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Trifft nach Belieben: VfL-Knipser Wout Weghorst.
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Trifft nach Belieben: VfL-Knipser Wout Weghorst.

Eintracht-Gegner Wolfsburg

Der Tanker ankert mitten im Sturm

Beim freitäglichen Eintracht-Gegner VfL Wolfsburg hängt Wohl und Wehe am niederländischen Topstürmer Wout Weghorst.

In Frankfurt kennen sie sich ja ganz gut aus mit den staksigen Langen, mit den Hünen ganz vorne, die liebend gerne einfach mit hohen Bällen und besten Wünschen gefüttert werden. Motto: „Hier habt ihr die Kugel, schaut, was ihr damit anstellt.“ Sebastien Haller war in näherer Vergangenheit so ein Leuchtturm im Angriff, der die weiten Schläge seiner Kollegen prächtig verarbeiten konnte, auch Bas Dost erledigt diesen Job zeit seiner Karriere mit Enthusiasmus, mittlerweile im höheren Fußballeralter, 31, aber eher halbwegs erfolgreich. Der weitaus bessere Sturmtanker an diesem Freitagabend beim Gastspiel der Eintracht in Wolfsburg (20.30 Uhr) wird zweifelsohne auf der Seite des VfL ankern: Wout Weghorst, 1,97 Meter groß, Schuhgröße 49, massiver Oberkörper – und dazu noch versehen mit einem ausgewiesenen Knipser-Gen.

Ein paar Beispiele: Sieben Tore nach zehn Spieltagen hat der Niederländer in dieser Saison erzielt, das gelang im Wolfsburger Dress zu diesem Zeitpunkt einer Saison vorher nur Jonathan Akpoborie (1999) und Edin Dzeko (2010). Insgesamt steht Weghorst bei 40 Treffern in 76 Ligapartien für den VfL, nur Dzeko (66 Tore), Grafite (59) und Diego Klimowicz (57) trafen häufiger. Bas Dost übrigens, einst auch für die Wölfe auf Torejagd, kommt auf 36 Buden, aber das nur nebenbei. Wenn Wout Weghorst trifft, verliert der VfL (fast) nie – so war es jedenfalls in 16 von 17 Bundesligaspielen unter Trainer Oliver Glasner. Vergangenen Saison markierte der Stürmer ein Drittel aller VfL-Tore.

Zufrieden mit sich und den Kollegen ist Weghorst trotz der zehn ungeschlagenen Spiele in dieser Saison sowie dem fünften Rang jedoch nicht – zu viele Unentschieden, findet er: „Wenn wir eine Spitzenmannschaft wären, müssen wir diese Spiele gewinnen“, sagt der 28-Jährige. Sechs Remis sind es bisher.

So konstant Weghorst auch trifft, so abhängig sind seine Kollegen von ihm. Nur der Neu-Nationalspieler und Ex-Mainzer Ridle Baku sowie VfL-Urgestein Maximilian Arnold kommen selbst noch auf zwei Trefferchen. Wenn etwas geht im Wolfsburger Offensivspiel, dann nur über Weghorst, dem im Sommer ein Angebot des aktuellen Premier-League-Spitzenreiters Tottenham Hotspur vorgelegen haben soll. Er ging nicht, doch was passiert in diesem Winter? Kategorisch ausschließen will Manager Jörg Schmadtke einen Transfer der Wolfsburger Lebensversicherung nicht, betont aber: „Wir halten die Zügel in der Hand. Wir sind dann schon das Zünglein an der Waage und entscheiden, ob oder ob nicht.“ Und weiter: „Wenn es ein vernünftiges Angebot gibt, was auch Wout für interessant hält, dann setzen wir uns zusammen und werden das besprechen.“ Der Vertrag von Weghorst läuft bis Sommer 2023, ohne Ausstiegsklausel, der Marktwert des staksigen Langen liegt bei 30 Millionen Euro. Eine gute Verhandlungsposition allemal.

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