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Eintracht-Gegner: Werners Selbstzweifel sind weg

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Von: Daniel Schmitt

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Das Strahlen ist zurück: Timo Werner (Mitte).
Das Strahlen ist zurück: Timo Werner (Mitte). © AFP

Timo Werner macht nach seiner Leipzig-Rückkehr genauso weiter, wie er einst aufgehört hat - er schießt Tore. Das führt zur Qual der Wahl für Leipzigs Trainer.

Timo Werner hat sich viel vorgenommen für das Bundesligaspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky). Zuvorderst natürlich einen Sieg mit seiner Mannschaft, den Rasenballern aus Leipzig, die auf so etwas wie ihren Angstgegner treffen: die Eintracht aus Frankfurt. Siebenmal standen sich die beiden Champions-League-Klubs in der Historie (die zugegebenermaßen aufgrund der Leipziger Plastikhaftigkeit sehr kurz ist) im Waldstadion gegenüber, noch nie konnten die Sachsen das Feld als Gewinner verlassen. Vier Remis, drei Niederlagen - eine maue Bilanz für den ambitionierten Klub. Darüber hinaus will Timo Werner unbedingt auch die 100 vollmachen. Bei 99 Treffern im RB-Trikot steht der deutsche Nationalstürmer momentan, im DFB-Pokal unter der Woche gegen den Viertligisten Teutonia Ottensen schraubte er sein Konto mit drei Buden weiter nach oben. Er ist damit mit weitem Abstand der Leipziger Rekordtorschütze und dürfte dies auch noch für einige Jahre bleiben. Von den noch aktiven Profis folgt Yussuf Poulsen mit 81 Treffern auf Rang drei des internen Rankings.

Werner hat sich nach seiner Rückkehr bestens eingelebt am Leipziger Cottaweg, zwar körperlich noch nicht bei 100 Prozent, aber das Strahlen des gebürtigen Stuttgarters ist zurück. Die Selbstzweifel, die ihn so häufig plagten beim FC Chelsea, die ihn selbst bei vermeintlich leichtesten Aufgaben in eine Torschusspanik versetzten, scheinen verschwunden. Sechs Scorerpunkte in vier Pflichtpartien steuerte Werner bisher bei.

RB Leipzig: André Silva wohl wieder auf der Bank

„Timo ist auf einem sehr, sehr guten Weg, eine sehr gute Form zu erreichen“, sagt Domenico Tedesco. Der nach einem schwachen Saisonstart bereits in die Kritik geratene RB-Trainer wird den 26-Jährigen daher ziemlich sicher wieder in seine Startelf beordern - was stets betont werden sollte, schaut man sich den Kader des aktuellen Tabellenneunten (fünf Punkte aus vier Spielen) an. Denn im von Tedesco praktizierten 3-4-1-2-System sind quasi alle Positionen mit hochwertigem Personal doppelt (oder dreifach) besetzt. Neben dem herausragenden Christopher Nkunku balgen sich Timo Werner und André Silva, bestens bekannt in Frankfurt, um die zweite Planstelle im Angriff. Werner hat als Neuzugang, immerhin 23 Millionen Euro teuer, die Nase derzeit vorn. Weitere Beispiele: Auf der Spielmacherposition kann Tedesco zwischen Dani Olmo und Emil Forsberg wählen, auf der Sechs zwischen Konrad Laimer, Kevin Kampl und Xaver Schlager, in der Abwehr unter anderem zwischen Josko Gvardiol und Last-Minute-Zugang Abdou Diallo (zuletzt Paris St. Germain, davor Mainz 05) - viel Qualität.

„Das ist einfach eine Topmannschaft, die den Anspruch hat, um die Deutsche Meisterschaft zu spielen“, sagt Oliver Glasner, der Trainer der Eintracht. Einzig ihre Bilanz in Frankfurt sollten die Leipziger aufhübschen, soll der Titelzug nicht früh in der Saison schon abfahren. Timo Werner scheint bereit dafür.

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