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Chris, der "Turm in der Schlacht".
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Chris, der "Turm in der Schlacht".

Duo mit Technik

Bollwerk mit Tordrang

Marco Russ und Chris machen über die gesamte Spielzeit hinweg nicht nur hinten dicht, sondern sorgen vorne auch für die Entscheidung. Kommende Woche in Nürnberg wird das Duo allerdings auseinandergerissen. Von Jan Christian Müller

Von Jan Christian Müller

Es passte in der 63. Minute perfekt ins ohnehin schon schöne Bild: Querpass von Innenverteidiger Chris auf Innenverteidiger Russ, leicht verunglückter Schuss, der dennoch ins Tor trudelte. Marco Russ hat hinterher gar nicht mehr aufgehört zu lächeln. Das 1:0 des 24-Jährigen gegen Werder Bremen war der einzige, der entscheidende Treffer geblieben, weshalb der Matchwinner hinterher von einer Kamera und einem Mikrofon zum nächsten trotten durfte.

Russ und Chris hatten nach einer guten Stunde nicht nur vorne ganze Arbeit geleistet, wo sie sich nach einer von den Bremern nur halbherzig abgewehrten Ecke noch aufhielten, sondern über die gesamte Spielzeit hinweg vor allem hinten in der Abwehr. Sie waren gemeinsam hauptverantwortlich dafür, dass Bremen die Lust am Spielen alsbald verging. Vor allem der Brasilianer Chris wurde, wie sein Trainer Michael Skibbe nicht ohne Bewunderung formulierte, "Turm in der Schlacht".

Hellwach erstickte der übernächtigte Jungvater des kleinen Enzo Maicon die Bremer Angriffsbemühungen fast regelmäßig schon im Keim. "Zwei Tage vorm Spiel ziehe ich in ein eigenes Zimmer, denn da braucht der Papa seinen Schlaf", erklärte Chris den Grund für seine auffällige Wachsamkeit im Abwehrzentrum.

Hinzu gesellte sich ein hochkonzentrierter Russ, was beileibe keine Selbstverständlichkeit ist. Skibbe hatte den mitunter allzu lax zur Sache gehenden Hochbegabten zuletzt mehrfach beiseite genommen. "Der Trainer hat mir erklärt, dass ich die Pässe mitunter schlampig spiele. Er hat ja Recht. Ich versuche das jetzt abzustellen, sogar im Training", berichtete Russ nach dem Sieg. Beim Tor "habe ich den Ball gar nicht richtig getroffen, aber er ist dann doch irgendwie rein gegangen", freute er sich und holte sich bald darauf ein Sonderlob seines Vorgesetzten ab.

"Marco ist einer der besten Techniker in unserer Mannschaft. Er kann das Spiel gut lesen und ist sehr gut im Aufbauspiel." Ergo: Wenn Russ sich konzentriert, gehört er zum Besten, was die Liga in der zentralen Defensive zu bieten hat. In der Winterpause hat er zudem zweieinhalb Kilo abgenommen, sowohl gezielt durch Ernährung als auch wegen eines Magen-Darm-Infekts. "Ich fühle mich mit jetzt 85 Kilo beweglicher."

Chris fehlt gegen Nürnberg

Kommende Woche in Nürnberg wird das Duo Russ/Chris allerdings auseinandergerissen. Chris holte sich kurz vor Schluss seine fünfte Gelbe Karte ab - ziemlich überflüssig wegen Meckerns. Er wird in Nürnberg fehlen. Skibbe nahm es gelassen zur Kenntnis. "Wichtig ist nur, dass es bis zum Saisonende nicht zehn Gelbe Karten werden, damit er uns nicht ein zweites Mal fehlt." In der kommenden Woche wird Maik Franz von rechts in die Mitte auf Chris´ Position rücken und der 19-jährige Sebastian Jung rechts verteidigen. "Da gibt es keine großen Ränkespiele, Sebi genießt unser volles Vertrauen", sagte Skibbe.

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