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Eintracht Frankfurt: Spieler in der Einzelkritik - So gut waren Kamada und Co.

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Von: Thomas Kilchenstein, Daniel Schmitt

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Erfreute Frankfurter Fußballer.
Erfreute Frankfurter Fußballer. © dpa

Eintracht Frankfurt überrollt RB Leipzig und gewinnt mit 4:0. Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Mario Götze: Der erste Pass rollte zum Gegner, sei’s drum. Danach ständig am Ball, viel unterwegs, eingebunden in quasi jede Offensivkombination. Flankte Kolo Muani den Ball vorm 1:0 auf den Schädel, später fiel infolge seines Schusses das 3:0 durch Tuta. Und diese kleinen Auftaktbewegungen, die fixen Ballmitnahmen in den Lauf - einfach hübsch. Macht einen Riesenspaß, diesem Vollblutkicker zuzuschauen.

Daichi Kamada: Setzte das erste Zeichen für Eintracht Frankfurt, rauschte mit gestrecktem Bein in den Gegner rein, gerade eine Minute war rum. Motto: Hey, ihr Leipziger, hier gibt’s nichts geschenkt. Machte danach auch den eigenen Fans reichlich Geschenke, zeigte fußballerische Finessen noch und nöcher. Nach 16 Minuten zur Stelle, drückte das 1:0 über die Linie. Wie gut, dass die Eintracht ihn behalten hat.

Eintracht Frankfurt: Randal Kolo Muani und Evan Ndicka überzeugen

Randal Kolo Muani: Wieder zwei Scorerpunkte, bereitete das 1:0 per Kopf, das 2:0 mit klugem Steckpass vor. Kaum zu fassen für die Leipziger Abwehrkanten. Rannte mal rechts rum um sie, mal links rum, dann einfach brachial durch die Mitte. Auch körperlich eine Wucht, checkte Leipzigs Orban vier, fünf Meter über den Rasen, der schaute nur verdutzt.

Evan Ndicka: Total konzentriert, das hatte er zuletzt manchmal vermissen lassen. Stets zur Stelle, körperlich präsent. Und das gegen solch einen Top-Angreifer wie Nkunku. Chapeau, Monsieur Ndicka.

Tuta: Blockte Schüsse, gewann Kopfballduelle, auch am Boden kaum ein Vorbeikommen an ihm, dabei sind seine Gegenspieler zu Fuß eigentlich flotter unterwegs. Klärte die Situationen aber mit Auge und dem richtigen Timing.

Sebastian Rode: Nach einer halben Stunde verletzt raus, der Oberschenkel muckte, schade. In einer ohnehin starken Eintracht-Mannschaft bis dahin einer der besten. Gleichzeitig kluger Stratege, bissiger Antreiber und glücklicher Torschütze - abgefälschter Schuss zum 2:0, war ihm herzlich egal.

Eintracht Frankfurt: Eric Junior Dina Ebimbe fegt sofort furchtlos dazwischen

Djibril Sow: Einziger Sechser, hatte dann entsprechend viel Arbeit zu verrichten. Tat dies gewissenhaft, der Staubsauger vor der Abwehr. Hinterher war jedenfalls alles blitzeblank sauber.

Eric Junior Dina Ebimbe: Fegte sofort furchtlos dazwischen beim Bundesligadebüt. War kein leichter Job, Kapitän Rode zu ersetzen, schaffte das aber. Auch mit Offensivdrang. Könnte Bälle noch klarer festmachen, da hoppelt die Kugel manchmal zu weit weg vom Fuß. Aber hey, das erste Spiel für die Eintracht, ein Top-Einstand.

Eintracht Frankfurt: Trapp muss nicht viel halten

Ganz okay

Kevin Trapp: Musste gar nicht so viel halten, wie er wohl selbst vorher erwartet hatte. Kann er nix dafür, nimmt er gerne so. Erledigte die seltenen Prüfungen sehr konzentriert und abgeklärt.

Christopher Lenz: Rutschte für den angeschlagenen Luca Pellegrini in die Startelf, machte seine Sache gut. Früh im Spiel äußerst aufmerksam, als er einen gefährlichen Leipziger Konter gerade eben noch ablief. Anschließend mit dem passenden Mix aus Offensivaktionen und Defensivarbeit.

Kristijan Jakic: Sein bestes Spiel als Rechtsverteidiger, hatte den matten Nationalspieler Raum im Griff. Sogar mit zwei, drei Angriffsläufe, die er nur nicht bis zum Ende durchbrachte. Trotzdem: Wird langsam mit ihm in ungewohnter Rolle.

So lala

Jesper Lindström: Bissig, nervig für die Leipziger Verteidiger, aber auch unglücklich, verdaddelte einige gute Situationen zu leichtfertig. Soll nicht heißen, dass er schlecht spielte, aber eben nicht ganz so gut wie seine Nebenleute.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Rechtzeitig gekommen

Eintracht Frankfurt: Rafael Borré trifft vom Punkt

Rafael Borré: Durfte spät für den ausgepowerten Kolo Muani ran, rannte sofort hin und her - und verwandelte den Elfer zum 4:0 souverän.

Ansgar Knauff: Ebenfalls eingewechselt, holte den Strafstoß raus. Kurz drauf einmal angemeckert von Trapp, dem Torwart gefiel Knauffs Abwehrverhalten nicht. Eine Petitesse an diesem Abend.

Zu spät gekommen

T. Chandler, . H. Smolcic. . dani/kil

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