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Chris, Verteidiger in Frankfurt, darf sich auf was gefasst machen: am Samstag gegen Van Nistelrooy zu spielen.
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Chris, Verteidiger in Frankfurt, darf sich auf was gefasst machen: am Samstag gegen Van Nistelrooy zu spielen.

Auswärtsspiel in Hamburg

Chris hat Ruhe vor dem Sturm

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der beste Frankfurter Verteidiger nimmt sich frei und bereitet sich auf seine Aufgabe vor - Ruud van Nistelrooy in Schach zu halten. Von Ingo Durstewitz

Am Dienstag hat sich Chris eine Auszeit genommen. Beim nachmittäglichen Training unter tiefstehender Wintersonne fehlte der brasilianische Defensivspieler der Frankfurter Eintracht. "Er fühlt sich ein bisschen müde", berichtete Michael Skibbe. Der Frankfurter Trainer schätzt den 31-Jährigen bekanntlich über die Maßen, er erachtet ihn als seinen wichtigsten Spieler, weshalb Chris die Übungseinheiten nach seinem Befinden selbst dosieren kann. Nun ist der vielseitig einsetzbare Profi keiner, der ein Training freiwillig schwänzen würde, es ist vielmehr so, dass ihn sein Knie dazu zwingt.

Seit einigen Wochen plagt den auch am vergangenen Sonntag gegen Freiburg so stark spielenden Chris eine gezerrte Sehne im Gelenk. Er drosselt das Training seitdem, und eine schnelle Genesung ist nicht zu erwarten, vermutlich wird sich der Heilungsprozess bis Saisonende hinziehen. "Es wird auf alle Fälle noch etliche Wochen dauern", prophezeite Skibbe. Doch ein zusätzliches Risiko birgt diese Blessur nicht. "Es kann nix passieren", bemerkte der Trainer. Chris müsse halt nur auf die Zähne beißen. Das kann er.

Für die Eintracht ist es gerade am Samstag beim Auswärtsspiel in Hamburg ziemlich wichtig, dass der Routinier an Bord ist. Dann nämlich könnte er vom defensiven Mittelfeld ins Deckungszentrum beordert werden. Pirmin Schwegler, der nach seinem Bänderriss im Knöchel am Dienstag problemlos mit der Mannschaft trainierte, würde dann für ihn den Antreiber vor der Abwehr geben. Chris, der beste Frankfurter Zweikämpfer und Kopfballspieler, ist auch deshalb hinten gefragt, weil beim HSV ein gewisser Ruud van Nistelrooy stürmt, der erst am zurückliegenden Wochenende beim 3:1-Sieg in Stuttgart zweimal eiskalt zuschlug. "Es ist so einfach, wie er es macht", schwärmt auch Skibbe. "Er kann es halt, egal, ob mit recht oder links oder mit dem Kopf." Der Niederländer wird für die Eintracht-Abwehr wahrscheinlich eine echte Herausforderung darstellen.

Womöglich wird es in Hamburg auch auf einen guten Oka Nikolov ankommen. Der Torwart hat sich am Dienstag schon wieder im Kraftraum am Stadion eingefunden, nachdem ihn ein Magen-Darm-Infekt heimgesucht hatte. Am Sonntag nach dem Spiel gegen Freiburg und am Montag hütete der 35-Jährige noch das Bett, doch er ist auf dem Weg der Besserung. Etwas schlimmer hat es Kapitän Christoph Spycher erwischt, der wegen einer hartnäckigen Erkältung eine zweitägige Trainingspause und ein Antibiotikum verordnet bekam. Beide sollen am Samstag aber auflaufen können. Skibbe vertraut Schlussmann Nikolov trotz des groben Schnitzers gegen Freiburg weiterhin. Das war nicht anders zu erwarten. "Er spielt. Punkt", sagte der 44-Jährige nur.

Er bekräftigte nochmals, dass er mit Nikolov sehr zufrieden sei: "Er macht halt mal einen Fehler, wie jeder andere auch." Skibbe glaubt auch nicht, dass den Torsteher die Avancen aus den Staaten und seine ungewisse Zukunft irgendwie verunsichern würden. "Er hat ja vorher auch schon mal einen Fehler gemacht, da hatte er noch kein Angebot aus New York." Skibbe, der Nikolov gerne halten würde, sieht das Buhlen um den Keeper ohnehin entspannt. Auf eine zeitnahe Entscheidung dränge er nicht, "das eilt nicht wirklich".

Keine Eile ist auch das Motto bei Martin Fenin. Der Stürmer soll am Freitag erstmals mit der Mannschaft üben, zurzeit absolviert er Aufbautraining. Die operierten Leisten bereiten Fenin keinerlei Probleme. Momentan. Skibbe will sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: "Warten wir mal ab, eine Prognose wage ich nicht mehr."

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