Verliehener Stürmer

Eintracht-Stürmer Dejan Joveljic: „Der König kehrt bald zurück“

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Der von Eintracht Frankfurt an den RSC Anderlecht verliehene Stürmer Dejan Joveljic über die belgische Liga, seine Rückkehr ins Hessenland und „große Spuren“, die er hinterlassen will.

  • Dejan Joveljic hat es bei Eintracht Frankfurt schwer
  • Der Stürmer wurde anfangs der Saison nach Belgien verliehen
  • Durch das vorzeitige Ende der Meisterschaftsrunde in Belgien ist seine Zukunft offen

Nach seiner Ankunft im vergangenen Sommer bei Eintracht Frankfurt ist Dejan Joveljic eigentlich nur einmal richtig positiv auffällig geworden, in Tallinn köpfte er im Qualifikationsspiel zur Europa League den späten Siegtreffer und lief prompt den mitgereisten Fans hinter dem Tor jubelnd in die Arme. Es war ganz sicher ein unvergesslicher Tag für den erst 20 Jahre alten Stürmer, schließlich musste er in der Folge trotz ordentlicher Ansätze im Training – vor allem als abgezockter Knipser beim Torabschluss fiel er auf – häufig zuschauen. Er konnte kaum mehr Spielpraxis im Team von Trainer Adi Hütter sammeln, kam nicht an den erfahrenen Kollegen Bas Dost, Goncalo Paciencia und André Silva vorbei, obwohl diese ja auch nicht gerade überragend agierten.

Eintracht Frankfurt: Dejan Joveljic sollte in Belgien Spielpraxis sammeln

Nach insgesamt zehn Kurzeinsätzen in Liga, Pokal und Europa League war es also nur logisch, dass Eintracht Frankfurt ihren talentierten Mann im Januar an den RSC Anderlecht verlieh. Dort sollte er reifen, und im besten Fall ähnlich verbessert wie der Japaner Daichi Kamada aus Belgien nach Frankfurt zurückzukehren. „Ich habe erkannt, dass die belgische Liga eine gute und laufintensive Spielklasse ist, in der sich insbesondere viele junge Spieler wiederfinden. Ich denke, dass ich hier vielleicht etwas mehr Räume im letzten Drittel vorfinde, wodurch sich mehr Gelegenheiten, aber auch die Notwendigkeiten bieten, ins Dribbling zu gehen“, gab Joveljic nun in einem Interview mit der Eintracht-Medienabteilung seine Eindrücke aus Belgien preis. Der junge Serbe kam bis zur Corona-Zwangspause immerhin fünfmal für Anderlecht zum Einsatz, erzielte dabei einen Treffer und bereitete einen weiteren vor.

An Selbstvertrauen mangelt es Joveljic ganz gewiss nicht. Er sei im vergangenen Jahr immerhin aus Serbien in eine der besten Ligen der Welt gewechselt. „Das war eine gewaltige Umstellung, aber ich habe mich schnell angepasst“, so der Juniorennationalspieler. Ihm sei bewusst gewesen, dass er nicht sofort erster Stürmer bei der Eintracht werde, er sei sich aber ebenso sicher, „dass ich in Frankfurt große Spuren hinterlassen werde“.

Dejan Joveljic: Zeitpunkt der Rückkehr zur Eintracht ist offen

Wann er zum hessischen Bundesligisten zurückkehrt, ist derzeit offenbar noch nicht geklärt. Ursprünglich war die Leihe ja nur bis zum Saisonende ausgelegt. „Ich bin professionell. Aktuell bin ich ein Spieler des RSC Anderlecht und werde mein Bestes für den Klub geben – solange ich hier bin. Wie lange, werden wir sehen“, sagte Joveljic.

An seine Frankfurter Kollegen wie Filip Kostic oder Mijat Gacinovic, mit denen Joveljic nach den Trainingseinheiten gerne und häufig Spaß-Spielchen wie Fußballgolf fabriziert hatte, adressierte er denn auch eine nicht ganz ernst gemeinte Ansage: „Was das betrifft, kann ich nur sagen: Der König kehrt bald zurück.“

Rubriklistenbild: © Patrick Franck/picture alliance/dpa

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