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Die Laura-Freigang-Show

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Von: Katja Sturm

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Hatte allen Grund zur Freude: Laura Freigang.
Hatte allen Grund zur Freude: Laura Freigang. © Jan Huebner/Imago

Stürmerin erzielt alle Tore der Frankfurterinnen beim 3:2-Sieg gegen den MSV Duisburg / Eintracht bleibt ungeschlagen, doch es bleiben bekannte Mängel

Laura Freigang – Weltklasse!“, rief eine einzelne Stimme von der Tribüne aus, und viele im Stadion am Brentanobad stimmten zu. Die Stürmerin der Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt hatte an diesem Sonntagnachmittag im Duell gegen den Rivalen MSV Duisburg gerade ihren dritten Treffer erzielt, und am Ende sollte die 24-Jährige mit dem Hattrick (9./51., Foulelfmeter/57. Minute) quasi im Alleingang den 3:2 (1:1)-Sieg der Hessinnen gegen die Zebras klargemacht haben. Durch den vierten Triumph in Folge bleiben die Adlerträgerinnen in dieser Saison ungeschlagen und klettern nach der 1:2-Niederlage der zuvor punktgleichen Münchnerinnen im Spitzenspiel beim Meister VfL Wolfsburg auf den zweiten Tabellenplatz.

Ganz zufrieden dürfen sie mit dem Spielverlauf trotzdem nicht sein. Zahlreiche Chancen hatte die Heimmannschaft gehabt, bis zum völlig überraschenden Ausgleichstor durch Kaitlyn Parcell fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff wurde fast nur in einer Hälfte gespielt. Auch vor dem Anschluss durch die eingewechselte Ashley Leonhart (66.) hatte die Eintracht die Partie vor 1200 Zuschauern weiter eindeutig dominiert. Doch wieder einmal mangelte es an Konsequenz und der Präzision.

„Für mich zählt erst mal der Sieg, und erst an zweiter Stelle kommt die Souveränität“, sagte Freigang. Aber natürlich arbeite man daran, beide Ziele zu erreichen. Es gebe solche Phasen, in denen der Ball einfach nicht in den Kasten wolle; die Torjägerin selbst hat sie während ihrer Karriere mehrfach erlebt. Zudem habe es erneut Veränderungen in der eigenen Formation gegeben: Kapitänin Tanja Pawollek und Camilla Küver setzten wegen Erkältungen aus, Barbara Dunst wurde nach einem Hexenschuss in der vergangenen Woche geschont. Auf die neuen Situationen müsse man sich trotz aller Flexibilität immer erst mal einstellen, sagte Freigang.

Auch die Leistungsträgerin selbst hat in dieser Spielzeit schon eine Pause hinter sich: In der Auftaktpartie gegen Bayern München zog sich die gebürtige Kielerin eine Schulterverletzung zu und musste sich erst mal vom Trainings- und Spielbetrieb abmelden. Vor einer Woche beim 4:0-Erfolg in Essen erst zur 61. Minute eingewechselt, lief Freigang diesmal wieder von Beginn an auf. Das beeindruckende Comeback „hat sie sich verdient“, lobte Cheftrainer Niko Arnautis.

Auch sonst überwog bei dem 42-Jährigen gute Laune. „Es ist nicht leicht, Tore gegen eine Mannschaft zu erzielen, die so tief steht wie Duisburg“, sagte der Fußballlehrer. Aber es sei erneut zu erkennen gewesen, dass sein Kader an Reife dazugewonnen habe. „Wir sind einfach ruhig geblieben“, sagte Freigang. Es habe auch keinen Grund zur Aufregung gegeben: „Die anderen hatten zwei Torschüsse, und beide sind reingegangen. Aber wir hatten nie das Gefühl, dass wir nicht gewinnen würden.“

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