möglicherweise haben die Schwaben - trotz Turbulenzen in der Führungsetage nicht nur zwischen Vorstand Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt - die Frankfurter schon überholt. Strategisch sowieso, denn Mislintat und Matarazzo gehen schon geraume Zeit konsequent einen Weg, den die Eintracht gerade erst beginnt: den der Verjüngung.

Keiner der elf Neuen beim VfB ist älter als 23, fünf sind sogar noch Teenager. Dabei erwirtschaftete Mislintat durch die Verkäufe von Stürmer Nicolás González und Keeper Gregor Kobel einen Transferüberschuss von fast 25 Millionen Euro. Chapeau!

Schon vergangene Saison waren die Schwaben eine Attraktion. Mit der jüngsten Elf der Liga rannten sie manchen Gegner in Grund und Boden. Männer wie die derzeit verletzten Sasa Kalajdzic (24) und Silas (22), die beide ihre Marktwerte auf 25 Millionen Euro hochgeschraubt haben, gehören zu den aufregendsten Profis, die die Liga zu bieten hat.

Und ein paar neue spannende Spieler dürften gerade hinzugekommen sein, Mislintat widerstand aus Überzeugung dem Impuls, die lädierten Starstürmer und den erst 17-jährigen schwer am Knie verletzten Mo Sankoh durch erfahrene Kurzfristlösungen zu ersetzen. Stattdessen: Jugend! Das Frankfurter Publikum wird Wahid Faghir wohl noch nicht bestaunen können. 18 Jahre alt, ein Stürmerjuwel, den Mislintat in Dänemark bei Velje BK entdeckte und für 4,5 Millionen Euro holte. Aber Faghir, afghanische Wurzeln, hat nach seiner Rückkehr von der dänischen U21 erst Freitag erstmals beim VfB mittrainiert. Matarazzo sagte am Freitagmorgen in der Pressekonferenz, er sei „komplett offen“ und schaue, was Faghir anbietet,

Ein paar Schritte weiter ist schon Ömer Beyaz, auch erst 18, Mittelfeldspieler, ablösefrei von Fenerbahce Istanbul, „Ömer zählt in seinem Jahrgang zu den begehrtesten Spielern in ganz Europa“, sagt Mislintat nicht ohne Stolz. Trainer Matarazzo kann sich vorstellen, dass der Türke in Frankfurt spielt, denn er hat ihm Training gesehen: „Der haut dazwischen.“ Beyaz wurde erst Ende August 18 und war als Nicht-EU-Ausländer in den ersten drei Bundesligaspielen noch nicht einsatzberechtigt.

In Stuttgart können sie stolz sein auf den US-amerikanisch-italienischen Trainer und den deutschen Sportmanager, die ganz eng zusammenarbeiten und über den Rasen hinausdenken. Erst dieser Tage postete Mislintat auf seinem Instagram-Profil im Vorfeld der Bundestagswahl diese Sätze: „Man kann es nicht oft genug sagen: Rassismus und Rechtspopulismus sind keine Alternative für Deutschland. „Also wählt sie auch nicht!“

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