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Filip Kostic (links) und Andre Silva von Eintracht Frankfurt.
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Filip Kostic (links) und Andre Silva von Eintracht Frankfurt.

Kommentar

Eintracht Frankfurt: Die Kirsche auf der Torte

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Eintracht Frankfurt könnte sich mit einer Teilnahme an der Champions League aus den finanziellen Zwängen der Corona-Krise befreien und viel Renommee gewinnen. Ein Kommentar.

Es ist nicht lange her, zwei Monate erst, da war die Frankfurter Fußballwelt eine andere, eine graue, düstere, die sich nahtlos einfügte in den allgegenwärtigen Corona-Überdruss und die triste Lockdown-Zeit. Die Eintracht hatte zwar gerade sportlich leicht aufsteigende Tendenz gegen Gladbacher Borussen bewiesen, am Ende aber doch nur 3:3 gespielt. Und kaum jemanden juckte das gefühlt 100. Remis diese Saison so richtig, klar, die Beteiligten schon, das ist ihr Job, gewiss auch einige Fans, die Allermeisten aber schienen sich langsam abzufinden mit der Vorstellung einer durchwachsenen, ja langweiligen Restrunde.

Genau zwei Monate später sind Corona und der Lockdown natürlich noch da, die Frankfurter Fußballwelt aber hat sich in eine hell strahlende verwandelt. Sportlich ist die Eintracht das Team der Stunde, sie lässt den Gegnern reihenweise keine Chance – die Qualifikation für die Europa League ist das erklärte Ziel. Und falls möglich, darf es noch mehr sein, die Champions League, die rasch wieder den Bogen spannt zu den Themen Corona, Borussia Mönchengladbach und Frankfurter Chancen.

Also: Natürlich wurden auch die Hessen von den coronabedingten Einschlägen finanziell gebeutelt. Das große Ziel für die kommenden Monate ist und bleibt, einigermaßen unbeschadet durch die Krise zu navigieren. Daher haben die Frankfurter im Winter gleich fünf Spieler abgegeben und trotz der Rückholaktion von Luka Jovic noch Geld gespart. Spieler, Trainer wie Bosse verzichten auf 20 Prozent ihrer Gehälter, mit Sponsoren wurde nachverhandelt. Alles in allem ist das im Vergleich zu den Vorjahren keine rosige Lage, aber doch eine, die die Frankfurter guten Mutes in die Zukunft blicken lässt – vor allem bei anhaltendem sportlichem Erfolg.

Beispiel Gladbach: Die Borussia, gerade sechs Punkte hinter den Hessen zurück, ist in Sachen kontinuierlicher Entwicklung ligaweit ein Vorbild. Sie hat es geschafft, durch kluge Entscheidungen auf vielen Ebenen (sportlich, wirtschaftlich, handelndes Personal) Schritt für Schritt nach oben zu kommen. Bis in die Champions League. Fast 42 Millionen Euro kassierte der VfL bislang für seine aktuelle Königsklassen-Runde. Geld, das das Corona-Minus einzudämmen vermag und bei klugem Management gepaart mit sportlichem Erfolg gar als Treiber in Pandemie-Zeiten dienen könnte.

Ähnliches ist gewiss auch der Wunsch von Eintracht Frankfurt. Die Chancen auf eine Teilnahme am lukrativsten aller Wettbewerbe waren selten so groß wie jetzt. Eine Platzierung unter den ersten Vier ist kein Muss, sportlich wie finanziell wäre es für den Klub aber die Kirsche auf der Torte. Da geht es vordergründig um die Millionen für eine Teilnahme, ebenso schwingen aber weichere Faktoren mit. Renommee, gewachsene Reichweiten, gestiegener Bekanntheitsgrad. Das ist nicht zu unterschätzen. (Daniel Schmitt)

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