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Almamy Touré: Nächster Anlauf bei Eintracht Frankfurt – oder der letzte?

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Von: Daniel Schmitt

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Almamy Toure (l.) von Eintracht Frankfurt.
Almamy Toure (l.) von Eintracht Frankfurt. © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Gerade als der Eintracht-Verteidiger Almamy Touré konstant auf einem hohen Level spielt, bremst ihn sein eigener Körper aus. Sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Frankfurt - Das Frühjahr 2022 wird Almamy Touré so schnell nicht vergessen, viel mehr noch, er wird es wohl ewig in Erinnerung behalten: Der Europa-League-Titel, das Elferfinale von Sevilla, die Fights gegen West Ham, die magische Nacht von Barcelona, und der eigentliche Ersatzverteidiger von Eintracht Frankfurt war stets mittendrin, kochte reihenweise die Stars der Branche im direkten Duell ab, Torres, Aubameyang, Depay, Bowen. Kein Vorbeikommen an Almamy Touré, der 26-Jährige agierte im Frühjahr 2022 auf dem Höhepunkt seines bisherigen fußballerischen Schaffens.

Ausgestattet mit diesem großen Selbstvertrauen also sollte die Saison 2022/23 für den Nationalspieler Malis den endgültigen Durchbruch im Hessischen bedeuten, wollte er sich endlich zum Stammspieler verteidigen. Mit Zweikampfstärke, mit gutem Aufbauspiel, vor allem mit der so oft bei ihm vermissten Konstanz. Und es schien so zu kommen, wie es sich Touré erhofft hatte. Startelf im DFB-Pokal in Magdeburg, im Supercup gegen Real Madrid, in der Liga gegen die Bayern, auch in Berlin - und zack. Da war er wieder, der Körper, der Touré seit Jahren nicht sonderlich wohlgesonnen ist, der immer wieder streikt, dessen Muskeln und Sehnen offenbar weniger belastbar sind als beim Gros der Bundesligaprofis. Eine Sehnenverletzung im Oberschenkel beförderte den gerade mächtig im Aufwind befindlichen Almamy Touré krachend zu Boden.

Almamy Touré: Hält diesmal der Körper?

Zwar kehrte er erstaunlich schnell, bereits nach rund zwei Monaten Zwangspause, wieder zurück ins Mannschaftstraining, für einen nächsten Einsatz reichte es aber erst Anfang November gegen Hoffenheim. Eine Minute durfte Touré da noch mittun, der Lohn seines Trainers Oliver Glasner für die fleißige Arbeit in der Reha. Der hohe Spielrhythmus hatte eine raschere Rückkehr auf den Rasen zunichte gemacht, gerieten in dieser Phase doch auch die Trainingszeiten kürzer, gestaltete sich entsprechend der Formaufbau bei den Ergänzungskräften schwierig. Für die Champions League war Touré erst gar nicht gemeldet worden.

FR-Zwischenzeugnis im Überblick

Eintracht Frankfurt blickt auf ein außergewöhnliches, ja historisches Jahr zurück, das beste und schönste seit einer ganzen Ewigkeit. Grund genug, die Mannschaft zu würdigen, die ein Zwischenzeugnis mit der Note eins erspielt hat.

Das große Klassenbuch der Eintracht zum ersten Saisonteil, dieses Mal in Serienform und loser Folge. Spieler für Spieler im Porträt – vom Musterschüler bis hin zu jenen mit einem Blauen Brief. Dies es Mal an der Reihe: Almamy Touré. Alle weiteren Spielerbewertungen unter: fr.de/eintracht-zeugnis

Dabei hätte die Eintracht einen topfitten Almamy Touré in diesen anstrengenden Wochen gebrauchen können, zumal sein interner Konkurrent Tuta nicht immer sattelfest wirkte in seinem Tun.

Im zweiten Saisonteil nach einer vollwertigen Wintervorbereitung freilich will Touré nun noch einmal angreifen, es geht für ihn dann nicht nur um möglichst viel Einsatzzeiten, um Spiele in der Startelf, sondern womöglich auch um einen neuen Vertrag bei der Eintracht. War im vergangenen Sommer noch über eine Verlängerung des 2023 auslaufenden Kontrakts intensiv nachgedacht worden, Touré hatte schließlich prächtige Eigenwerbung betrieben, ist diese nun doch wieder ein Stück weiter entfernt.

Klar ist: Almamy Touré wird es aufs Neue versuchen, den nächsten Anlauf zum endgültigen Durchbruch nehmen. Ob sein Körper es diesmal zulässt?

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