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Noch ein Jahr im Amt: Heribert Bruchhagen.
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Noch ein Jahr im Amt: Heribert Bruchhagen.

Eintracht Frankfurt

Bruchhagen sucht nicht selbst

Zum 30. Juni 2016 endet die Amtszeit von Vorstandchef Heribert Bruchhagen bei Eintracht Frankfurt. An einer Suche nach seinem Nachfolger beteiligt sich der 66-Jährige nur "unterstützend".

Von der malerischen Bergidylle in Windischgarsten hat sich Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen bei seiner letzten Stippvisite in einem Sommertrainingslager nicht einlullen lassen. «Wenn die Stimmung gut ist, hat das nicht gleich Auswirkungen auf die Leistung. Aus der wirklich harmonischen Atmosphäre, die man ja spürt, kann man nicht zwingend ableiten, dass sich auch der sportliche Erfolg einstellt», warnte der Frankfurter Vorstandschef in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur vor zu großen Erwartungen für die in drei Wochen beginnende Saison in der Fußball-Bundesliga.

Für Bruchhagen wird es das Abschiedsjahr, denn am 30. Juni 2016 geht er in den Ruhestand. Sein Wunsch: Nur kein Abstiegskampf mit der Eintracht. Denn der geht an die Substanz und hat den 66-Jährigen in der Vergangenheit bei spannenden Spielen oft in die Stadionkatakomben flüchten lassen. «Wenn wir wunderbar im Mittelfeld der Liga, fernab von allen Abstiegsgedanken segeln, werde ich sicher auch häufig das Spielende auf meinem Tribünenplatz erleben», meinte Bruchhagen. Träume von Europa, die Trainer-Rückkehrer Armin Veh schürte, lässt er für sich nicht zu. «Nicht alles, was ich mir wünsche, muss ich auch aussprechen. Dazu lasse ich mich nicht hinreißen. Ich versuche, das Ganze immer realistisch zu analysieren, weil ich glaube, dass dies der richtige und beste Weg für die Eintracht ist», erklärte Bruchhagen.

"Werde keine Ratschläge erteilen"

Gegen ein ähnliches Husarenstück wie in der Saison 2012/13, als die Eintracht unter Veh aus der 2. Liga in die Europa League stürmte, hätte er natürlich nichts einzuwenden. Doch realistisch verortet er die Hessen zwischen Rang neun und zwölf. «Wir müssen einfach anerkennen, dass die sechs großen Vereine - Bayern München, VfL Wolfsburg, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 - das Tabellenbild vorne prägen werden», stellte Bruchhagen fest. «Dahinter bewegen sich sechs bis acht Traditionsvereine, die alle hoffen, dass das Pendel nach oben ausschlägt.»

Wehmütige Gedanken an das nahende Karriereende kommen ihm derzeit noch nicht. Dazu ist er zu sehr ins Alltagsgeschäft eingebunden. Im Hinterkopf hat er das Datum 30. Juni 2016 aber schon. «Ich werde bei Entscheidungen, die über meine Amtszeit hinausgehen, sehr zurückhaltend sein. Das ist klar. Es wird die Zeit kommen, wo man Entscheidungen delegiert und nicht mehr selbst trifft», kündigte Bruchhagen an.

Die Suche nach seinem Nachfolger wird er aber nicht aktiv mitgestalten. «Das ist die Aufgabe des Aufsichtsrates. Daran beteilige ich mich nicht», stellte Bruchhagen klar. «Man hat seine Vorstellungen, orientiert sich an den eigenen Handlungsweisen. Ich bin immer sehr sportorientiert gewesen. Aber vielleicht will der Verein etwas Neues machen, den Schwerpunkt mehr auf Internationalisierung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit legen», begründete er seine Zurückhaltung. Egal wie sich der Verein künftig ausrichtet - Bruchhagen wird der Eintracht die Treue halten. Er werde auch nach seinem Abschied weiter zu den Spielen gehen, beteuerte Bruchhagen. Eines will er aber ganz gewiss nicht tun: «Ich werde den dann handelnden Personen keine Ratschläge erteilen.» (dpa)

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